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MT Melsungen verliert gegen Füchse Berlin: Elvar Örn Jonsson kann sich über Comeback kaum freuen

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Von: Björn Mahr

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Aller Einsatz war vergeblich: Die Melsunger (von links) Dimitri Ignatow, Elvar Örn Jonsson sowie Co-Trainer Arjan Haenen kassierten mit ihrem Team eine Niederlage.
Aller Einsatz war vergeblich: Die Melsunger (von links) Dimitri Ignatow, Elvar Örn Jonsson sowie Co-Trainer Arjan Haenen kassierten mit ihrem Team eine Niederlage. © Andreas Fischer

Elvar Örn Jonsson gab nach langer Pause sein Comeback im Trikot des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Die Niederlage gegen die Füchse Berlin schmerzte ihn aber sehr.

Kassel - Elvar Örn Jonsson hätte eigentlich allen Grund zur Freude gehabt. Zum ersten Mal seit sechs Monaten bestritt er wieder ein Spiel für den Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Wegen einer lädierten Schulter hatte er eine lange Zwangspause einlegen müssen. Gegen die Füchse Berlin gab er sein etwas überraschendes Comeback.

„Es ist natürlich schön, wieder dabei zu sein“, sagte der Isländer. Die 29:32-Heimniederlager gegen die Hauptstädter drückte aber mächtig auf seine Stimmung: „Wir müssen lernen, ein Spiel gut zu beenden.“ Damit legte er den Finger in die Wunde. Die Melsunger haben es wie schon in Lemgo und vor allem zuletzt beim HC Erlangen nicht geschafft, eine Führung ins Ziel zu retten. Gegen Berlin reichte es vor mehr als 3500 Zuschauern nicht einmal zu einem Zähler – trotz über weite Strecken guter Leistung.

Der Knackpunkt in der Partie war eine missratene Überzahl. Als Melsungen 21:17 führte (40.), aber kein Kapital aus diesem zahlenmäßigen Vorteil schlug. „Solch eine Situation musst du besser nutzen“, ärgerte sich Jonsson. Nicht anders blickte Rückraumkollege Ivan Martinovic auf diese Schwächen: „Das trifft dich natürlich doppelt hart, wenn du dreimal den Ball hergibst.“ Die Berliner kamen dadurch bis auf zwei Treffer heran.

„Das war der Moment, wo sich das Spiel in die andere Richtung dreht“, bedauerte Youngster Dimitri Ignatow. Der Rückkehrer aus Essen war auch als Rechtsaußen ein belebendes Element im Melsunger Spiel, zeigte sich aber selbst nach der Partie sehr selbstkritisch: „Ich habe noch zwei Bälle zu wenig von Berlins Gidsel bekommen, und bei einem Wechsel habe ich auch einen Fehler gemacht.“

Auf jeden Fall trug Ignatow dazu bei, dass die Nordhessen zur Pause 15:12 führten. In der 29. Minute trieb er Füchse-Regisseur Jacob Holm schier zur Verzweiflung. Letztlich unterlief dem Dänen ein Offensivfoul. Zehn Minuten vor Ende gelang Ignatow ein weiterer Ballgewinn – damit leitete er das 25:23 von David Mandic ein. Es war allerdings das letzte Mal, dass die Hausherren mit zwei Toren Differenz führten. „Berlin war in den letzten zehn Minuten besser“, räumte MT-Sportdirektor Michael Allendorf enttäuscht ein, „wir haben uns zu viele Fehler erlaubt.“

Mit der Niederlage rutschte die MT in der Tabelle auf den zwölften Platz ab. Und es ist zu befürchten, dass das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo vor der Länderspielpause noch weiter zurückfällt. Denn am Sonntag gastieren die Nordhessen beim SC Magdeburg – und das ist immerhin der amtierende Deutsche Meister. (Björn Mahr)

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