Handball-Bundesliga: Melsungen unterliegt Flensburg-Handewitt mit 27:32

MT-Kampf nicht belohnt

Abgezogen: Melsungens Ivan Brouko (rotes Hemd) wirft ins Netz. Flensburgs Torwart Dan Beutler kann dies nicht verhindern. Foto:  Hahn

Kassel. Es war wie immer, wenn die MT Melsungen in der 1. Handball-Bundesliga auf die SG Flensburg-Handewitt trifft. Phasenweise hielten die MT-Akteure ganz gut mit, um am Ende eine 27:32 (14:16)-Niederlage quittieren zu müssen. Damit ging auch der zehnte Vergleich mit den Norddeutschen verloren.

Interessant aus Melsunger Sicht zunächst, wie das Team nach der Trennung von Vladica Stojanovic und dem verletzungsbedingten Ausfall der Halblinken Franck Junillon und Grigorios Sanikis im Angriff operiert. Trainer Ryan Zinglersen setzte zu Beginn auf die Variante mit zwei Kreisläufern, wobei Dalibor Anusic die Rolle zukam, den Spielzug von der Mitte einzuleiten. Durchaus mit Bedacht, denn so mussten die Nordhessen beim Umschalten von Offensive auf Defensive nicht wechseln.

Führung nach 18 Minuten

Es ließ sich dann auch ganz gut für die Heimsieben an, die das Spiel völlig offen gestaltete. Auch, weil Nenad Vuckovic und Alexandros Vasilakis wiederholt die SG-Hintermannschaft überwinden konnten. In der 18. Minute führten die Melsunger sogar mit 9:7.

Doch gegen Ende des ersten Durchgangs wurde deutlich, dass es immer schwerer werden würde für die MT, gegen die aggressive Deckung mit einem gut disponierten Schlussmann Johan Sjöstrand zum Torerfolg zu kommen – ganz gleich, ob sie nun auf zwei Linkshänder im Rückraum, auf zwei Kreisspieler oder Chris Treutler als Regisseur vertraute. Wenn was ging, dann über Überraschungsaktionen – wie beim Solo von Ivan Brouko (12:12, 25.).

Ganz anders der Klub aus Norddeutschland, der wiederholt seine Chance über den agilen Linksaußen Anders Eggert suchte. Und Zinglersens früherer Schützling in Skjern ließ die MT-Abwehr inklusive Torwart Mario Kelentric einige Male alt aussehen.

Kurz nach Wiederbeginn wuchs der Abstand auf vier Treffer an (16:20). Aber die Gastgeber kämpften sich recht schnell wieder heran und kamen durch Jens Schöngarth zum 21:21 (40.). Ob der SG doch noch das bittere Aus vom Wochenende im Europapokal nachhängt, als sie einen Fünf-Tore-Vorsprung in Schaffhausen vergeigten? Nein, im Stile einer Spitzenmannschaft übernahmen die Fördestädter sofort wieder das Kommando. Sogar der junge Petar Djordjic, Sohn des früheren Melsunger Torwarts Zoran Djordjic, traf: 21:24 (44.).

Heinls Vorentscheidung

Die Hausherren setzten Kampf und einen starken Robert Lechte im MT-Gehäuse dagegen. Doch um Flensburg wirklich noch gefährlich werden zu können, hätten sie sich nicht so viele Fahrkarten erlauben dürfen. Nach Jacob Heinls Treffer zum 28:23 der Gäste war die Partie praktisch entschieden.

Von Björn Mahr

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