Kuntscher fällt coronabedingt aus

MT Melsungen erwartet im Handball-Pokal den Bergischen HC: Alexander Peterssons Pokal-Erfahrungen

Das war nach dem Finalsieg mit den Löwen im Jahr 2018: Alexander Petersson (links) jubelt zusammen mit Torhüter Mikael Appelgren.
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Das war nach dem Finalsieg mit den Löwen im Jahr 2018: Alexander Petersson (links) jubelt zusammen mit Torhüter Mikael Appelgren.

Es ist Pokalzeit. Handball-Bundesligist MT Melsungen erwartet am Mittwoch ab 19.30 Uhr den Bergischen HC. Wir blicken auf MT-Routinier Alexander Petersson und auf den an Corona erkrankten Youngster David Kuntscher.

Kassel - Vor einer knappen Woche trugen sie dazu bei, dass die MT Melsungen in der Handball-Bundesliga 34:25 in Balingen gewann. Der 41-jährige Alexander Petersson und der 22 Jahre jüngere David Kuntscher waren im rechten Rückraum eine große Entlastung für Kapitän Kai Häfner. Nun, kurz vor dem Pokal-Achtelfinale am Mittwoch ab 19.30 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den Bergischen HC, ist die Stimmungslage bei den beiden Handballern komplett unterschiedlich.

Während sich Petersson auf die Aufgabe gegen den BHC freut, leidet Kuntscher unter einer Corona-Erkrankung. Er fällt mit leichten Symptomen vorerst aus. „Ich hoffe, dass ich schnell wieder gesund werde und keine Langzeitfolgen davon trage“, erklärte der 19-Jährige. Jetzt wird er dem Team am Mittwochabend aus der Ferne die Daumen drücken: „Wir haben als Mannschaft in Balingen gut gespielt. Schade, dass ich nicht dabei sein kann.“ Klar, ein Achtelfinale im DHB-Pokal wäre für ihn etwas Besonderes gewesen.

An Corona erkrankt: David Kuntscher.

Für Petersson ist ein Auftritt in der Runde der letzten 16 nichts Neues mehr. Im Gegenteil: Der Isländer mit lettischen Wurzeln sammelte seit seinem Start in Deutschland 2003 mehr Erfahrungen als viele andere Profis. Angefangen bei seiner Debüt-Saison, als er mit Zweitligist HSG Düsseldorf erst im Viertelfinale mit 24:30 am Rekordmeister THW Kiel gescheitert war. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich weiß noch, dass wir in Ratingen gespielt haben und ich nur einen Fehlwurf hatte“, berichtet der 41-Jährige. Der Linkshänder kam letztlich auf fünf Tore.

Zwar spielte Petersson auch mit dem TV Großwallstadt und den Füchsen Berlin im Pokal, die größten Erfolge feierte er aber mit den Rhein-Neckar Löwen. Allein fünfmal zog er mit den Mannheimern ins Final Four in Hamburg ein. Im Frühling 2018 triumphierten Petersson und die Löwen durch einen 30:26-Finalsieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf. Übrigens: Auf der Gegenseite spielten ein gewisser Kai Häfner und ein gewisser Timo Kastening. Nun möchte der 41-Jährige in seiner voraussichtlich letzten Profi-Saison noch einmal Pokal-Geschichte schreiben. „Es wäre ein Traum, wenn ich noch einmal in Hamburg dabei sein und den Titel holen könnte. Es ist alles möglich.“

Wiedersehen morgen: Alexander Petersson mit Jeffrey Boomhouwer vom Bergischen HC.

Zuerst gilt es aber, die Bergischen Löwen zu bezwingen. „Die wollen auch nach Hamburg“, warnt Petersson. Im Oktober hatten sich die Melsunger in der Liga mit 26:24 gegen den BHC behauptet. Damals war das Team von Trainer Sebastian Hinze allerdings arg dezimiert „Das zählt jetzt nicht mehr“, stellt Petersson klar.

Zuversichtlich stimmt ihm der jüngste Auftritt der MT in Balingen. „Da haben wir gesehen, wie wichtig es ist, von der ersten Minute an hellwach zu sein. So haben wir dem Kontrahenten schnell einiges von seinem Selbstvertrauen genommen“, betont der Isländer. Ein Lob sprach er auch dem Halblinken Julius Kühn aus: „Er kommt immer besser in Form.“

Gegen den Bergischen HC sind 1730 Zuschauer zugelassen. Gerade in einem engen Pokalspiel kommt dem Publikum eine wichtige Rolle zu. „Die Fans helfen uns sehr und stehen voll hinter uns. Wenn sie sehen, dass wir kämpfen, dann kommen sie auch.“ (Björn Mahr)

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