Anwurf am Sonntag in Nürnberg um 16 Uhr

Die Drei vom Griechen um die Ecke - MT-Handballer Häfner und Kastening treffen auf Ex-Kollege Ziemer

Ein Bild aus der Zeit in Hannover: Torwart Martin Ziemer freut sich über eine gelungene Parade.
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Ein Bild aus der Zeit in Hannover: Torwart Martin Ziemer freut sich über eine gelungene Parade. Rechts im Hintergrund: Timo Kastening.

Das dritte Saisonspiel der Melsunger Bundesliga-Handballer steht an. Am Sonntag gastieren sie beim HC Erlangen. Für die MT-Profis Kai Häfner und Timo Kastening gibt es dann ein Wiedersehen mit einem guten Freund.

Kassel – Wissen Sie, was sich Handballer Timo Kastening sehr oft bestellt hat, wenn er in Hannover zu seinem Stamm-Griechen um die Ecke gegangen ist? Geflügelgyros. Das sagt nicht der Neuzugang des Bundesligisten MT Melsungen, sondern das verrät Martin Ziemer, der neue Torwart des HC Erlangen. Dazu muss man wissen, dass die beiden bis vor gut einem Jahr noch Teamkollegen bei der TSV Hannover-Burgdorf waren. Und in ihrer Freizeit gingen die Handballer wohin? Genau, ins Aresto – manchmal auch mit Kai Häfner.

Langjähriger Weggefährte von Martin Ziemer: Melsungens Kai Häfner.

Was das mit dem nächsten Auswärtsspiel der MT am Sonntag ab 16 Uhr (Arena Nürnberger Versicherung) beim HC Erlangen zu tun hat? Eine ganze Menge. Denn für Kastening und Häfner gibt es dann ein Wiedersehen mit dem 37-jährigen Ziemer, der nach einem Gastspiel bei den Füchsen Berlin seit diesem Sommer nun in Erlangen unter Vertrag steht.

„Wir sind gute Freunde“, sagt Melsungens Halbrechter Häfner (31). Was nicht überrascht, wenn man weiß, dass er und Ziemer nicht nur fünf Jahre in Hannover auf derselben Seite gekämpft haben. Auch schon bei Balingen-Weilstetten und kurzzeitig in der deutschen Nationalmannschaft waren sie Mannschaftskameraden.

So gut wie sie sich kennen, so groß ist auch der gegenseitige Respekt. „Ich habe Kai das erste Mal gesehen, als er noch bei Göppingen war und auf Rechtsaußen eingesetzt wurde. Danach hat er körperlich sehr an sich gearbeitet und sich im mentalen Bereich gesteigert“, erinnert sich der Torwart-Oldie. „Jetzt ist Kai ein Vorbild in Sachen Einstellung und Ehrgeiz. Er ist ein super Allrounder, spielintelligent, sehr gut im Eins-gegen-Eins, und er hat einen starken Wurf.“

Kam in diesem Sommer aus Hannover zur MT: Rechtsaußen Timo Kastening.

Häfner wiederum unterstreicht die große Erfahrung des Schlussmanns: „Ziemi ist lange im Geschäft, bewegt sich unglaublich schnell, und du darfst ihn nicht ins Spiel kommen lassen.“ In den ersten beiden Partien der Erlanger bekam allerdings Klemen Ferlin mehr Spielanteile. Zusammen mit dem Slowenen trat der gebürtige Rostocker die Nachfolge von Carsten Lichtlein (nach Minden) und Nikolas Katsigiannis (Ziel unbekannt) an.

„Eine große Stärke Ziemis ist es, dass er sich förmlich in den Kopf des Gegners einbrennt“, erklärt Kastening. Der Handballer des Jahres 2019 ist dem erfahrenen Torwart für die gemeinsame Zeit besonders dankbar: „Als ich 16, 17 war, hat mich Ziemi ein bisschen an die Hand genommen.“ Soll heißen: Er hat dem Rechtsaußen mit wichtigen Tipps den Einstieg ins Profigeschäft erleichtert.

Ziemer stellt selbst aber auch klar: „Timo war schon immer sehr klar im Kopf, er weiß genau, was er will. Wenn ich ihm aber etwas geholfen habe, dann habe ich das sehr gern getan.“ Der 37-Jährige, dessen Karriere im bezahlten Handball vor fast zwei Jahrzehnten beim SC Magdeburg begann, schätzt Kastening für seinen Fleiß und die Unbekümmertheit, mit der der 25-Jährige die Aufgaben meistert: „Der Junge macht sich keinen Kopf.“

Nicht nur, aber eben auch wegen Spielern wie Häfner und Kastening weiß Ziemer, was ihn und seine Mannschaft am Sonntag erwartet. Während die Melsunger noch eine weiße Weste haben, stehen für die Erlangener bislang zwei Niederlagen zu Buche – die Spiele waren jedoch in Kiel und beim starken Bergischen HC. Am Sonntag steht somit Ziemers Heimpremiere an. Und natürlich auch das Wiedersehen mit den Jungs vom Griechen. (Björn Mahr)

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