Am Sonntag ab 16 Uhr 

MT Melsungen gegen Leipzig: Ein Duell mit Tradition

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Hier wird am Sonntag gespielt: die Arena Leipzig. 

Der Handball-Spielplan der MT Melsungen will es so, dass am Sonntag nicht nur die erste Mannschaft in Leipzig gastiert, sondern auch die A-Jugend des nordhessischen Topklubs.

Während das Männerteam um 16 Uhr in der Arena auf den SC DHfK trifft, stehen sich die Nachwuchsvertretungen der beiden Bundesligisten ab 12.30 Uhr gegenüber. Allerdings findet das Spiel der Jugend in der Sporthalle Brüderstraße statt – etwa acht Autominuten von der Arena entfernt.

Duelle zwischen Leipzig und Melsungen haben dabei durchaus Tradition. Seit dem Aufstieg des Sportclubs in die 1. Bundesliga trafen beide Klubs achtmal aufeinander: Fünf Melsunger Siegen stehen zwei Leipziger Erfolge gegenüber. Hinzu kommt eine klare 22:27-Pokal-Heimniederlage der MT im Oktober 2017.

Vor fast genau vor 25 Jahren, am 26. März 1994, war die Melsunger TG erstmals in der sächsischen Metropole zu Gast und kassierte in der 2. Bundesliga eine 16:21-Niederlage gegen Leipzig. „Es war sehr traurig, dort vor nur 300 Zuschauern zu spielen“, erinnert sich der frühere Melsunger Kapitän André Sperl. Gerade für ihn war es durchaus eine besondere Begegnung – seine Eltern stammen aus dem nahen Weißenfels, und seine Mutter Christa studierte in Leipzig.

Zur damaligen Melsunger Mannschaft gehörten auch Spieler wie Torwart Harald Birk, Torjäger Alexander Fölker, Regisseur Ralf Horstmann, Außen Dieter Eckel und Kreisläufer Sandor Balogh, der noch heute als Betreuer für die MT unterwegs ist. Der Ungar kannte die legendäre Ernst-Grube-Halle bereits aus seiner Zeit in seiner Heimat: Mit Volan Szeged gastierte er bereits dort, und auch bei der Spartakiade der befreundeten Armeen lief er in der altehrwürdigen Halle auf dem Universitätsgelände auf.

Sie waren für Melsungen und Leipzig im Einsatz 

Besonders bitter war die Rückkehr allerdings für den damaligen Melsunger Trainer Karl-Heinz Richter, der vor der Grenzöffnung eine große Nummer im Leipziger Handball war. Er war der Erste, aber nicht der Letzte, der für beide Seiten im Einsatz war. Zu Zweitliga-Zeiten spielte beispielsweise René Croy für die Melsunger. Der Rückraummann stammt aus Zwickau, war aber auch beim SC Leipzig aktiv.

Weitere Beispiele gibt es in der jüngeren Vergangenheit: die Torleute Mathias Lenz und René Villadsen sowie MT-Neuzugang Yves Kunkel. Der nächste, der für beide Seiten am Ball ist, wird Philipp Müller sein, wenn er sich im Sommer dem SC anschließt.

Zwar nie für Melsungen, aber zumindest für Vereine in Nordhessen noch heute tätig sind übrigens zwei ehemalige Leipziger: Ex-Nationalspieler Mike Fuhrig (zurzeit HSG Baunatal) und Sven Hinz (HSG Fuldatal), der vor allem bei den früheren Zweitligisten HSG Gensungen/Felsberg und HSG Niestetal/Staufenberg für Aufsehen sorgte. 

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