Noch nicht alles Gold, was glänzt

MT Melsungen: Handball-Bundesligist am Sonntag in Nordhorn - Vorbereitungen laufen

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Freie Bahn: Marino Maric hofft, dass die MT am Sonntag nachlegen kann. Links im Hintergrund zu sehen ist Felix Danner. 

Handball-Bundesligist MT Melsungen steckt mitten in der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am Sonntag gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Ein Stimmungsbericht. 

Kassel - Schon direkt nach dem Heimsieg gegen den SC Magdeburg waren die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen nicht in Euphorie verfallen. Und mit Beginn dieser Trainings- und Wettkampfwoche betrachteten die MT-Profis noch nüchterner ihre Situation. 

„Wir haben als Mannschaft mit dem Erfolg etwas Druck herausgenommen. Aber wir wissen eben auch, dass noch nicht alles Gold war, was glänzte“, sagt der erfahrene Linksaußen Michael Allendorf. Und der kroatische Kreisläufer Marino Maric betont: „Die Stimmung ist wieder besser. Doch wenn wir von einer Top-4-Platzierung reden wollen, dann müssen wir sofort nachlegen.“

Am Sonntag ab 16 Uhr gastieren die Melsunger bei der HSG Nordhorn-Lingen. Bei einem Aufsteiger. Oder besser: Wieder bei einem Aufsteiger. Vor zwei Wochen blamierten sich die Nordhessen beim Rückkehrer HBW Balingen-Weilstetten bis auf die Knochen. Das desaströse Auftreten auf der Schwäbischen Alb werden die meisten Melsunger Fans noch nicht vergessen haben.

Michael Allendorf (MT-Linksaußen).

Die MT-Spieler wissen um die Bedeutung der Partie. „Wenn wir gewinnen, ist alles normal. Wenn wir verlieren, haben wir wieder ein Riesenthema“, sagt Allendorf. Um es deutlich zu machen: Die Melsunger träfen sich tags darauf nicht zum Training, sondern zu einer weiteren Krisensitzung. Die Kritik an Trainer Heiko Grimm würde sofort wieder erheblich an Schärfe zunehmen. Umso mehr, weil die Sorge wachsen dürfte, dass die MT die anstehenden Topspiele nicht mit Bravour meistern wird. Innerhalb von zehn Tagen warten drei Kracher auf die MT: Nach dem Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen (Donnerstag, 26. September) geht es kurz darauf im Pokal-Achtelfinale zum SC DHfK Leipzig (1. Oktober). Am Sonntag, 6. Oktober, haben die Melsunger dann den aktuellen Tabellenführer TSV Hannover-Burgdorf in der Kasseler Rothenbach-Halle zu Gast. So weit mag Axel Geerken nicht blicken: „Unser Fokus liegt nur auf Nordhorn.“

Der Manager hatte sich am Tag nach dem Erfolg gegen den Gast aus Sachsen-Anhalt am Rande des obligatorischen Regenerationstrainings vor der versammelten Mannschaft zum Auftritt geäußert. „Wir haben gegen Magdeburg nichts anderes gespielt als gegen Balingen, nur die Intensität war eine andere“, lautete eine Erkenntnis Geerkens. „Wir brauchen in Nordhorn die gleiche Bereitschaft.“ Die Nordhessen wollen sich nicht davon beirren lassen, dass der Aufsteiger aus der Grafschaft Bentheim punktlos auf dem letzten Rang liegt.

„Wir können auf dem Magdeburg-Spiel aufbauen“, sagt Kreisläufer Felix Danner und macht den Seinen Mut. Zumindest wissen er und Michael Allendorf, wie sich Siege in Nordhorn anfühlen. Im Dezember 2010 gewann die MT mit dem damaligen Trainer Michael Roth im Pokal-Achtelfinale 26:22 im Nordhorner Euregium. Der Erfolg war insofern besonders, als die Melsunger bis dahin in allen acht Duellen ausnahmslos Niederlagen gegen die Niedersachsen kassiert hatten.

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