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Jetzt geht’s ins Spiel des Jahres: MT Melsungen gastiert zum Pokal-Viertelfinale beim TBV Lemgo Lippe

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Von: Björn Mahr

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Eine Szene aus dem Vorjahresfinale: Melsungens Tobias Reichmann (links) bejubelt ein MT-Tor. Später durften allerdings die Lemgoer Jonathan Carlsbogard und Bjarki Mar Elisson feiern.
Eine Szene aus dem Vorjahresfinale: Melsungens Tobias Reichmann (links) bejubelt ein MT-Tor. Später durften allerdings die Lemgoer Jonathan Carlsbogard und Bjarki Mar Elisson feiern. © Sascha Klahn

Noch einmal fürs Final Four in Hamburg qualifizieren – darauf hoffen die Handballer des Pokal-Titelverteidigers TBV Lemgo und des Vorjahresfinalisten MT Melsungen vor dem morgigen Viertelfinale.

Kassel/Lemgo – 275 Tage ist es morgen her, dass sich die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen und des TBV Lemgo Lippe ím Pokal-Endspiel des Final Four in Hamburg gegenüberstanden. Der Ausgang ist bekannt: Melsungen verlor verdient 24:28. Jetzt treffen die beiden Mannschaften erneut in diesem Wettbewerb aufeinander – diesmal schon im Viertelfinale. Es ist der letzte Schritt nach Hamburg, wo am 23./24. April zum vorerst letzten Mal ein Pokalsieger gekürt wird. Ab 2023 wird die Endrunde in Köln ausgetragen.

Es überrascht also nicht, wenn Lemgos Trainer Florian Kehrmann das morgige Aufeinandertreffen (18.30 Uhr, Phoenix Contact Arena, Livestream des TBV bei Youtube) für sein Team zum „Spiel des Jahres“ hochstilisiert. „Es ist ein wichtiges Spiel für die MT“, erklärt sein Gegenüber Roberto Garcia Parrondo. Da er im vergangenen Juni noch nicht bei den Melsungern unter Vertrag stand, spielt für ihn das Aufeinandertreffen in der Hamburger Arena keine Rolle. bei seinen Spielern ist das etwas anders. „Natürlich schwingt das Finale aus dem letzten Jahr mit. Wir haben die Chance zur Wiedergutmachung“, sagt MT-Hüne Julius Kühn.

Wir blicken auf ein Duell, das es in sich hat:

Die Favoritenrolle

Einmal standen sich die beiden Klubs in dieser Saison bereits gegenüber: Am ersten Spieltag gab es nach dramatischer Schlussphase in Lemgo ein 26:26. Für Melsungens Torwart Nebojsa Simic ist das Duell am Sonntag ein 50:50-Spiel: „Lemgo ist der Titelverteidiger, spielt zu Hause und hat viele Zuschauer im Rücken.“ Nach der aktuellen Corona-Verordung sind bis zu 3000 Besucher in der Arena der Lipper zugelassen. „Wir gehen all-in. Es sind Emotionen und Leidenschaft gefragt“, betont Kehrmann, dessen Team in den vergangenen sechs Tagen drei Spiele zu absolvieren hatte.

Liveticker aus Lemgo

Vom Pokalspiel der Melsunger Handballer morgen ab 18.30 Uhr beim TBV Lemgo bieten wir einen Liveticker an. HNA-Redakteur Manuel Kopp meldet sich ab 18.20 Uhr aus der Phoenix Contact Arena. www.hna.de/mtm

Nach der 25:44-Heimpleite in der Liga gegen Spitzenreiter Magdeburg gab es im Europapokal bei Rikimäen Cocks in Finnland ein enttäuschendes 29:29. Rehabilitieren konnte sich der TBV mit dem 31:27 am Donnerstag in Hannover. Die hohe Belastung beim Gegner ist für MT-Rechtsaußen Timo Kastening kein Thema: „In einem K.o-Spiel werden Schmerzen ausgeblendet.“ Beim Vorjahresfinale war er vom damaligen Trainer Gudmundur Gudmundsson nicht eingesetzt worden, der Tobias Reichmann den Vorzug gegegeben hatte. Danach tröstete Kehrmann den bitterlich weinenden Kastening.

Die Schlüsselspieler

Kann Kai Häfner am Sonntag wieder spielen? Nachdem der Melsunger Kapitän wegen eines Magen-Darm-Infekts die Partie gegen den HSV Hamburg verpasst hat, hoffen die MT-Verantwortlichen, dass sich der 32 Jahre alte Nationalspieler bis zur Abreise am Sonntag um 9 Uhr erholt hat. Ebenso wichtig wie Häfner sind Kühn und Spielmacher Elvar Örn Jonsson, der in Abwesenheit des verletzten Domagoj Pavlovic im Dauereinsatz ist. Auch gegen den HSV ging der Isländer vorweg. Trotz des kräftezehrenden Auftritts blickt er optimistisch nach vorn: „Im Pokal gibst du immer alles.“ Viel Anerkennung bekam er auch von Parrondo: „Elvar ist ein Typ, der immer spielen möchte.“

Jonsson bekommt es morgen unter anderen mit einem Landsmann zu tun: Linksaußen Bjarki Mar Elisson ist eine personifizierte Tormaschine und neben den Rückraumstrategen Timo Suton und Jonathan Carlsbogard eminent wichtig für das Spiel der Gastgeber. „Der TBV hat viel individuelle Qualität“, warnt Melsungens Co-Trainer Arjan Haenen. Der frühere Lemgoer sagt: „Das Team lässt den Ball gut laufen.“ Über viel Erfahrung verfügt Abwehrrecke Gedeon Guardiola – und natürlich ist er ein Landsmann Parrondos. (Björn Mahr)

Sieger trifft auf THW Kiel

Eigentlich sollte das Pokalspiel bereits am 6. Februar stattfinden. Wegen der Coronaprobleme bei der MT wurde die Partie verlegt. Die anderen Halbfinalisten stehen bereits fest: THW Kiel, SC Magdeburg und HC Erlangen. Der Gewinner der morgigen Partie trifft am 23. April ab 13.30 Uhr in der Hamburger Barclays-Arena auf Rekordpokalsieger Kiel. 

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