Enttäuschender Auftritt des Handball-Bundesligisten

MT Melsungen blamiert sich gegen Abstiegskandidat Hüttenberg

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Kassel. Spiel eins nach Michael Roth - und gleich eine Blamage: Unter ihrem neuen Trainer Heiko Grimm hat die MT Melsungen am Sonntagnachmittag gegen den TV Hüttenberg 26:28 (11:11) verloren.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 18.57 Uhr - 4027 Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle sahen einen enttäuschenden Auftritt des heimischen Handball-Bundesligisten.

Die MT-Profis taten sich schwer gegen den Abstiegskandidaten. In der Deckung fehlte die Feinabstimmung, und vorn fanden sie gegen die Hüttenberger 3:2:1-Deckung nur selten eine spielerische Lösung. Die Gastgeber rannten fast über die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher. Grimm legte einen satten Fehlstart als MT-Trainer hin.

MT findet nie zu ihrem Spiel

Fabian Schomburg war eigentlich schon auf dem Weg Richtung Mannschaftskabine. Doch der aus Ahnatal stammende Torwart des TV Hüttenberg drehte noch mal um: „Ich will noch ein bisschen feiern.“ Ausgerechnet ein waschechter Nordhesse trug maßgeblich dazu bei, dass sein Ex-Klub MT Melsungen einen ganz, ganz bitteren Nachmittag erlebte und in der Kasseler Rothenbach-Halle eine vollkommen unerwartete Heimpleite bezog.

„Das ist schon heute etwas ganz Besonderes für mich. Hier habe ich einst mein erstes Bundesligaspiel gemacht“, erklärte Schomburg, „froh bin ich natürlich darüber, dass ich in der Schlussphase noch drei wichtige Bälle pariert habe.“ Unter den Augen seiner Eltern und einiger Freunde parierte der 27-Jährige unter anderem gegen Johannes Golla glänzend (55.). Auch Julius Kühn (57.) und Tobias Reichmann (58.) konnten den Schlussmann nicht überwinden.

Während Schomburg noch einmal auf das Feld zurückehrte, um die Ovationen der 80 mitgereisten Fans entgegenzunehmen, verließen einige MT-Profis arg gefrustet das Parkett. „Die Leistung hat nicht das widergespiegelt, was wir im Training in dieser Woche geleistet haben“, stellten Kühn und Torwart Johan Sjöstrand ernüchtert fest.

Die MT schaffte es während der gesamten 60 Minuten nicht, Sicherheit in ihr Spiel zu bekommen. Andererseits zeigte sich der krasse Außenseiter aus Mittelhessen auch sehr leidenschaftlich. „Es gab keinen besseren Zeitpunkt, um gegen Melsungen zu spielen“, sagte TVH-Coach Emir Kurtagic. Das hatte er seiner Mannschaft vor dem Spiel noch einmal klargemacht – und die Hüttenberger nutzten die Gunst der Stunde. „Wir haben eine unfassbare Abwehr gespielt“, lobte Schomburg seine Vorderleute.

So taten sich die Gastgeber unglaublich schwer, Lücken in die offensive Deckung des Abstiegskandidaten zu reißen. Nur äußerst selten blitzte mal das Können auf. In der 22. und 23. Minute kam Melsungen mal mit Schwung und stellte durch Michael Müller und Kühn auf 9:7. Doch das war es auch schon mit der MT-Herrlichkeit. Die beiden etatmäßigen Spielmacher Lasse Mikkelsen und Timm Schneider blieben harmlos.

Auch die Abwehr fand nie zur erhofften Stabilität. In Abwesenheit des verletzten Finn Lemke, der zur moralischen Unterstützung diesmal auf der Ersatzbank saß und den neuen Coach Heiko Grimm unterstützte, agierte die Verteidigung viel zu passiv. Vor allem der erfahrene Regisseur Tomas Sklenak, der 2004 fast mal bei der MT gelandet wäre, und der Halbrechte Ragnar Johannsson narrten ein ums andere Mal die MT-Hintermannschaft.

Zehn Minuten vor Ende schien noch einmal ein Ruck durch das Melsunger Team zu gehen. Reichmann und der immerhin sechsmal erfolgreiche Michael Allendorf glichen zum 22:22 aus. Allerdings nahm danach endgültig das Unheil seinen Lauf. Kapitän Müller sah nach rüdem Foul gegen Sklenak die Rote Karte (53.), mit dem 27:24 durch Dominik Mappes (58.) war die Begegnung praktisch entschieden – und die Party der Gäste eröffnet.

MT Melsungen blamiert sich gegen Hüttenberg

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 © Fischer/HNA
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