MT-Profi vom Fachmagazin Handball-Woche ausgezeichnet

MT Melsungen: Kai Häfner ist bester Halbrechter der Bundesliga

Melsungens Kai Häfner im Oberkörper-Porträt. Er hat den Handball mit der linken Hand geworfen.
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Den Ball fest im Visier: Melsungens Kai Häfner.

Kai Häfner vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen ist nun auf eine besondere Weise vom Fachmagazin Handball-Woche gewürdigt worden. Wir erzählen die Geschichte dazu.

Das erste Jahr beim neuen Verein ist nie leicht. Handball-Profi Kai Häfner hat es geschafft, dass es zumindest leicht aussieht. Nach seinem Wechsel im Sommer 2019 von der TSV Hannover-Burgdorf zum Bundesliga-Konkurrenten MT Melsungen avancierte er sofort zum Leistungsträger.

Gewürdigt wurden seine teilweise beeindruckenden Vorstellungen in der vergangenen Spielzeit nun vom Fachmagazin Handball-Woche. Denn Häfner wurde zum besten Bundesliga-Spieler im rechten Rückraum gekürt – vor dem Berliner Nationalmannschaftskollegen Fabian Wiede, der im Vorjahr noch den ersten Rang belegt hatte.

„Es ist schön, wenn Andere deine Leistung anerkennen. Ich bin aber nicht der Typ, der sich darauf etwas einbildet“, sagt der 31-Jährige, „lieber wäre ich mit unserer Mannschaft ein paar Plätze weiter oben gelandet.“ Die MT belegte in der wegen Corona abgebrochenen Saison den siebten Platz.

125 Tore in 25 Begegnungen erzielte Häfner in seiner ersten Bundesliga-Serie für die Nordhessen - das ergibt einen Schnitt von fünf Treffern pro Partie. In die Bewertung des Magazins flossen aber auch die überzeugenden Auftritte des Linkshänders im Nationaltrikot mit ein. Der gebürtige Schwabe war ein Eckpfeiler im deutschen Team, das im Januar den fünften EM-Rang erreichte.

So verbesserte sich Häfner im Klassement der Handball Woche von Position vier auf eins und überflügelte nicht nur Wiede, sondern auch Leipzigs Franz Semper und Kiels Routinier Steffen Weinhold. „Kai hat ein super Spielverständnis“, lobt Melsungens Trainer Gudmundur Gudmundsson seinen erfahrenen Halbrechten, der sich nicht nur im Angriff konsequent an die taktische Marschroute hält, sondern auch als versierter Abwehrspieler auffällt. „Er hat sich immer weiter gesteigert“, fügt der Isländer hinzu.

Bei der MT gehört Häfner auch ohne Kapitänsamt zu den Führungsspielern. „Ich möchte in der kommenden Runde noch mehr Verantwortung übernehmen“, betont der Ex-Hannoveraner. Schon am kommenden Sonntag kann er damit beginnen, wenn die Melsunger in der Qualifikation zur European League bei Bjerringbro-Silkeborg antreten müssen.

(Von Björn Mahr)

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