Torwart überragt

Simic ist der gefeierte Mann: MT Melsungen gewinnt 28:23 in Gummersbach

Überragte beim Sieg gegen den VfL Gummersbach: MT-Keeper Nebosja Simic.

Ein Tor und 18/2 Paraden: Der überragende Torwart Nebojsa Simic hat die MT Melsungen endlich zum nächsten Sieg geführt.

Mit ihrem souverän herausgespielten 28:23 (14:12) beim VfL Gummersbach behaupten die Nordhessen Rang sechs in der Handball-Bundesliga. Unser Schnellcheck:

Wie war die Ausgangslage für beide Teams?

Nach acht Niederlagen in Folge hatte das 27:26 in Ludwigshafen für große Erleichterung gesorgt bei den Hausherren. Doch dieses psychologische Plus konnten sie gegen die dreimal hintereinander sieglosen Melsunger nicht nutzen. Hellwach nämlich waren vom Anpfiff weg die Nordhessen, agierten überaus konzentriert und abgeklärt – obwohl noch immer fünf Stammkräfte verletzt fehlen.

Wer stand diesmal im Kasten?

Die MT begann mit Nebojsa Simic – und das war ein Glücksgriff von Trainer Heiko Grimm. Denn der Melsunger gewann das Duell der Torhüter schon in der ersten Halbzeit um Längen. Während der Melsunger in den ersten 30 Minuten 11/1 Paraden zeigte, musste sein Gegenüber Puhle schon nach 20 Minuten beim Stand von 10:6 den Platz räumen für Carsten Lichtlein. Der allerdings gab dem VfL so viel Sicherheit, dass das Torwerfen schwerer wurde für die MT.

Wie verlief denn die Begegnung in Gummersbach?

Der Sechste aus Nordhessen dominierte den 16. zunächst klar. Die läuferisch starke, offensiv flexible 6:0-Abwehr war Chef im Ring. Gestützt auf Keeper Simic leitete sie bis zur Pause sechs Gegenstöße ein, von denen fünf zu leichten Toren führten. Und im Angriff beeindruckte vor allen Finn Lemke: Fünf Würfe, fünf Treffer war die makellose Bilanz des Kapitäns, der seine 2,10 m Länge perfekt nutzte.

Die Folge: Vom 2:2 zog die MT über 6:3 auf 8:4 und 10:6 davon. Dann erst kam ein kleiner Riss ins Spiel, begründet in Gummersbachs Torwartwechsel, einigen Ballverlusten und Spielertausch bei den Melsungen. So kamen nun Roman Sidorowicz und Michael Müller im Rückraum und Philipp Müller am Kreis für den früh angeschlagenen Felix Danner. Doch immer wieder von Trainer Grimm zu Ruhe ermahnt, ließ die MT nichts anbrennen und ging mit zwei Toren Vorsprung in die Halbzeit-Pause.

Kam der Melsunger Sieg noch einmal in Gefahr?

Nur ganz kurz. Weil der VfL furios in die zweite Halbzeit startete und beim 14:14 (33.) den Ausgleich schaffte. Doch es blieb ein Strohfeuer, denn nach dem 16:16 (36.) kam der große Auftritt der MT: 13 Minuten lang ließen Simic und seine Vorderleute kein Gegentor mehr zu und stellten mit einem 7:0-Lauf die Weichen auf Sieg. Begünstigt von einer 90 Sekunden währenden 6:4-Überzahl nach Strafen gegen den offensiv restlos abgemeldeten Rückraum-Schützen Zhukov und gegen Linksaußen Sommer. Beim 23:16 (48.) war die Partie entschieden. Auch wenn Gummwersbachs Linkshänder Martinovic insgesamt zehn Tore warf.

Es ist geschafft: Auf der Melsunger Bank jubelt Trainer Heiko Grimm mit Simon Birkefeldt (links) sowie Co-Trainer Arjan Haenen, Dimitri Ignatow und Johan Sjöstrand.

Ein souveränes Auswärtsspiel der MT also. Gibt es dennoch Wermutstropfen?

Ja, leider. Denn erneut sieht es so aus, als bekäme das Melsunger Lazarett weiteren Zuwachs. Schon nach zehn Minuten fiel Felix Danner mit einer Wirbelblockade aus, später hielt sich der treffsichere Roman Sidorowicz kurz die Schulter nach Sommers rüdem Griff in den Wurfarm. Und schließlich humpelte auch noch Finn Lemke mit Beschwerden im linken Knie vom Feld (48.). Während Danner auf der Heimreise schon wieder leidlich fit schien, muss Lemkes Knie am Freitag mit einer MRT genauer überprüft werden.

War es das in diesem Jahr jetzt für die Melsunger?

Nein, obwohl sie jetzt natürlich entspannter Weihnachten feiern können. Aber am kommenden Donnerstag steht noch das bereits ausverkaufte Heimspiel gegen die HSG Wetzlar an.

Spieltag und Tabelle der Handball-Bundesliga

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.