Die wichtigsten Fakten zum Spiel

MT gegen Balatonfüred: Sieg mit ein bisschen Spektakel

Da erheben sich sogar die Kollegen auf der Ersatzbank begeistert von ihren Sitzen: (von links) Patrik Fahlgren, Jan Forstbauer, Johannes Sellin, Michael Allendorf (leicht verdeckt) und Trainer Michael Roth. Fotos: Schachtschneider

Kassel. Nach dem 29:23 (16:11)-Heimerfolg gegen Balatonfüred sollte ein Weiterkommen für die MT Melsungen im Europapokal nur noch Formsache sein. Die wichtigsten Fakten zum Spiel.

Glückwünsche zum vierten Sieg im vierten Spiel nahmen MT-Trainer Michael Roth und seine Spieler entgegen. „Zum Viertelfinal-Einzug lasse ich mir aber erst gratulieren, wenn es absolut sicher ist“, sagte Roth. Und sonst?

Was bleibt von diesem Spiel am meisten in Erinnerung?

Spektakuläre Paraden: Mikael Appelgren.

Die ersten 20 Minuten. Wer die Melsunger zuletzt bei der 23:26-Heimpleite in der Bundesliga gegen Hamburg gesehen hatte, dürfte in der Anfangsphase seinen Augen nicht getraut haben. Wieselflink auf den Beinen, bissig in der Abwehr, mit ungeheurem Spielwitz und Tordrang im Angriff – das MT-Team brannte ein wahres Handball-Feuerwerk ab und verurteilte die Gäste regelrecht zu Statisten. Kostproben gefällig? In der achten Minute provozierte Felix Danner am eigenen Kreis ein Stürmerfoul. Dann ging es ganz schnell: Bodenpass von Michael Müller aus der Spielfeld-Mitte auf den nach vorn geeilten Michael Allendorf – Tor. Es stand 6:2 (8.). „Wir wollten ein ordentliches Spiel machen. Bei uns lief es von Anfang an richtig gut“, stellte Müller fest. Der Linkshänder war auch am nächsten Treffer maßgeblich beteiligt. Diesmal bediente er mit einem verdeckten Zuspiel Johannes Sellin, der zum 7:2 erfolgreich war (9.).

Welche Spieler fielen besonders auf? 

Auf jeden Fall Torwart Mikael Appelgren. Wie beim 30:24-Hinspielerfolg vor einer Woche in Ungarn erwies sich der Schwede auch diesmal als zuverlässiger Rückhalt. Sein Anteil am Melsunger Spektakel in der ersten Hälfte waren Glanzparaden gegen den starken Linksaußen Bendeguz Boka (10.), gegen die frei vor ihm auftauchenden Balaszs Szöllösi (20.) und Bence Banhidi (24.) sowie ein gehaltener Siebenmeter von Tamas Ivancsik (29.).

Wie ein Strafwurf sicher verwandelt wird, zeigte auf der Gegenseite Jeffrey Boomhouwer. Ja genau, der fliegende Holländer! Weil die etatmäßigen Schützen Allendorf und Sellin schon zur Pause Feierabend machen durften, bekam Boomhouwer seine Chance – und überlistete Schlussmann Marton Szekely zweimal.

Warum wurde es nicht der höchste Sieg in der jungen Europacup-Historie der MT?

Nachdem vor 2015 Zuschauern ein komfortabler Vorsprung herausgespielt war, schlichen sich Konzentrationsschwächen bei den Hausherren ein. So kam der Gast vom Plattensee nach 12:20-Rückstand wieder auf 16:20 heran. So blieben die Heimerfolge in den ersten Runden gegen Toulouse und Presov mit jeweils sieben Treffern Differenz die klarsten Siege der Nordhessen. „Wir haben ungefährdet gewonnen. Das war unser Ziel“, bilanzierte Spielmacher Patrik Fahlgren.

Wieso kamen die Referees aus verschiedenen Ländern?

Ingvar Gudjonsson aus Island und Eydun Lindenskov von den Faröer leiteten die Partie. Der europäische Verband gestattet diese Konstellation. Zum Beispiel dann, wenn einer der beiden Unparteiischen aufhört. Die Heimatländer der beiden Schiedsrichter dürfen allerdings geografisch nicht weit auseinanderliegen. Ein Tscheche könnte auch mit einem Slowaken zusammen die Spielleitung übernehmen.

Was fehlt Melsungen zum Einzug ins Viertelfinale? 

Einen der ersten beiden Gruppenplätze haben die Melsunger bereits sicher. Da aber bei einem möglichen Gruppensieg ein Viertelfinale mit Beteiligung der Berliner, die wieder das Final Four austragen und deshalb dieses Privileg genießen, entfallen könnte, sind nicht alle Zweitplatzierten automatisch weiter. Allerdings will die MT unbedingt Erster werden, um dann einen Tabellenzweiten und damit eine vermeintlich leichtere Aufgabe in der nächsten Runde zu bekommen.

Lesen Sie auch:

- 29:23 - MT siegt im Europapokal-Heimspiel gegen Balatonfüred

MT Melsungen siegt im Europapokal-Heimspiel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.