Morgen gegen Flensburg

Immerhin ein Lob vom Gegner: MT Melsungen bringt THW Kiel zumindest etwas ins Grübeln

Zwei deutsche Nationalspieler im Duell: Melsungens Kai Häfner (rechts) versucht Patrick Wiencek zu überlisten.
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Zwei deutsche Nationalspieler im Duell: Melsungens Kai Häfner (rechts) versucht Patrick Wiencek zu überlisten.

Was bleibt vom Heimspiel gegen den THW Kiel in Erinnerung? Wir blicken zurück auf den Auftritt der MT Melsungen in der Handball-Bundesliga.

Kassel – Weitere Punkte? Gab es nicht. Den Favoriten geärgert? Hat geklappt. Der Auftritt der MT Melsungen im Heimspiel der Handball-Bundesliga gegen Champions-League-Sieger THW Kiel gehörte eindeutig zu den besseren in dieser Saison – trotz der letztlich klaren 26:32 (12:15)-Niederlage.

„Ich bin heute mit vielen Dingen in unserem Spiel zufrieden“, resümierte Trainer Gudmundur Gudmundsson, „wir haben gegen die bessere Mannschaft verloren.“ Zumindest bis Anfang des zweiten Durchgangs war die MT auf Schlagdistanz – dann setzte sich der deutsche Rekordmeister allerdings noch souverän durch.

Das bleibt vom Abend in der Rothenbach-Halle in Erinnerung.

Die Leidenschaft: Also dafür, dass für die Spieler der beiden Teams nun die entscheidende Phase dieser Serie beginnt, nahmen sie wenig Rücksicht auf den eigenen Körper. Leidenschaft wurde großgeschrieben. Bei der MT freute sich Kapitän Finn Lemke insbesondere über die hohe Einsatz- und Laufbereitschaft in der Defensive. „Mir hat’s großen Spaß gemacht. Wir standen viel kompakter in der Deckung und konnten damit auch unseren Torhütern mehr helfen als in den letzten Spielen.“

MT stimmt Fans mit „Kurz vor Anpfiff“ ein

Ab 12.30 Uhr informiert die MT Melsungen mit „Kurz vor Anpfiff“ ihre Fans. MT-Pressesprecher Bernd Kaiser empfängt wieder einige Interviewgäste. Den Link zum Livestream gibt es hier. Auch die Pressekonferenz nach dem Spiel wird live ausgestrahlt.

Das Lob des Gegners: Zwar waren die Melsunger letztlich ein beträchtliches Stück von einem Teilerfolg entfernt, zumindest war es ihnen aber gelungen, den prominent besetzten Kontrahenten aus der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt ein bisschen ins Grübeln zu bringen – mit der offensiven 6:0-Abwehr. „Ich bin froh über diese zwei Punkte. Die Melsunger haben es uns anfangs sehr schwer gemacht, weil sie sehr aggressiv gedeckt haben“, erklärte THW-Coach Filip Jicha. Er sah sich gezwungen, mit einem siebten Feldspieler anzugreifen – „um die Melsunger Deckung defensiver zu bekommen“. Dennoch tat sich Kiel schwer. „In der zweiten Hälfte war ich froh“, ergänzte Jicha, „dass wir den Kopf nicht verloren haben.“

Die Torwartleistung: Kiels Welthandballer Niklas Landin machte einmal mehr deutlich, dass er ein Schlussmann der Extraklasse ist. Auch Melsungens trickreicher Rechtsaußen Timo Kastening vergab die eine oder andere Gelegenheit gegen den Dänen. Allerdings brauchten sich die Melsunger Torsteher Silvio Heinevetter und Nebojsa Simic nicht zu verstecken. Mit 14 Paraden hatten sie zusammen genauso viele wie der Hüne im THW-Kasten. Schon in der ersten Minute parierte Heinevetter glänzend gegen Niclas Ekberg, und in der zweiten Hälfte wehrte Simic einen Siebenmeter des Schweden ab. „Unsere Torhüter waren gut“, befand Gudmundsson.

Liveradio und Ticker vom MT-Heimspiel

Wir bieten vom MT-Spiel gegen Flensburg ein Liveradio und einen Ticker an. Als Kommentatoren im Einsatz: Manuel Kopp und Claudia Stehr. Den Ticker betreut Frank Ziemke. Die Links gibt es hier.

Der Knackpunkt: Die Nordhessen lagen schnell 0:2 und 1:3, später dann 10:15 und 13:17 zurück. Trotzdem kämpften sie sich immer wieder heran. 16:17 stand es in Minute 36. Nach einigen, teilweise auch unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen war Kiel kurz darauf aber wieder auf 21:17 davon gezogen. „Wenn du immer wieder aufholen musst, dann kostet das viele Körner“, stellte Rückraumakteur Kai Häfner fest, der mit sieben Treffern bester Werfer der Gastgeber war. „Und wir haben gegen die aus meiner Sicht beste Mannschaft der Welt gespielt.“

Die Hoffnung: Bereits morgen steht die nächste schwierige Aufgabe für die MT an – Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt gastiert ab 13.30 Uhr in Kassel. „Ich glaube weiter daran, dass wir auch gegen eine Top-Mannschaft etwas Zählbares holen können“, sagt Häfner. Zumal Felix Danner (nach Migräne) wieder ins Team zurückkehren wird. Auch Lemke blickt positiv nach vorn: „Ich bin traurig, dass wir das Spiel gegen Kiel verloren haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir darauf aufbauen können und die nächste Partie noch besser gestalten können.“ (Björn Mahr und Manuel Kopp)

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