Zwei MT-Fans und ihre besondere Geschichten

Pokalabend bei der MT Melsungen: Perfekter Abschluss zu Uschis Geburtstag

MT Melsungen : Füchse Berlin Anneliese RudolphHandball DHB-Pokal 03.12.2019Foto: Andreas Fischer
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Treuer MT-Fan: Anneliese "Uschi" Rudolph feierte ihren 80. Geburtstag in der Rothenbach-Halle. 

Für zwei Handball-Fans der MT Melsungen war es ein besonderer Abend in der Rothenbach-Halle. Der 33:30-Sieg im Viertelfinale gegen die Füchse Berlin war das I-Tüpfelchen.

Dass zum 80. Geburtstag ein paar Gäste kommen, ist keine Überraschung. Anneliese Rudolph, die für ihre Freunde nur Uschi heißt, feiert ihren Ehrentag in etwas anderem Rahmen. Wenn man so will, hat die Melsungerin am Dienstagabend mehr als 4000 Gratulanten. Denn sie lässt es sich auch zu ihrem 80. nicht nehmen, ihren Lieblingsklub MT Melsungen beim Pokal-Viertelfinale in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen die Füchse Berlin kräftig zu unterstützen. Und bevor die Partie anfängt, wünscht MT-Pressesprecher Bernd Kaiser über das Hallenmikrofon dem Geburtstagskind alles Gute – begleitet von viel Applaus.

„Es war gar kein Thema für mich, zum Pokalspiel auszusetzen. Ich möchte unbedingt mit Melsungen wieder nach Hamburg“, sagt Rudolph. Da sie seit 2011 Mitglied im Fanclub Bartenwetzer ist, war sie schon bei einem Final Four in der Barclaycard-Arena dabei. Sie weiß, was in Hamburg auf den Rängen los ist.

MT-Trommlerin fieberte schon 1996 beim Finaltunier mit 

Manuela Dietrich von den MT-Trommlern wird Melsungen nun zum vierten Mal nach Hamburg zum Final Four begleiten.

Noch mehr zu erzählen hat Manuela Dietrich von den MT-Trommlern. Sie fieberte auf der Tribüne mit, als Melsungen das erste Mal beim Finalturnier vertreten – als Zweitligist im Jahr 1996. Damals wurde noch in der Alsterdorfer Sporthalle gespielt. „Jedes Mal war anders. Das muss jeder Handball-Fan mal selbst erlebt haben“, betont Dietrich.

Zum Weg nach Hamburg gehört aber immer auch ein Viertelfinale – und das will keiner gern verlieren. Schon gar kein Fuchs – die Berliner gewannen den Wettbewerb bereits 2014. Sie treten so auf, wie es sich für ein K.o.-Spiel gehört – zu allem bereit, zu allem entschlossen. 

Nach der Pause kommt die erhoffte Leistungssteigerung bei der MT Melsungen 

Bei Melsungen fehlt es an Überzeugung. „Wenn die Mannschaft so weitermacht, dann wird das heute nichts“, stellt Manuela Dietrich enttäuscht fest, „es mangelt am nötigen Spielfluss.“ Auch wenn es die 46-Jährige nicht ausspricht, ist klar, was sie denkt: Es muss eine Leistungssteigerung der MT her. Und die kommt nach der Pause.

Uschi Rudolph hält es nach dem 26:23 von Julius Kühn und dem 27:23 von Kai Häfner nicht mehr auf ihrem Sitz in Reihe vier – nur zur Erinnerung: Es ist immer noch ihr 80. Geburtstag. Sie hat vor dem Spiel einen 30:29-Sieg getippt. Den gibt es nicht. Aber dennoch strahlt sie bis über beide Ohren. „Der perfekte Abschluss meines Geburtstags“, jubelt Rudolph. Und am Freitag darf sie wieder feiern: Dann wird die Party zum 80. nachgeholt.

Welch ein Kraftakt und welch eine Leistungssteigerung. Die Handballer der MT Melsungen haben es geschafft - sie fahren kommenden April zum Final Four nach Hamburg.

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