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34:25-Sieg beim HBW Balingen-Weilstetten – MT Melsungen beendet nach starker erster Hälfte Negativserie

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Von: Björn Mahr

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Kaum zu stoppen: Melsungens Julius Kühn (Mitte).
Kaum zu stoppen: Melsungens Julius Kühn (Mitte). © Alibek Käsler

Die kleine Negativserie ist gestoppt – nach zwei unnötigen Niederlagen in Hamburg und in Wetzlar gewann Handball-Bundesligist MT Melsungen beim HBW Balingen-Weilstetten ungefährdet 34:25 (19:6).

Kassel - Die kleine Negativserie ist gestoppt – nach zwei unnötigen Niederlagen in Hamburg und in Wetzlar gewann Handball-Bundesligist MT Melsungen beim HBW Balingen-Weilstetten ungefährdet 34:25 (19:6). Trotz des sicheren Erfolges konnten die Gäste nicht hundertprozentig zufrieden sein. Denn sie verspielten einen möglichen höheren Sieg, der mit Blick auf die Tordifferenz nicht unwichtig gewesen wäre.

Die Partie leiteten Suresh und Ramesh Thiyagarajah aus Gummersbach. Warum das wichtig ist? Weil das Gespann auch beim Sieg der Nordhessen im Oktober 2020 in Balingen im Einsatz war – vielleicht ein gutes Omen für die Gäste. Und es ließ sich mehr als respektabel für die MT an. Mit einer offensiven Deckung zwang die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo den ersatzgeschwächten Kontrahenten wiederholt zu schwierigen Würfen aus der Distanz.

Das 1:1 war der einzige Gleichstand im gesamten Spiel. Danach übernahm die MT das Kommando. Die starke linke Seite mit Julius Kühn und dem früheren Balinger Linksaußen Yves Kunkel sorgte für eine 9:4-Führung (15.). Zwar nahm HBW-Trainer Jens Bürkle danach die erste Auszeit, sein Team fand aber auch weiter nicht ins Spiel. „Das ist ein Klassenunterschied. Man kann die MT nur loben“, sagte Sky-Reporter Markus Götz. Um es mal ganz deutlich zu sagen: Wenn die Gäste noch etwas abgezockter aufgetreten wären, hätte die MT sogar mehr als 20 Tore in Halbzeit eins erzielen können.

Treffsicher: Linksaußen Yves Kunkel.
Treffsicher: Linksaußen Yves Kunkel. © Alibek Käsler

Zumal sich die Treffer bei den Melsungern auf viele Akteure verteilten. Mal war Alexander Petersson erfolgreich, mal nutzte Domagoj Pavlovic die Freiräume. Und natürlich zeichneten sich Kapitän Kai Häfner und Abwehrrecke Gleb Kalarash bei ihrem Ex-Verein aus. Häfner verwandelte sogar ein Kempa-Anspiel Kunkels (14:5). Was für einen gewissen Spielwitz sprach. Es wurden längst Erinnerungen an ein Pokalspiel aus dem August 2013 wach, als die MT zur Pause gegen den damaligen Erstliga-Konkurrenten Eisenach 16:6 vorn gelegen hatte.

Dabei hatten die Nordhessen, bei denen Andre Gomes (Fußprobleme) fehlte, früh in der Begegnung einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Nebojsa Simic, zu Beginn sofort gut im Spiel, verletzte sich am Rücken. Für ihn musste Silvio Heinevetter ran – und der 37-Jährige wehrte ebenfalls einige Würfe gekonnt ab.

Zur Pause stellte sich nur noch eine Frage: Schafft es die MT, mal bis zum Ende durchzuziehen? Das war in der Vergangenheit nicht unbedingt eine Stärke der Melsunger.

Mit einem riesigen Vorsprung im Rücken ließ der Tabellenneunte erst mal nicht nach. Im Gegenteil: Elvar Örn Jonsson und Timo Kastening erhöhten auf 21:6. Die höchste Führung war ein 24:7 (36.).

Danach mangelte es etlichen Aktionen der MT der nötigen Entschlossenheit. Die Abwehr stand auch längst nicht mehr so sicher wie vor dem Wechsel. Parrondo hatte genug gesehen, nachdem die Balinger bis auf 19:29 verkürzt hatten. In einer Auszeit forderte er von seinem Team, dass es „einfacherer spielen“ möge.

In der Folgezeit lief es wieder etwas besser. Parrondo hatte auch schon munter durchgewechselt – mit Blick auf das Pokal-Achtelfinale am kommenden Mittwoch. So bekamen auch die Talente Julian Fuchs und David Kuntscher in der Schlussphase auf der rechten Seite Einsatzzeit. Kuntscher trug sich noch in die Torschützenliste ein, Fuchs verpasste einen möglichen Treffer. (Björn Mahr)

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