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Kantersieg und ein Premierentor: MT Melsungen gewinnt klar beim ASV Hamm-Westfalen

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Von: Björn Mahr

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Nur Fliegen ist schöner: Melsungens starker Agustin Casado (links) kommt gegen Hamm-Westfalens Mait Patrail zum Abschluss.
Nur Fliegen ist schöner: Melsungens starker Agustin Casado (links) kommt gegen Hamm-Westfalens Mait Patrail zum Abschluss. © Alibek Käsler

Die Handballer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen haben 28:18 beim Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen gewonnen. Dabei gelang Youngster Lasse Ohl sein erstes Bundesliga-Tor.

Kassel - Der nächste Erfolg: Handball-Bundesligist MT Melsungen hat sich mühelos der Aufgabe beim Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen entledigt und einen 28:18 (18:10)-Kantersieg in der Westpress-Arena gefeiert. Damit bestätigte das Team den Aufwärtstrend. Zuvor hatten die Melsunger schon im Pokal in Erlangen und in der Liga gegen die HSG Wetzlar gewonnen.

Vor dem Anwurf gab es bei der MT zwei Themen. Zum einen: die Rückkehr von Domagoj Pavlovic nach langer Verletzungspause. Der Kroate nahm zunächst auf der Bank Platz.

Zum anderen: die Vertragsverlängerung von Gleb Kalarash. Wie die MT gestern mitteilte, bleibt der Russe nun nicht nur bis nach Weihnachten, sondern bis zum nächsten Sommer. „Gleb hat sich als echte Verstärkung erwiesen“, erklärte Sportdirektor Michael Allendorf dazu.

Kalarash gehörte in Hamm zur Startformation. Was eigentlich keiner besonderen Erwähnung bedarf, weil der 31-Jährige der Abwehrchef der MT ist. Doch Trainer Roberto Garcia Parrondo brachte den Hünen auch in der Offensive – als zusätzlichen Kreisläufer. Denn der Spanier ließ mit sieben Akteuren angreifen.

Die Rechnung ging auf. Die ersten sechs Tore des Abends warf der Gast: zweimal Arnar Freyr Arnarsson, zweimal Agustin Casado, je einmal Aidenas Malasinskas und Youngster Julian Fuchs (6:0). Zudem war Schlussmann Nebojsa Simic von Beginn an ein fantastischer Rückhalt – von ihm gab es Parade auf Parade. Das erste Erfolgserlebnis der Hammer entsprang einem Torwarttor. Vladmir Bozic traf ins verwaiste MT-Gehäuse.

Was viel aussagt über die Probleme, die der Außenseiter im Angriff hatte. Entweder provozierten die Melsunger technische Fehler – oder Simic war zur Stelle. Selbst eine Rote Karte gegen Elvar Örn Jonsson, der Jan von Boenigk unsanft gestoppt hatte (16.), brachte die Nordhessen nicht vom Kurs ab. Im Gegenteil: Melsungen war klar besser. Casado und Andre Gomes ließen sich auch von der harten Gangart der Heimmannschaft nicht beeindrucken und erzielten in Durchgang eins je vier Tore. Zudem wurde immer wieder Arnarsson klug in Szene gesetzt. Aus einem 11:8 machte der Favorit durch Kai Häfner, Fuchs, Casado, Arnarsson und Gomes ein 16:9 (29.). Da Simic elf Bälle bis zum Wechsel parierte, betrug der Vorsprung zur Pause acht Treffer.

Schon so etwas wie eine Vorentscheidung. Auch wenn Hamms eingewechselter Tormann Felix Hertlein einige Würfe der Gäste zu Beginn von Hälfte zwei parierte. Häfner beendete die kurze Torflaute (19:10, 35.). Nur punktuell gelang es den Hausherren vor 2236 Zuschauern, die MT zu ärgern. Denn Simic trieb die Heimmannschaft phasenweise schier zur Verzweiflung. In der 45. Minute traf Kalarash vom Kreis zum 23:14.

Das reichte Parrondo, um die ersten Spieler zu schonen. Simic durfte sich den Beifall der mitgereisten Fans abholen. Auch Casado räumte seinen Platz – für Pavlovic. Und in der Schlussphase bekamen die jungen Lasse Ohl am Kreis und Florian Drosten auf Linksaußen Einsatzzeit. Das Schöne daran: Der 17-jährige Ohl markierte mit der Schlusssekunde sein erstes Bundesliga-Tor (28:18). „Jetzt muss Lasse eine Kiste Bier ausgeben“, sagte Simic schmunzelnd am Sky-Mikro.

Nun haben die Melsunger eine Woche Zeit, bis sie wieder im Einsatz sind. Am Donnerstag, 3. November, geht es gegen Gummersbach. (Björn Mahr)

Die Statistik

ASV Hamm-Westfalen - MT Melsungen 18:28 (10:18)

ASV: Hertlein (12 GT/5 P.), Bozic (16 GT/5 P., 1) - Huesmann 1, Patrail, Bratzke, Schulze 1, Pretzewofsky 1, Bornemann 2, Orlowski 1, Meschke, Dayan 2, Savvas, von Boenigk 4, Wieling 2, Bauer 1.

MT: Simic (14 GT/17 P.), Morawski (4 GT/2 P.)- Malasinskas 2, Casado 4, Ignatow, Ohl 1, Drosten, Jonsson 1, Arnarsson 4, Gomes 8, Kalarash 1, Häfner 3, Fuchs 2, Martinovic 1/1, Mandic 1, Pavlovic.

SR: Thöne/Zupanovic (Berlin) - Z: 2236

Siebenmeter: 2/0:1/1- Zeitstrafen: 8:6 Minuten - Rote Karte: Jonsson (16., grobes Foulspiel).

Spielstände: 0:6 (8.), 3:6 (13.), 6:11 (20.), 9:16 (29.), 10:18 - 10:19 (35.), 13:19 (40.), 14:23 (45.), 16:27 (59.), 18:28.

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