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Michael Schweikardt mit TVB Stuttgart bei Ex-Klub MT Melsungen zu Gast: Ich werde mich nicht hochloben

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Von: Björn Mahr

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Mit Stuttgart in Kassel: der Ex-Melsunger Michael Schweikardt.
Mit Stuttgart in Kassel: der Ex-Melsunger Michael Schweikardt. © IMAGO/Sportfoto Rudel

Der Ex-Melsunger Michael Schweikardt gastiert als Trainer des TVB Stuttgart am Sonntag in der Handball-Bundesliga in Kassel. Wir haben mit ihm gesprochen.

Kassel – Am Mittwochabend nahm er in Göppingen seinen Ex-Klub MT Melsungen unter die Lupe. Am Sonntag ab 16.05 Uhr gastiert Michael Schweikardt als Trainer des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart dann in der Kasseler Rothenbach-Halle bei der MT. Wir haben mit dem 39-Jährigen über die bevorstehende Rückkehr an die alte Wirkungsstätte und die Erwartungen an das Spiel gegen Melsungen gesprochen.

Wissen Sie, wie Ihr letztes Bundesliga-Gastspiel in Kassel ausgegangen ist?

Nein, daran habe ich keine Erinnerungen mehr.

Am 30. März 2019 haben Sie mit Stuttgart 26:24 gewonnen. Nach diesem Spiel wurde Stuttgart für die MT immer mehr zum Angstgegner. Wie entspannt blicken Sie jetzt auf ihre Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte?

Es war entspannt. Wir hatten eine längere Wettkampfpause. In dieser Woche fahren wir das Ganze wieder hoch. Wir haben gegenüber der MT den kleinen Vorteil, dass wir mehr Zeit haben, uns auf die Partie in Kassel vorzubereiten. Und ich konnte mir die Melsunger Mannschaft am Mittwochabend in Göppingen anschauen.

Sie haben den TVB aus dem Tabellenkeller herausgeführt. Was machen Sie besser als Ihr Vorgänger?

Ich werde mich nicht hochloben. Fakt ist, dass unsere Abwehr nun deutlich kompakter steht. Die Deckung gibt unseren Torhütern die Chance für mehr Paraden. Die Gegner müssen sich eher mal einen Distanzwurf nehmen. Und auch in puncto Teameinstellung sind wir nun besser. Wenn wir mal zurückliegen, dann glauben wir immer daran, dass wir noch zurückkommen können. Deshalb bin ich vor dem Auftritt in Kassel guter Dinge.

Wie viel Spaß macht Ihnen Ihr Job als Bundesliga-Trainer?

Sehr viel. Ich gehe mit Demut an die Aufgabe heran. Für mich ist es toll zu sehen, dass ich mit Leuten zusammenarbeite, die die Vorgaben umsetzen.

Können Sie sich auch vorstellen, über den 30. Juni als Coach in der Bundesliga zu arbeiten?

Das lasse ich mir offen. Ich will erst einmal sehen, wie die nächsten Wochen laufen.

Melsungen war der am nördlichsten gelegene Verein, für den Sie in Ihrer aktiven Karriere gespielt haben. Was haben Sie aus Ihrer Zeit in Nordhessen mitgenommen?

Mir hat es gut gefallen. Ich habe jetzt keine Charakterzüge übernommen, aber die Menschen waren immer freundlich zu mir. Es lief sportlich für mich auch nicht perfekt. Dennoch freue ich mich, einige bekannte Gesichter wiederzusehen.

Inwiefern spielt der ehemalige Melsunger Torwart Silvio Heinevetter bei der Rückkehr am Sonntag eine besondere Rolle bei Ihrer Vorbereitung auf die Partie in Kassel?

Ich werde mich auch mit ihm zusammensetzen und darüber sprechen, was er in den Melsunger Spielen vielleicht anders gesehen hat. Wenn Spieler auf ihre ehemaligen Klubs treffen, gehe ich immer so vor. Bei Heine weiß ich, dass es ein besonderes Spiel für ihn sein wird. (Björn Mahr)

Zur Person: Michael Schweikardt

Michael Schweikardt (39) stand von 2010 bis 2012 bei der MT Melsungen unter Vertrag. Seine ersten großen Erfolge in der Handball-Bundesliga feierte der Mittelmann bei Frisch Auf Göppingen. Nach seinem Abschied aus Melsungen ging er zu seinem Stammverein TVB Stuttgart zurück. Seine Trainerkarriere begann er bei TSB Heilbronn-Horkheim. Nebenbei unterstützte er den TVB in der Jugendförderung und im Scouting. Im Herbst folgte er bei den Stuttgartern auf den zuvor entlassenen Roi Sanchez. Schweikardt, der mit seiner Frau und zwei Kindern in seiner Heimatstadt Waiblingen lebt, unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende. 

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