Anwurf am Sonntag um 13.30 Uhr

MT Melsungen gastiert beim SC Magdeburg – Drei Melsunger blicken vor und zurück

MT Melsungens Jungprofi und Rückraumspieler Ole Pregler.
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Hat gute Erinnerungen an Magdeburg: Melsungens Jungprofi und Rückraumspieler Ole Pregler.

Wenn die Handballer der MT Melsungen heute Mittag in den Bus Richtung Magdeburg steigen, dann beginnt für den nordhessischen Bundesligisten ein Saison-Abschnitt, wie er schwerer kaum sein kann. Mit der Partie beim SC Magdeburg am Sonntag ab 13.30 Uhr (Sky) sowie den Heimspielen gegen den THW Kiel (Donnerstag) und die SG Flensburg-Handewitt (Sonntag, 25. April) warten die zurzeit stärksten Teams der höchsten deutschen Klasse auf die MT.

Kassel – Wenn die Handballer der MT Melsungen heute Mittag in den Bus Richtung Magdeburg steigen, dann beginnt für den nordhessischen Bundesligisten ein Saison-Abschnitt, wie er schwerer kaum sein kann. Mit der Partie beim SC Magdeburg am Sonntag ab 13.30 Uhr (Sky) sowie den Heimspielen gegen den THW Kiel (Donnerstag) und die SG Flensburg-Handewitt (Sonntag, 25. April) warten die zurzeit stärksten Teams der höchsten deutschen Klasse auf die MT. Ein Sieg aus diesen drei Spielen wäre schon ein großer Erfolg.

Die Melsunger richten ihren Fokus erst einmal nur auf die Aufgabe in der Getec-Arena. Da die Duelle gegen den SCM und dessen Erfolgscoach Bennet Wiegert zu den Schlagern einer Serie gehören, blicken wir mit drei MT-Vertretern etwas genauer auf die Begegnung.

Der Kapitän

Der Rückblick: Finn Lemke ist neben Torwart Silvio Heinevetter und Rechtsaußen Tobias Reichmann einer von drei MT-Profis, der schon in Magdeburg tätig war. Im Gegensatz zu seinen beiden Teamkollegen liegt seine Zeit in Sachsen-Anhalt noch nicht so lange zurück: Von 2015 bis 2017 stand er in Diensten des Traditionsklubs. „Es war eine sehr lehrreiche Zeit, es gab Aufs und Abs. Das Entscheidende aber ist, dass ich positiv zurückschauen kann“, erklärt Lemke. Nach seinem Wechsel aus Lemgo saß er anfangs nur auf der Tribüne. Er musste sich aus dieser Lage „herausarbeiten“, wie er selbst sagt. 2016 gewann er zusammen mit Magdeburger Leistungsträgern wie Marko Bezjak, Torwart Jannick Green, Michael Damgaard und Zeljko Musa den DHB-Pokal.

Spielführer der MT: Finn Lemke.

Der Ausblick: Lemke verfolgt die Entwicklung bei seinem alten Team mit großem Interesse: „Die Magdeburger haben es gut hinbekommen, dass ihre Mannschaft funktioniert. Die Spielidee ist auf den Kader zugeschnitten.“ Dennoch rechnet er sich mit der MT eine Chance aus. Umso mehr, als sie nach dem 35:31-Sieg gegen Essen etwas mehr verschnaufen durften als sonst. „Ich hoffe, dass wir spritzig auftreten und eine konzentrierte Leistung zeigen. Ein Erfolgserlebnis wäre für unsere Weiterentwicklung wichtig. Allerdings ist Magdeburg gut darin, Fehler des Gegners zu bestrafen.“

Der Youngster

Der Rückblick: Zwei Jahre ist es her, dass Ole Pregler mit der Melsunger B-Jugend zum Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft in Magdeburg gastierte – zwar nicht in der Getec-Arena, aber in der altehrwürdigen Hermann-Gieseler-Halle. „Da hast du schon gespürt, wie viel Tradition dort steckt“, erinnert sich Pregler. Er warf fünf Tore beim 27:25-Sieg der Nordhessen und glänzte insbesondere als Abwehrchef. Es war für ihn ein besonderes Spiel. Schon seine Mutter Kerstin spielte einst für den SCM. „Und“, so der 18-Jährige weiter, „ich kenne auch Bennet Wiegert ein bisschen.“

Der Ausblick: Pregler zeigt sich beeindruckt von den Leistungen des nächsten Gegners in dieser Spielzeit: „Magdeburg nimmt alles mit. Obwohl keine Zuschauer da sind, ist das Team sehr heimstark. Und dass Gisli Kristjansson nun verletzt ausfällt, merkt man dem Team gar nicht an.“ Ende Februar hatte der SCM auch die Partie in Kassel gewonnen: 27:24. Der junge Rückraumakteur stellt klar: „Da waren wir in den letzten zehn Minuten nicht gut, haben aber gezeigt, dass wir mithalten können.“

Der Trainer

Der Rückblick: Während seiner Zeit als Coach bei den Rhein-Neckar Löwen hatte Gudmundur Gudmundsson wiederholt das Vergnügen in der Getec-Arena. „Es waren sehr unterschiedliche Ergebnisse“, erinnert sich der Isländer. „Die letzten Duelle waren aber erfolgreich: ein Sieg, zwei Unentschieden.“

Melsunger Trainer: Gudmundur Gudmundsson.

Der Ausblick: Magdeburg sei in allen Bereichen super besetzt, betont Gudmundsson. Ein dickes Lob hat er dabei für seinen Landsmann Omar Ingi Magnusson parat: „Ich hätte nicht erwartet, dass er sich so schnell zu einem Schlüsselspieler entwickelt.“ Der 60-Jährige hat den Halbrechten im Nationalteam unter seinen Fittichen. Um etwas aus Magdeburg mitzunehmen, muss Gudmundssons Teams über 60 Minuten überzeugen: „Wir müssen diszipliniert auftreten. Der SCM bestraft jede Schwäche mit schnellen Gegenstößen.“ (Björn Mahr)

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