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Handball-Bundesligist MT Melsungen belohnt sich nicht und holt nur einen Punkt beim HC Erlangen

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Von: Björn Mahr

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Harter Kampf: Melsungens Agustin Casado (mit Ball) setzt sich hier gegen den Erlanger Christoph Steinert durch. Kurz vor Ende sah der Spanier die Rote Karte.
Harter Kampf: Melsungens Agustin Casado (mit Ball) setzt sich hier gegen den Erlanger Christoph Steinert durch. Kurz vor Ende sah der Spanier die Rote Karte. © Alibek Käsler

Die Wiedergutmachung für die 28:31-Heimniederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf ist Handball-Bundesligist MT Melsungen nur teilweise geglückt. Trotz einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung musste sich die MT mit einem 34:34 (18:15 beim HC Erlangen begnügen.

Die Wiedergutmachung für die 28:31-Heimniederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf ist Handball-Bundesligist MT Melsungen nur teilweise geglückt. Trotz einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung musste sich die MT mit einem 34:34 (18:15 beim HC Erlangen begnügen. Dabei hatte sie bis kurz vor Ende immer geführt. Es war das zweite Remis für die Nordhessen in dieser Serie nach dem bitteren 28:28 beim TBV Lemgo Lippe.

Die Startphase: Nach dem schlechten Beginn zuletzt gegen Hannover-Burgdorf präsentierten sich die Melsunger diesmal von der ersten Sekunde an hellwach und setzten auf hohes Tempo. Das brachte ihnen nach Treffern von Agustin Casado, David Mandic und Ivan Martinovic, der zunächst nur zu den Siebenmetern eingewechselt wurde, eine 6:2-Führung ein (9.). Zudem hatte MT-Torwart Adam Morawski einige gute Aktionen. Der Rückraum mit Casado, Aidenas Malasinskas und Kai Häfner traf deutlich bessere Entscheidungen als vor einer Woche. Noch dazu funktionierte das Spiel über den Kreis. Gleb Kalarash und Häfner stellten auf 10:5.

Das Traumtor: Mit wie viel Selbstvertrauen die Gäste agierten, spiegelte sich in einer Szene aus der 16. Minute wider, als Rogerio Moraes einen No-Look-Pass von Häfner zum 12:7 verwandelte. Dazu passte auch, dass Andre Gomes mit dem ersten Ballkontakt zum 14:10 traf (22.). Den Erlangern fiel im Angriff gegen die aggressive 6:0-Deckung der MT nicht viel ein. Die meiste Gefahr beschwor der HCE über seine rechte Angriffsseite herauf: Christoph Steinert und Hampus Olsson warfen je vier Tore.

Der zunehmende Druck: Es war klar, dass sich die Hausherren in der Nürnberger Arena nicht so einfach ergeben und weiter verbissen um jede Chance kämpfen würden. Der Druck nahm zu. Und so mussten die Nordhessen kühlen Kopf bewahren. In vielen Momenten gelang das dem Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo. Mandic wurde wiederholt freigespielt und markierte sehenswerte Tore von Linksaußen – wie bei seinem Dreher zum 28:25 (45.). Kurz darauf schloss Rechtsaußen Dimitri Ignatow einen Angriff überlegt ab.

Sechs Tore für die MT: David Mandic (links, hier gegen Torwart Klemen Ferlin).
Sechs Tore für die MT: David Mandic (links, hier gegen Torwart Klemen Ferlin). © Alibek Käsler

Die heiße Phase: Zehn Minuten vor Schluss war noch nicht klar, wer das Feld als Sieger verlassen wird. Der agile Manuel Zehnder verkürzte für den HCE auf 29:30 (51.). Noch spannender wurde es in der 57. Minute, als Simon Jeppsson zum 32:32 traf – der erste Gleichstand an diesem Nachmittag seit dem 0:0 zu Spielbeginn. Es wurde ein Handball-Krimi, in dem die MT durch Martinovic (33:32) und Gomes (34:33) zweimal vorlegte und der HCE durch Zehnder und Steinert jeweils ausglich. Wobei die Franken einen Siebenmeter zugesprochen bekamen, nachdem Casado den Abstand beim Freiwurf der Gastgeber nicht eingehalten hatte. Dafür kassierte der Spanier die Rote Karte. Vier Sekunden vor Ende hatte Melsungen noch einmal Ballbesitz. Aber der letzte Vorstoß von Gomes brachte nichts mehr ein. Schluss. Vorbei. 34:34. Punkteteilung.

Der psychologische Faktor: Ein doppelter Punktgewinn hätte der MT mit Blick auf schwierigen kommenden Aufgaben gegen Berlin und in Magdeburg gutgetan. Noch wichtiger wäre ein Sieg aber schon wegen des Pokal-Achtelfinales gewesen, in dem sich der HCE und Melsungen am 19. Oktober ab 19.30 Uhr erneut gegenüberstehen.

Die TV-Übertragung: Nach dem Spiel stand MT-Kapitän Kai Häfner der Sky-Kommentatorin Franziska Niebert Rede und Antwort. Die Enttäuschung war groß: „Es fühlt sich noch schlimmer als in Lemgo an. Wir machen in der Schlussphase ein, zwei Fehler zu viel“, sagt er. (Björn Mahr)

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