Melsunger Handballer bezwingen Bietigheim 31:25

DHB-Pokal: MT tut sich lange schwer

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Fair gestoppt: Julius Kühn (weißes Trikot) kann sich hier nicht gegen die Bietigheimer Jonas Link (Nummer 22) und Jan Asmuth (23) behaupten.

Wenn am Mittwoch am Rande des Handball-Supercupspiels zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt die Achtelfinal-Paarungen im DHB-Pokal gezogen werden, ist die MT Melsungen im Lostopf. 

Beim Auftaktturnier in Nieder-Roden setzten sich die Melsunger im Endspiel gegen den Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim mit 31:25 (14:14) durch. Damit steht die MT in der Runde der letzten 16, die am 1./2. Oktober ausgespielt wird.

Für uneingeschränkten Jubel war allerdings kein Anlass. In der ersten Hälfte passte einiges noch nicht im Melsunger Spiel – trotz einer schnellen 4:1-Führung. „Es lief anfangs zu gut. Wir haben den Gegner dann ein bisschen auf die leichte Schulter genommen“, stellte Trainer Heiko Grimm fest. Zwischen der zwölften und 18. Minute traf Bietigheim vier, Melsungen kein einziges Mal. Die Folge: Die MT geriet mit 6:8 ins Hintertreffen.

Im weiteren Verlauf bekam der Fünfte der Bundesliga-Vorsaison das Spiel besser in den Griff. Dennoch tat sich das Team eine Woche vor dem ersten Punktspiel (Sonntag, 25. August, 16 Uhr) in Kassel gegen die SG Flensburg-Handewitt im erweiterten Gegenstoß schwer. Die Vorentscheidung fiel Mitte des zweiten Durchgangs, als zunächst Marino Maric und Julius Kühn auf 22:17 stellten und dann Lasse Mikkelsen, Finn Lemke, Roman Sidorowicz und Timm Schneider auf 27:20 erhöhten (50.). Zumal Felix Danner und Yves Kunkel zum 29:21 nachlegten (51.). Darüber hinaus steigerte sich Schlussmann Nebojsa Simic.

Am Vortag hatte sich die MT recht souverän der Aufgabe gegen den DJK Rimpar Wölfe entledigt: 31:24 (17:10) hieß es nach 60 Minuten. „45 Minuten waren wir sehr konzentriert“, resümierte Grimm. Bis auf 26:14 setzte sich seine Mannschaft ab. Und das, obwohl der fränkische Kontrahent bei Ballbesitz fast durchweg den Torwart durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzte. In der Schlussphase ließen die Nordhessen die Zügel wieder etwas schleifen.

Im Tor stand über die komplette Spielzeit Johan Sjöstrand. Der Schwede rechtfertigte mit einer überzeugenden Leistung das Vertrauen des Trainers. Einen glänzenden Eindruck hinterließ vor allem Linksaußen Michael Allendorf. Insgesamt neun Treffer steuerte er zum Erfolg bei. Mit drei frühen Toren holte er sich die nötige Sicherheit. „Viel wichtiger war für uns aber, dass wir endlich mal die Außen freigespielt haben und uns echte Chancen erarbeitet haben“, bemerkte Allendorf erfreut. Daneben trugen sich noch Mikkelsen (6/3), Schneider (4), Dimitri Ignatow (3), Kühn (3), Maric (2), Kai Häfner (2) und Tobias Reichmann (2) in die Torschützenliste ein.

Statistik, Finale:

Melsungen - Bietigheim 31:25 (14:14)

Melsungen: Simic, Sjöstrand - Maric 6, Kühn 1, Lemke 1, Reichmann 5/1, Kunkel 5, Mikkelsen 2/1, Danner 1, Schneider 2, Allendorf, Sidorowicz 2, Häfner 2, Salger 1, Pavlovic 3 Bietigheim:Maier, Müller - Rentschler 3, Claus 1, Ohler, Kraus 4, Schäfer 5/1, Rönningen 3, Dahlhaus 1, Link 2, Asmuth 2, Döll 2, Boschen, Emanuel 1, Marcec, Fischer 1. SR: Schmack/Dinges (Stutensee/Linkenheim) - Z: 250.

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