Handball-Bundesliga

Geburtstagskind glänzt: MT Melsungen gewinnt mit starkem Heinevetter gegen Bergischen HC

Silvio Heinevetter von der MT gegen Lukas Stutzke vom BHC
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Starker Rückhalt: Geburtstagskind Silvio Heinevetter von der MT gegen Lukas Stutzke vom BHC.

Die MT Melsungen hat es wieder spannend gemacht. Im Heimspiel gegen den Bergischen HC führte sie in der zweiten Halbzeit mit fünf Toren, dennoch fiel die Entscheidung erst in der Schlussminute.

Kassel – Ein Zaubertor von Domagoj Pavlovic machte den 26:24 (15:12)-Sieg der MT perfekt. Mit 16 Paraden hatte daran auch das glänzend aufgelegte Geburtstagskind Silvio Heinevetter im Tor einen großen Anteil.

Der MT-Kader war bis auf den verletzten Finn Lemke komplett, auch wenn es bei der Mannschaftsvorstellung Probleme gab. Bevor die letzten vier Spieler, angeführt von Timo Kastening, aufgerufen wurden, fiel der Videowürfel aus – und Hallensprecher Bernd Kaiser stellte das restliche Quartett im Schnelldurchlauf vor.

Auf dem Feld ging es dann ohne Probleme mit viel Tempo los. MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo hatte Silvio Heinevetter an seinem 37. Geburtstag im Tor den Vorzug gegeben, der gleich mal den ersten Wurf parierte. Im Rückraum begann überraschend Alexander Petersson anstelle von Kai Häfner. Neben dem Isländer waren in der Aufbaureihe Julius Kühn und Domagoj Pavlovic in der Startaufstellung, am Kreis Arnar Freyr Arnarsson und auf den Außen Kastening und Yves Kunkel.

Bei der MT übernahm zunächst Kühn Verantwortung – mit wechselndem Erfolg: Beim Stand von 6:5 hatte er zwar bereits drei Tore und einen tollen Assist auf Petersson auf dem Konto, aber auch zwei Fehlpässe. Die Gastgeber spielten im Angriff zwar mit Tempo und in der Abwehr konzentriert, schafften es allerdings nicht wegzuziehen. Und das lag an ihnen selbst, denn in der Offensive schlichen sich zu viele Fehlpässe ein. Die Gäste waren immer wieder nach Gegenstößen erfolgreich. Auffällig beim BHC war ein Ex-Melsunger: Linksaußen Jeffrey Boomhouwer erzielte beim 7:7 (15.) bereits seinen dritten Treffer.

Wie gewohnt wechselte Parrondo nach einer Viertelstunde im Rückraum durch. Andre Gomes kam für Kühn, kurz darauf Häfner für Petersson. Und die beiden brachten sich gleich mal mit jeweils einem Treffer ein – Häfner erzielte das 10:8 (20.). Die Melsunger bauten die Führung weiter aus, im Angriff nahm die Anzahl der Fehler ab. Den Löwen fiel gegen die starke 6:0-Deckung der MT nicht viel ein, wovon auch der gut aufgelegte Heinevetter profitierte – acht Paraden zeigte er in der ersten Halbzeit. Nach dem 15:10 von Gomes (29.) lag die MT erstmals mit fünf Toren vorn. Allerdings verkürzten die Gäste per Siebenmeter von Linus Arnesson mit der Pausensirene zum 12:15.

Grund zur Freude: Melsungens Alexander Petersson bejubelt mit der Faust einen seiner Treffer.

Obwohl die Melsunger in den ersten acht Minuten des zweiten Durchgangs ohne Gegentor blieben, verpassten sie es, jetzt deutlich wegzuziehen. Nach dem 17:12 (34.) durch Petersson waren die Gäste nach dem 17:19 von Arnesson (44.) wieder dran. Und auf einmal war Melsungen in doppelter Unterzahl – kurz nacheinander mussten Arnarsson und Michael Allendorf runter. Aber die MT kämpfte, überstand diese schwierige Phase – auch dank Häfners 20:17 (45.).

Mit schönen Einzelleistungen brachten Häfner und Marino Maric die Gastgeber wieder mit vier Toren nach vorn – 24:20 (54.). Immer wieder zeigte Heinevetter wichtige Paraden. Und die Gäste? Die blieben trotz ihres schmalen 13-Mann-Kaders dran: David Schmidt verkürzte auf 24:25 (59.). In der hektischen Schlussminute erzielte Pavlovic den Siegtreffer – mit einem spektakulären Rückhandwurf zum 26:24-Endstand. „Wir hatten wieder so eine Führung von fünf Toren, da müssen wir es besser machen. Es war wieder knapp“, sagte Maric.

Jetzt haben die Melsunger bis zum 31. Oktober keinen Einsatz. Dann gastieren sie beim HSV Hamburg. Allerdings blicken die Nordhessen heute nach Köln, wo ab 11 Uhr (live Youtube, Facebook) in der Geschäftsstelle der Bundesliga das Pokalachtelfinale ausgelost wird. (Manuel Kopp und Björn Mahr)

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