Handballer nutzen Pause zum Auftanken

MT Melsungen geht gut gelaunt ins Restprogramm

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Die MT zu Gast beim Boxen: Julius Kühn (links) und Timm Schneider (rechts) hatten mit Trainer Raymund Meilinger ihren Spaß. 

Kassel. Am Sonntag hat die MT Melsungen mal wieder ein Bundesliga-Spiel. Erlangen ist zu Gast in der Rothenbach-Halle. Was haben die MT-Handballer in der Zwischenzeit gemacht?

Ja, die Handballer der MT Melsungen bestreiten mal wieder ein Bundesliga-Spiel. Am Sonntag kommt der HC Erlangen in die Rothenbach-Halle (12.30 Uhr). Zwischen der jüngsten Derby-Pleite in Wetzlar und dem kommenden Heimspiel liegen drei Wochen. Die MT-Handballer haben die Pause genutzt, um aufzutanken und vor allem die Köpfe freizubekommen.

„Die Stimmung ist jetzt viel besser. Wir lachen wieder mehr im Training“, sagt Spielmacher Timm Schneider. Mit anderen Worten: Der heimische Handball-Bundesligist geht gut gelaunt ins Restprogramm mit fünf ausstehenden Begegnungen. Und offensichtlich haben die freien Tage der MT gutgetan. Eine Bestandsaufnahme:

Das Training

In den vergangenen Wochen stand nicht nur Hallen-Training auf dem Programm. „Wir haben an unseren Defiziten gearbeitet, dazu gehörte auch die Fitness“, sagt Heiko Grimm. Also bat der Trainer seine Schützlinge zu Laufeinheiten. Einige Spieler hätten zugegeben, dass sie nicht mehr in der Lage seien, das MT-Motto zu erfüllen, nämlich 60 Minuten Vollgas zu geben. „Außerdem hilft Laufen dabei, einfach mal durchzupusten“, sagt Grimm.

Die Konditionseinheiten waren das eine. Darüber hinaus gab es viele Gespräche. „Wir haben alles auseinandergenommen“, berichtet Torjäger Julius Kühn. Mögliche Probleme seien aus dem Weg geräumt worden. Viel Neues hat der Trainer mit seinen Schützlingen nicht erarbeitet. Das wäre kontraproduktiv, erklärt Grimm: „Jetzt geht es vor allem darum, Sicherheit zu finden.“ Am Mittwochabend kann die MT im Testspiel bei Zweitligist Hildesheim direkt damit anfangen.

Die Abwechslung

Eine willkommene Abwechslung zum Lauftraining war eine Box-Einheit beim Kampf-Sport-Verein Kassel „Fight-for-Fun“ mit dessen Coach Raymund Meilinger. „Eine schöne Erfahrung. Ich habe allerdings gespürt, dass Boxen für mich nichts ist“, sagt Schneider. Für Kühn ging es um den Spaß. „Es war mal was anderes.“ Überhaupt haben die MT-Profis auch fernab des Handballs viel unternommen. Der Abstand zum Liga-Alltag habe sich positiv ausgewirkt, sagt Kühn: „Es herrscht durchgehend gute Laune. Jetzt gehen wir mit neuem Elan in die restlichen Spiele.“

Der Druck

Grimm geht davon aus, dass nach drei Niederlagen in Folge der Druck vor dem Erlangen-Spiel steigen wird. „Dessen müssen wir uns bewusst sein. Wir müssen uns bedingungslos helfen, um Selbstvertrauen zu bekommen. Und das geht am besten in der Abwehr.“ Worauf in den kommenden Tagen im Training besonders geachtet wird, dürfte damit klar sein. Grimm weilte übrigens von Mittwoch bis Sonntag in Hamburg und besuchte einen Lehrgang. Noch zwei weitere – und er darf sich EHF-Mastercoach nennen, ein zusätzlicher Abschluss zur Trainer-A-Lizenz.

Das Personal

Grimm steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Auch Philipp Müller ist nach den Herz-Rhythmus-Störungen im Wetzlar-Spiel wieder ins Training eingestiegen. Nur auf Finn Lemke muss der MT-Trainer verzichten. Der Abwehrchef trainiere zwar und mache Fortschritte, „aber ich plane nicht mit ihm“, sagt Grimm. Die Muskelverletzung im Oberschenkel sei noch nicht vollständig auskuriert.

Ungeachtet dessen gibt es gute Nachrichten für Jeffrey Boomhouwer. Der scheidende Linksaußen hat einen neuen Arbeitgeber gefunden. Ab dem Sommer wirbelt der schnelle Holländer für Erstliga-Rückkehrer Bergischer HC. „Das Gesamtpaket stimmt“, sagt Boomhouwer. Wuppertal liegt zudem nur zweieinhalb Autostunden von seiner Heimat entfernt. Ansonsten stand auch für den Niederländer intensives Training auf dem Programm. „Wir sind alle topfit“, sagt der 29-Jährige, „Ausreden gibt es jetzt nicht mehr.“

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