Fünf Melsunger Bundesliga-Handballer in Hannover dabei

MT-Profis beim Länderspiel: Kühns Wucht und Reichmanns Athletik

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Erinnerungsbild (I): Melsungens deutsche Nationalspieler (von links) Kai Häfner, Tobias Reichmann und Julius Kühn.

Im Handball-Länderspiel zwischen Deutschland und Kroatien steckte ganz viel MT Melsungen. Zumal ein früherer Torwart der Nordhessen in Hannover beteiligt war. 

Wir haben die Arbeitsprotokolle der MT-Profis. Schon vor dem Anwurf war klar, dass die MT Melsungen beim Handball-Länderspiel zwischen Deutschland und Kroatien in Hannover in aller Munde sein würde: Julius Kühn, Kai Häfner, Tobias Reichmann sowie ihre kroatischen Bundesliga-Vereinskameraden Marino Maric und Domagoj Pavlovic tauchten auf dem offiziellen Spielberichtsbogen auf, der eine dreiviertel Stunde vor Beginn auf der Pressetribüne der Tui-Arena verteilt wurde.

Erinnerungsbild (II): Mario Kelentric (vorn) mit den MT-Fans Christina Brassel (hinten von links) und Gabi Braun.

Doch es steckte noch mehr MT in dieser Partie: Der frühere Melsunger Kapitän Mario Kelentric betreut als Torwarttrainer die kroatischen Schlussleute. So nutzte er seine Rückkehr nach Deutschland auch für Fotos mit MT-Fans, von denen einige nach Hannover gereist waren. Viel Grund zum Feiern hatten letztlich aber nur Kühn, Häfner und Reichmann – Deutschland gewann 24:23.

Die Arbeitsprotokolle der Melsunger Profis:

Julius Kühn: Er kam kurz vor der Pause rein, traf zunächst aber zweimal nur das Fangnetz hinter dem kroatischen Gehäuse. Er ließ sich aber nicht entmutigen und steuerte noch drei Treffer zum Sieg bei. „Wir brauchen seine Wucht“, sagte Bundestrainer Christian Prokop mit Blick auf die Wurfgewalt des Melsunger Rückraumschützen. Für Kühn war es der erste Nationalmannschafts-Lehrgang seit der vor einem Jahr erlittenen schweren Kreuzbandverletzung. „Es geht noch mehr. Körperlich bin ich schon wieder bei 100 Prozent“, bemerkte der Rechtshänder erfreut.

Tobias Reichmann: Anfang Januar bestritt der Rechtsaußen noch das WM-Vorbereitungsspiel in Hannover – und wurde dann einen Tag später von Prokop vollkommen überraschend nach Hause geschickt. „Daran habe ich überhaupt nicht mehr gedacht“, berichtete Reichmann. Der 31-Jährige fügte hinzu: „Ich mache mir überhaupt nicht mehr so einen Kopf. Ich versuche einfach, meine Leistung zu bringen, Den Rest muss der Trainer entscheiden.“ In Hannover kam er zur Pause für seinen zukünftigen Melsunger Mitstreiter Timo Kastening aufs Feld und war ein belebendes Element. Dazu passten drei blitzsaubere Treffer. „Tobi hat seine athletischen Voraussetzungen genutzt“, befand Coach Prokop.

Kai Häfner: Er stand als einziger Melsunger Profi bereits zu Spielbeginn auf dem Feld. Bei ihm wechselten Licht und Schatten ab. Als es aber darauf ankam, war Häfner zur Stelle. Kurz vor Schluss ging er – fast Häfner-typisch – gegen die Wurfhand und traf zum 24:23-Endstand. Genauso wie Kühn und Reichmann standen drei Tore für ihn zu Buche.

Marino Maric: Für die Partie in Zagreb hatte ihn Kroatiens Trainerlegende Lino Cervar nicht berücksichtigt. In Hannover wurde Maric im ersten Abschnitt für den Magdeburger Zeljko Musa eingewechselt und führte sich gut ein: Er sorgte für den 8:8-Ausgleich. Später hatte er noch zwei Großchancen, scheiterte aber jeweils am deutschen Schlussmann Dario Quenstedt.

Domagoj Pavlovic: Anders als im ersten Vergleich am Mittwoch bekam der Mittelmann in Hannover nur einen Kurzeinsatz – und das auch nur als vorgezogener Deckungsspieler. Pavlovic konnte allerdings nicht verhindern, dass Kühn kurz vor dem Wechsel zweimal in Folge erfolgreich abschloss.

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