Mit zwei deutschen Nationalspielern

MT-Gegner Hannover-Burgdorf verstärkt sich im Rückraum

Im Angesicht des Gegenspielers: Nationalspieler Kai Häfner, einer von drei „Neuen“ im TSV Rückraum. Foto: dpa

Hannover. Die TSV Hannover-Burgdorf und die MT Melsungen haben einiges gemeinsam. Etwa ihre Europapokal-Ambitionen, also zumindest den sechsten Platz in der Handball-Bundesliga. „Einen ganz heißen Kampf hinter den großen Fünf“, prophezeit TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton.

Und: „Es werden Kleinigkeiten darüber entscheiden, ob eine Mannschaft Sechster oder Zwölfter wird.“ Umso brisanter der Ligaauftakt, wenn die Roth-Schützlinge am Samstag (Anwurf 19 Uhr) in der Swiss-Life-Hall gastieren.

Es gibt noch weitere Parallelen. Beide schafften nach langfristigem und nachhaltigem Aufstieg aus untersten Regionen den Sprung ins Oberhaus, beide machten dort jedes Jahr einen kleinen Schritt nach vorn, wobei die Niedersachsen ihr Europapokalerlebnis schon hinter sich haben. Und davon so begeistert sind, dass eine Rückkehr auf Europas Handballbühne ganz oben auf der Agenda steht. „Der EHF-Cup war eine tolle Erfahrung. Das wollen wird wieder erleben“, sagt Trainer Christoph Nordmeyer, ansonsten - was ein konkretes Saisonziel angeht - sehr zurückhaltend.

Ähnliche Tendenzen auch bei der Personalpolitik: Beide verzichten künftig auf einen Abwehrspezialisten und damit auch auf einen Wechsel, der das eigene Spiel bremsen könnte. Beide sind breiter aufgestellt d.h. auf jeder Position (zumindest) doppelt besetzt. Und beide haben speziell ihren Rückraum verstärkt.

Der TSV sogar mit einem prominenten Trio: Neben dem Isländer Olafur Gudmundsson (Nordmeyer: „Er wird sich in der Bundesliga durchsetzen“) die beiden deutschen Nationalspieler Kai Häfner (von Balingen) und Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin). „Das verleiht uns mehr Durchschlagskraft“, freut sich der 46-jährige Coach. In der Hoffnung, dank höherer Angriffseffektivität auch weniger Kontertore zu kassieren.

Alle drei stehen nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung „voll im Saft“, was zumindest beim verletzungsanfälligen Ex-Berliner keineswegs selbstverständlich ist. Bei der Generalprobe in Hildesheim (30:33) wurde er wegen einer Hüftprellung geschont, ist gegen Melsungen aber auf jeden Fall dabei. Trotz seiner Torgefährlichkeit wird der 29-Jährige wohl zusammen mit dem Montenegriner Vasko Sevaljevic erstmal das Angriffsspiel seiner Mannschaft lenken.

Schließlich stehen im linken Rückraum die „Shooter“ Mait Patrail, der in der letzten Saison den Durchbruch schaffte, und Csaba Szücs bereit. Optionen, die in der Tat vermuten lassen, dass sich der Aufsteiger von 2009 verbessert hat. Genauso wie die MT.

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