24:32

Einsatz stimmt, Ergebnis nicht: MT Melsungen verliert deutlich in Magdeburg

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MT-Kreisläufer Felix Danner erzielte drei Tore gegen den SC Magdeburg.

Das erste Spiel nach sechswöchiger Pause brachte der MT Melsungen eine Niederlage ein. Auch wegen fehlender Abgezocktheit gab es beim SC Magdeburg eine deutliche 24:32 (14:15)-Abfuhr.

In der letzten Spielminute musste Handball-Bundesligist MT Melsungen noch zwei Gegentreffer von Lukas Mertens hinnehmen. Der junge Linksaußen des SC Magdeburg gab nach langer Verletzungspause sein Comeback und sorgte dafür, dass der gastgebende Handball-Bundesligist noch einen deutlichen 32:24 (15:14)-Sieg über die Nordhessen feierte – für die Sachsen-Anhaltiner der passende Abschluss zum Restrundenstart.

Allerdings war die MT nicht acht Tore schlechter als der SCM. Nur wegen fehlender Abgezocktheit geriet der Gast so arg ins Hintertreffen. „Wir haben in der ersten Hälfte den nötigen Willen gezeigt. Für ein besseres Ergebnis hätte es aber fast optimal laufen müssen“, resümierte Trainer Heiko Grimm. Aber es lief nicht optimal. 

Denn die Melsunger mussten nach sechswöchiger Wettkampfpause kurzfristig einen weiteren schmerzhaften Ausfall verkraften. Finn Lemke, ein Ex-Magdeburger, fiel wegen Schulterbeschwerden aus, der Kapitän drückte seiner Mannschaft aber von der Tribüne aus die Daumen. „Ein, zwei Wochen wird Finn pausieren“, erklärte Co-Trainer Arjan Haenen. Zur Partie in Göppingen könnte der Hüne wieder an Bord sein.

So führte Rechtsaußen Tobias Reichmann als Lemke-Vertreter diesmal das Melsunger Rumpfteam vor 6600 Zuschauern in der ausverkauften Getec-Arena auf das Feld. In der Abwehr übernahmen Philipp Müller und Felix Danner die Arbeit im Mittelblock. Aber erst nach schnellem 0:3-Rückstand (3.) bekamen die Gäste mehr Zugriff auf das Spiel. Pass Michael Müller, Abschluss Danner – nur noch 3:4 (6.). Und weil die Melsunger die Aufgabe recht unaufgeregt angingen und Lasse Mikkelsen mit Roman Sidorowicz gut harmonierte, führte das Team von Trainer Grimm nach zwölf Minuten dann 7:6. Ärgerlich, dass Reichmann einen Siebenmeter zum möglichen 8:6 gegen den dänischen Weltmeister-Torwart Jannick Green vergab (13.).

„Es haben ein paar Prozent bei uns gefehlt“, bedauerte der starke Mikkelsen. Wenn die MT in dieser Phase etwas cleverer agiert hätte, wäre ein kleiner Vorsprung möglich gewesen. Stattdessen traf aber Nationalspieler Matthias Musche auf der Gegenseite zum 10:8 (19.). So entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich beide Teams bisweilen noch schwer taten. Beim SCM traf vor allem Michael Damgaard fast wie er wollte – praktisch das Pendant zu seinem starken dänischen Landsmann Mikkelsen auf Melsunger Seite. „Wir hätten zur Pause führen müssen“, befand MT-Manager Axel Geerken. Tatsächlich wäre ein Remis möglich gewesen – dafür aber vergab der Gast zu viele freie Würfe.

Der Beginn der zweiten Hälfte wies deutliche Parallelen zum ersten Durchgang auf, denn die MT war erneut nicht auf der Höhe des Geschehens. Reichmann machte in einigen Situationen einen unglücklichen Eindruck. „Wir hätten den Druck gern länger aufrechterhalten“, sagte Grimm. An einem sehr guten Tag hätte Melsungen den SCM mehr in die Bredouille bringen können. Einen solchen Tag erwischte das Team aber nicht: zu viele unnötige Aussetzer hatte die MT, nicht clever und diszipliniert genug war die Truppe. Auch die Leistung der beiden Torleute Nebojsa Simic und Johan Sjöstrand war nur durchschnittlich – 16:22 (44.).

Grimm nahm früh die zweite und die dritte Auszeit – doch es gelang der MT nicht mehr, unter den Augen der 50 mitgereisten Anhänger den nötigen Schwung aufzunehmen. Der lange verletzt fehlende Timm Schneider entlastete zumindest Danner am Kreis. Die Deckung des SCM aber ließ sich immer weniger überlisten. Die Außen Yves Kunkel, Dimitri Ignatow und Fin Backs kamen auch selten in Wurfpositionen. So war nach dem 26:19 des Top-Torjägers Musche die Begegnung praktisch entschieden. Der Linksaußen konnte vorzeitig das Feld räumen – für Mertens, den Rückkehrer.

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