Handball-Bundesligist verabschiedet Spieler

MT Melsungen: Ein stimmungsvoller Abschied für Felix Danner und Lasse Mikkelsen

Mach’s gut, Bürgermeister: von links Axel Geerken, Felix Danner und Barbara Braun-Lüdicke.
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Mach’s gut, Bürgermeister: von links Axel Geerken, Felix Danner und Barbara Braun-Lüdicke.

Einen stimmungsvollen Abschied ermöglichte die MT Melsungen ihren Spielern Felix Danner und Lasse Mikkelsen.

Nach dem Abpfiff der Partie zwischen der MT Melsungen und den Füchsen Berlin wird es in der Halle auf einmal dunkel. Einzig das aufgebaute Podest für die Verabschiedung zweier Spieler leuchtet hell. Die 1000 Zuschauer sind extra für Felix Danner und Lasse Mikkelsen in der Rothenbach-Halle geblieben. Alle haben sich von den Plätzen erhoben und schauen gespannt auf das, was emotional kaum zu toppen ist.

Lasse Mikkelsen

Der 33-Jährige hat vier Jahre lang das MT-Trikot getragen, nach der Saison geht er zurück zum dänischen Klub Skjern Handbold. Zur Verabschiedung wird er noch ein letztes Mal von Hallensprecher Bernd Kaiser aufgerufen. Noch ein letztes Mal darf der Däne unter tobendem Applaus in die Halle einlaufen. Mikkelsen stellt sich auf das Podest und klatscht mit den Fans. Er wartet gespannt auf die Worte seiner Teamkollegen, die in einem Video auf der Leinwand gezeigt werden. Finn Lemke sagt: „Lasse ist ein Spieler, der sich nie kleinkriegen lassen hat.“ Michael Allendorf hebt das eingespielte Zusammenspiel mit ihm hervor: „Ein kurzer Blick während des Spiels reicht aus. Das blinde Verständnis war immer da.“

Sagt Tschüss: Rückraumspieler Lasse Mikkelsen.

Als nach den Worten der Teamkollegen noch Jubelfotos und Spielszenen von dem Rückraumspieler gezeigt werden, ist Mikkelsen sichtbar gerührt: „Vielen Dank für die großartige Unterstützung. Ich habe mich seit dem ersten Tag wohlgefühlt.“

Die MT-Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke schließt die emotionale Verabschiedung des Dänen mit den Worten „Klasse, Lasse“ ab – und sorgt damit erneut für viel Applaus.

Felix Danner

Dann ist Danner an der Reihe: Auch er bekommt seinen großen Auftritt, bevor er nach zwölf Jahren bei der MT im Sommer zur HSG Wetzlar wechselt. Und natürlich eine Videobotschaft von seinen Mitspielern. Da sorgt Julius Kühn für den größten Lacher. „Felix ist der einzige Spieler, der dann in Wetzlar spielt und noch in Melsungen wohnt. Ich glaube, das hat damit zu tun, dass er noch seiner Tätigkeit als Bürgermeister von Melsungen nachgehen muss“, sagt Kühn in Bezug auf Danners Spitznamen.

„Als ich 2009 hier her kam, hätte ich nicht gedacht, dass ich so lange bleibe. Aber was soll man machen, wenn es ein sehr geiler Verein ist, eine geile Halle und so geile Fans da sind“, sagt Danner.

Braun-Lüdicke verdrückt die eine oder andere Träne: „Ich sage nur Danke. Schön, dass du bei uns warst. Junge, komm bald wieder.“ Etwas konkreter wird dann Manager Axel Geerken: „Jetzt trennen sich unsere Wege, aber wir haben ja schon das eine oder andere Gespräch geführt. Ich hoffe, dass wir eine gemeinsame Aufgabe für dich finden, die dich später wieder zu uns kommen lässt.“

Neben weiteren Geschenken vom Verein und den Fanklubs gab es am Ende noch eine Überraschung: Ein riesiges Banner von Danner wurde in der Halle unter einem rot-weißen Konfetti-Regen enthüllt. Es soll dort aufgehängt werden. Mit der Zeit sollen weitere Banner von verdienten Spielern – auch aus der Vergangenheit des Vereins – folgen. (Cora Zinn und Manuel Kopp)

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