„Wir müssen das einfach runterspielen“

MT Melsungen hadert nach 26:26 in Göppingen mit der Leistung kurz vor Schluss

Harter Einsatz am Kreis: Die Melsunger Kai Häfner, Mitte, und Tobias Reichmann stemmen sich den Göppingern Tim Kneule und Marcel Schiller entgegen.
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Harter Einsatz am Kreis: Die Melsunger Kai Häfner, Mitte, und Tobias Reichmann stemmen sich den Göppingern Tim Kneule und Marcel Schiller entgegen.

Erst weit nach Mitternacht waren sie wieder zu Hause, die Melsunger Handballer. Domagoj Pavlovic, der Spielmacher des heimischen Bundesligisten, lag um kurz nach 2 Uhr im Bett. Um halb sieben war er aber schon wieder wach. Was nicht nur mit seiner Tochter Aria zu tun hatte. „Sie hat sich gefreut, mich zu sehen. Ich habe nach dem Spiel aber einfach schlecht geschlafen“, sagt der Kroate.

Das 26:26-Unentschieden und ein unnötiger Punktverlust bei Frisch Auf Göppingen spukte nicht nur in seinem Kopf. Knapp zwei Minuten vor Ende führten die Nordhessen 26:24, hatten sich zuvor aus einer schwierigen Phase befreit – dann warfen die Gäste aber den Vorsprung leichtfertig weg. „Wir sind 59 Minuten die bessere Mannschaft und hatten lange ein gutes Gefühl. Das darf uns nicht passieren“, stellte Pavlovic enttäuscht fest.

Zumal es die Göppinger der MT noch leichter gemacht hatten: Eineinhalb Minuten vor Schluss verlor FAG-Regisseur Tim Kneule bei seinem Vorstoß die Bodenhaftung – technischer Fehler. Allerdings vertändelte danach auf der Gegenseite auch Andre Gomes den Ball. Nach dem Marcel Schiller auf 25:26 verkürzt hatte, suchte Timo Kastening gegen die offene Deckung der Göppinger selbst den Abschluss, anstatt Linksaußen Michael Allendorf einzusetzen. Kurz darauf glich Jon Lindencrone aus.

„Ich bin nicht sehr glücklich über unsere letzten zwei Angriffe. Wir haben uns über fast das gesamte Spiel einen Vorsprung erkämpft und wollten unbedingt gewinnen. Und dann geben wir doch noch einen Punkt ab”, bilanzierte MT-Coach Roberto Garcia Parrondo.

Kapitän Kai Häfner ergänzte: „Wir müssen das am Ende einfach runterspielen.“ Der Halbrechte sagte aber auch: „Wir hätten uns schon in der ersten Hälfte mehr absetzen müssen, damit es erst gar nicht so weit kommt.“ Umso mehr, als die Abwehr und insbesondere Torwart Nebojsa Simic einen starken Job gemacht hatten.

Jetzt geht es für die MT am Donnerstag mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC weiter. Pavlovic lud gestern Nachmittag seinen Akku auf. Aufgrund der kurzen Nacht legte er ein paar Stunden die Beine hoch. (Björn Mahr)

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