Heute Abend bei den Füchsen

Handball-Bundesligist MT Melsungen: Auf geht’s in die Berliner Woche

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Heute noch Gegner, ab nächstem Sommer bei der MT Teamkollegen: Melsungens Rechtsaußen Tobias Reichmann (rechts) mit Torwart Silvio Heinevetter. 

Erst in der Bundesliga, dann im Pokal: Die Handballer der MT Melsungen treten innerhalb von sechs Tagen zweimal gegen die Füchse Berlin an.

Die Handball-Fans des Bundesligisten MT Melsungen haben in ihrem Kalender zwei Einträge für den heutigen Donnerstag stehen. Zum einen fiebern sie dem Auftritt ihrer Mannschaft in der Max-Schmeling-Halle entgegen – die MT gastiert ab 19 Uhr (Sky) beim Tabellennachbarn Füchse Berlin. 

Zuvor wird ab 11 Uhr in der Zentrale der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in Wien die Gruppenphase im Europacup ausgelost – eine Liveübertragung gibt es auf dem Youtube-Kanal von EHF TV sowie auf der Facebook-Seite des EHF-European-Cups.

Anstehende Begegnungen

Für das Team ist allerdings nur der Einsatz am Abend wichtig. „Ich werde mich noch einmal mit dem Mannschaftsrat kurzschließen. Wenn Spieler die Auslosung verfolgen möchten, dann habe ich kein Problem damit, wenn wir erst eine halbe Stunde später um 11.30 Uhr zum üblichen Spaziergang aufbrechen“, sagt Heiko Grimm. 

Der Trainer würde gern Duellen mit einem französischen Vertreter entgehen: „Derartige Aufgaben sind immer unangenehm. Lieber wären mir Spiele gegen spanische oder dänische Klubs.“ Letztlich muss er es so nehmen, wie es kommt.

Grimms Fokus liegt zurzeit mehr auf den anstehenden Begegnungen mit den Füchsen – heute in der Liga, bereits am kommenden Dienstag ab 19 Uhr in Kassel im Pokal-Viertelfinale. „Es kommt nicht so oft vor, zweimal in so kurzer Zeit auf den gleichen Gegner zu treffen“, unterstreicht Rechtsaußen Tobias Reichmann. Vor der ersten Partie beschäftigen die Melsunger mehrere Themen.

Der Krankentransport

Nach der Rückkehr aus Griechenland meldeten sich die beiden kroatischen Nationalspieler Marino Maric und Domagoj Pavlovic erst einmal mit Magen-Darm-Problemen ab. Da leise Hoffnung besteht, dass der Kreisläufer und der Spielmacher in Berlin eingesetzt werden können, sind sie dennoch nach Berlin gereist – jedoch im Privat-PKW. „Im Bus wäre die Ansteckungsgefahr für die anderen Spieler zu groß gewesen“, erläutert Grimm.

Die Qual der Wahl

Wegen einer Bänderdehnung stand Reichmann zuletzt nicht zur Verfügung. Nun ist der Rechtsaußen wieder eine Option. Dennoch wird Dimitri Ignatow beginnen. „Es gibt keinen Grund, auf dieser Position zu wechseln“, sagt der Coach. Klar, das Eigengewächs stellte sowohl beim 30:17 gegen Göppingen als auch gegen Piräus sein großes Talent unter Beweis.

„Dimi hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobt Reichmann. Dennoch macht der 31-Jährige kein Geheimnis daraus, dass er in seiner Geburtsstadt auch gern etwas Einsatzzeit bekäme. „Die Familie wird kommen, und es ist immer schön, in der Hauptstadt zu sein“, betont Reichmann. 

Regen Austausch hatte er zuletzt mit Füchse-Torwart Silvio Heinevetter – nicht nur, weil sie für die ARD-Sendung „Frag doch mal die Maus“ zusammen vor der Kamera standen. „Wir haben über die Nationalmannschaft und über Kassel gesprochen“, erklärt Reichmann. Heinevetter wechselt im nächsten Sommer zur MT.

Das Füchse-Torwarttrio

Die Berliner haben drei Top-Schlussleute zur Verfügung – neben Heinevetter und dem Ex-Hannoveraner Martin Ziemer noch Champions-League-Gewinner Dejan Milosavljev. Der 23-Jährige schlug bei den Füchsen voll ein. Deshalb wies Grimm bei der Videoanalyse auch auf den Keeper des Kontrahenten hin – der Serbe ist mit 135 Kilogramm Körpergewicht ein echtes Kraftpaket.

Die Berliner Woche

„Berlin ist eine Mannschaft mit einem großen Namen. Ein Sieg gegen die Füchse – das wären Big-Points“, stellt Grimm klar. Das Pokal-Viertelfinale haben er und seine Spieler noch nicht im Kopf: „Wir sehen die beiden Aufgaben komplett getrennt.“ Eines ist allerdings klar: Heute wollen die Nordhessen nicht zum letzten Mal für diese Saison in Berlin zu Gast sein. Das Final Four im EHF-Cup findet im Mai auch an der Spree statt. 

Die nächsten Gegner für die MT Melsungen stehen fest: Nach dem 20:19-Sieg bei Olympiakos Piräus wissen die Handballer, auf wen sie in der Gruppenphase des EHF-Cup treffen.

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