Handball-Bundesliga

MT Melsungen unterliegt in Wetzlar mit 25:29

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MT Melsungen im Derby gegen die HSG Wetzlar

Wetzlar. Das ist die dritte Niederlage in Folge. Mit 25:29 (13:14) musste sich die MT Melsungen im Hessenderby der Handball-Bundesliga bei der HSG Wetzlar geschlagen geben.

Absolut unnötig, weil die Nordhessen noch 25:23 führten. „Wetzlar hat verdient gewonnen“, kommentierte MT-Manager Axel Geerken enttäuscht.

4421 Zuschauer in der ausverkauften Rittal Arena, zwei Fan-Lager, die alles dafür geben, um im Duell der hessischen Rivalen noch lauter zu sein als sonst – die 20. Auflage dieses Kräftemessens hatte einmal mehr einen perfekten Derby-Rahmen.

Bis die 200 mitgereisten MT-Anhänger etwas fröhlicher dreinblicken durften, dauerte es einige Minuten. Denn in der Anfangsphase machten die Wetzlarer erst einmal deutlich, wer Herr im Haus ist: 3:1 schon nach nicht einmal 180 Sekunden. Es schien zunächst, als könnten die Nordhessen das Tempo der HSG nicht so ohne Weiteres mitgehen. Dann aber schwächten sich die Gastgeber kurz hintereinander durch Zeitstrafen gegen den Portugiesen Joao Ferraz, der sich mit Philipp Müller einige harte Zweikämpfe lieferte, und Tobias Hahn.

In Überzahl holte sich Melsungen, das in der Startbesetzung mit Timm Schneider, Philipp und Michael Müller sowie Michael Allendorf nicht weniger als vier frühere Wetzlarer aufbot, etwas mehr Sicherheit. Vor allem die Deckung stand zusehends besser. Das reichte, um den Anschluss nicht zu verlieren und wiederholt auszugleichen. Kurz vor dem Wechsel sogar die erstmalige Führung für die Nordhessen durch wen? Ja, genau: Timm Schneider, einen gebürtigen Gießener, der von 2007 für die HSG spielte, dort nie glücklich wurde und nach eigenen Angaben „gegen Wetzlar etwas mehr motiviert ist“.

Der zweite Durchgang lief ähnlich wie der erste. Die Hausherren waren in aufgeheizter Atmosphäre etwas griffiger und präsenter, während der Kontrahent doch einige gute Chancen zu viel liegen ließ. Schneider, Momir Rnic und Allendorf trafen den Pfosten, der gegnerische Linksaußen Maximilian Holst dagegen wie er wollte. Zwischenzeitlich stellte er auf 19:16 (39.).

Doch die Nordhessen schlugen aber eben auch immer wieder zurück. Schlussmann Johan Sjöstrand, der nach glücklosem Beginn vorübergehend für René Villadsen Platz gemacht hatte, parierte nun mal einen Siebenmeter von Holst (48.). Und im Angriff wandelte die MT durch Treffer von Michi Müller und Tempogegenstoß-Spezialist Johannes Sellin ein 20:22 in ein 24:22 um (51.).

In der 49. Minute gab Mittelmann Patrik Fahlgren nach achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Er führte sich mit dem Tor zum 25:23 prima ein.

Wie reagierte die Heimmannschaft? Unaufgeregt. Im Gegenteil: Mit dem abgezockten Florian Laudt als Regisseur erkämpfte sich die HSG ihrerseits eine 27:25-Führung – wenn Spannung messbar wäre, dann würde das Pendel jetzt voll ausschlagen. Allerdings agierte die MT nun nicht abgeklärt genug und teilweise kopflos. Die Folge: Nachdem Michi Müller an Torwart Nikolai Weber gescheitert war (59.), geriet der Gast auf die Verliererstraße.

MT-Manager Axel Geerken im Interview

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