Handball-Bundesligaspiel beginnt um 16 Uhr

MT Melsungen vor einem harten Monat - Sonntag kommt Nordhorn

Der Linksaußen der MT Melsungen heißt Michael Allendorf.
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Linksaußen der MT Melsungen: Michael Allendorf.

Die nächsten Wochen haben es in sich für die Handballer der MT Melsungen. Im November stehen fünf sehr anspruchsvolle Aufgaben auf dem Programm – angefangen mit dem morgigen Bundesliga-Heimspiel ab 16 Uhr gegen die HSG Nordhorn-Lingen.

Kassel – Die nächsten Wochen haben es in sich für die Handballer der MT Melsungen. Im November stehen fünf sehr anspruchsvolle Aufgaben auf dem Programm – angefangen mit dem morgigen Bundesliga-Heimspiel ab 16 Uhr gegen die HSG Nordhorn-Lingen. „Der Monat wird eine harte Prüfung“, sagt Linksaußen Michael Allendorf, „uns erwarten ein paar geile Spiele. Schade nur, dass keine Zuschauer dabei sein werden.“

Seit dieser Woche steht fest, dass alle Bundesligisten im November ohne Fans ihre Heimspiele bestreiten müssen. „Jetzt haben wir zumindest Klarheit. Es ist leichter, als wenn du von Woche zu Woche immer neu schauen musst“, erklärt Allendorf. Dennoch warnt er in besonderem Maße vor der Partie gegen Nordhorn: „Auf dem Papier mag das Spiel einfacher sein. Aber genau darin steckt auch eine Gefahr.“ Erst vor zwei Wochen erfuhren die Melsunger leidvoll, wie schwer es selbst gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller sein kann. Das 24:24 gegen Minden schmeichelte sogar noch der MT.

„Wir brauchen die gleiche Einstellung wie im Hessenderby“, stellt Kapitän Finn Lemke klar. Beim 33:25-Erfolg in Wetzlar am vergangenen Sonntag überzeugte Melsungen erstmals in dieser Spielzeit auf ganzer Linie. „Ich warne jedoch davor, jetzt zu euphorisch zu werden“, betont Felix Danner, der dienstälteste MT-Profi. „Nordhorn hat sich weiterentwickelt und ist ein gefährlicher Gegner.“ Der bekannteste Spieler im Aufgebot der Gäste ist der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig und österreichische Handball-Star Robert Weber.

MT-Trainer: Gudmundur Gudmundsson.

Praktisch seitdem die Melsunger die Arena in Wetzlar verlassen haben schärfen sie den Fokus auf das erste Heimspiel im November. „Ich habe mir schon einige Auftritte der Nordhorner angesehen. Das Spiel müssen wir sehr gut vorbereiten“, sagt Torwart Silvio Heinevetter und gibt den Mahner.

Bei einem Sieg hätten die Nordhessen einen Platz in der engen Spitzengruppe sicher. „Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen“, stellt Trainer Gudmundur Gudmundsson klar. Ab Montag sind er als isländischer Auswahlcoach und neun seiner Spieler mit ihren jeweiligen Nationalteams unterwegs.

Nach ihrer Rückkehr eine Woche später geht es Schlag auf Schlag – zwei Topspiele innerhalb von 72 Stunden. Erst gastieren die Melsunger in Flensburg (11. November, 19 Uhr), dann empfangen sie den SC Magdeburg (14. November, 18.05 Uhr, live in der ARD). „Wir werden vor dem Gastspiel in Flensburg nur eine Übungseinheit zusammen haben, wenn die Nationalspieler wieder zurück sind“, verdeutlicht Allendorf . Während der Abwesenheit Gudmundssons werden sich seine Assistenten Arjan Haenen und Florian Sölter um den verbliebenen Teil des Teams kümmern. Im November warten mit der Partie in Hannover und dem Heimspiel gegen den Bergischen HC noch weitere schwere Prüfsteine auf die MT.

Bislang auf der linken Außenbahn erste Wahl: Melsungens Yves Kunkel.

Gudmundsson musste in dieser Woche vorübergehend auf die angeschlagenen Lemke, Kai Häfner und Domagoj Pavlovic sowie Jugend-Nationalspieler Ole Pregler (Lehrgang) verzichten. Seit Donnerstag ist der Kader komplett. Auch Allendorf, der verletzungsbedingt weite Teile der Vorbereitung verpasst hatte, ist laut dem Isländer „eine Option“. Bislang war Yves Kunkel stets erste Wahl. „Kein Spieler sitzt gern auf der Bank, aber ich habe mich auch für Yves gefreut“, ergänzt Allendorf. Der 34-Jährige wird seine Chance bekommen, denn: Der nächste Monat hat es in sich. (Björn Mahr)

Service: Liveradio und -ticker aus der Rothenbach-Halle

Vor der Länderspielpause in der kommenden Woche erwartet der Handball-Bundesligist die HSG Nordhorn-Lingen in der Kasseler Rothenbach-Halle. Morgen ab 16 Uhr geht es auf dem Messegelände los. Für den Liveticker ist Frank Ziemke zuständig, als Radio-Kommentatoren sind Maximilian Bülau und Gerald Schaumburg im Einsatz. Alles Weitere finden Sie auf www.hna.de

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