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MT behält kühlen Kopf in Erlangen und zieht in nächste Pokalrunde ein

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Von: Björn Mahr

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Setzte wichtige Akzente: Melsungens Rechtsaußen Dimitri Ignatow, hier gegen Erlangens Christopher Bissel.
Setzte wichtige Akzente: Melsungens Rechtsaußen Dimitri Ignatow, hier gegen Erlangens Christopher Bissel. © ALIBEK Käsler

Handball-Bundesligist Melsungen zieht durch 34:30 in nächste Pokalrunde ein. Beim HC Erlangen haben die Nordhessen dem Druck standgehalten.

Erlangen – Dem Druck standgehalten und gewonnen – Handball-Bundesligist MT Melsungen hat in der zweiten DHB-Pokalrunde beim Klassenkameraden und Tabellenfünften HC Erlangen 34:30 (17:14) gewonnen. Nach den teilweise enttäuschenden Ergebnissen war dieser Erfolg Balsam für die Seele.

Die MT trat noch ohne Domagoj Pavlovic an – möglicherweise gibt er sein Comeback nun am Sonntag ab 16.05 Uhr im Hessenderby in Kassel gegen die HSG Wetzlar. Allerdings waren auch die Gastgeber nicht komplett. Rückraumschütze Simon Jeppsson musste wegen einer im Abschlusstraining erlittenen leichten Knieblessur passen.

Dass der Ausfall aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen würde, zeigte sich schon beim Anwurf. Denn 1250 Zuschauer verwandelten die Karl-Heinz-Hiersemann-Halle in einen wahren Hexenkessel und waren für ihr Team der achte Mann. Sie heißt bei den Fans nicht ohne Grund „Hiersemann-Hölle“.

Die Anfangsphase gehörte dennoch den Gästen aus Nordhessen. Zweimal Kai Häfner aus dem gebundenen Spiel, zweimal Ivan Martinovic von der Siebenmeterlinie – in der achten Minute lag die MT 4:1 vorn. Zudem stand die Deckung vor Torwart Nebojsa Simic mehr als ordentlich. Doch wegen einiger vergebener Chancen gelang es der Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo nicht, den Vorsprung lange zu behalten. Im Gegenteil: In der 15. Minute führten die Erlanger erstmals 6:5.

Die erste knifflige Situation für die MT, aus der sie sich aber in beeindruckender Manier befreite: hier eine Parade von Simic, da ein gehaltener Siebenmeter des eingewechselten Adam Morawski, dazu ein paar wichtige Tore des glänzend aufgelegten Rechtsaußen Dimitri Ignatow. Einen Abpraller nutzte Elvar Örn Jonsson zur Freude einiger mitgereister Fans zum 12:9. Dazu muss man wissen, dass die Unparteiischen schon drei Zeitstrafen gegen Melsunger Akteure ausgesprochen hatten – keine gegen Erlangen. Abwehrstratege Gleb Kalarash musste nach 23 Minuten bereits zum zweiten Mal runter. Die gute Leistung der MT in der ersten Hälfte rundete Martinovic mit dem 17:14 in buchstäblich letzter Sekunde ab.

Vor einem Monat hatten die Melsunger in der Bundesliga zur Pause auch mit drei Treffern Differenz beim HCE geführt (18:15) – und letztlich nur einen Punkt geholt. Diesmal machten sie es besser.

Es ging schon vielversprechend los. Andre Gomes und Kalarash stellten auf 20:16 (35.) – und Simic parierte gegen den Ex-Melsunger Johannes Sellin glänzend. Ärgerlich allerdings, dass die Gäste nicht noch mehr aus ihren Möglichkeiten machten. Sie hätten trotz des 21:16 (39.) durch Gomes einen noch komfortableren Vorsprung herausspielen können.

So war es für Aidenas Malasinskas und Co. weiterhin ein hartes Stück. Auch, weil sie weiterhin Hinausstellungen durch die Schiedsrichter hinnehmen mussten. Ein Schachzug von Parrondo zahlte sich definitiv aus. Jonsson, der auch für die Abwehr wichtig ist, agierte als Mittelmann auf Linksaußen. Und traf sogar von der ungewohnten Position.

Es war deutlich erkennbar: Melsungen hat aus seinen Fehlern gelernt. Den Erlangern fiel gegen Martinovic unf Gomes nichts ein. Nach 50 Minuten stand es 29:22 (! ) und das in der „Hiersemann-Hölle“. In der Schlussphase kam der HCE mit Unterstützung der Fans noch einmal. Nach dem 34:30 von Martinovic war aber die Partie entschieden. Der Rest war Jubel in Rot und Weiß. (Von Björn Mahr)

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