MT empfängt Balingen

MT hat gegen Balingen noch eine Rechnung offen

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Erkrankter MT-Kapitän: Finn Lemke.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat die MT Melsungen Balingen-Weilstetten zu Gast (14 Uhr). Kapitän Finn Lemke und Linksaußen Michael Allendorf fallen aus.

Finn Lemke muss schon ein bisschen überlegen bei der Frage, wann er zuletzt mit seinen Kollegen trainiert hat. „Ich denke, so richtig dabei war ich vor dem Pokalspiel gegen Berlin“, sagt der Kapitän des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Das liegt bereits drei Wochen zurück. Und die Zwangspause dauert an. Lemke steht auch am Donnerstag für das letzte Heimspiel des Jahres gegen HBW Balingen-Weilstetten (14 Uhr/live bei Sky) nicht zur Verfügung.

Der Melsunger Abwehrchef hatte sich einen grippalen Infekt eingefangen. Zwar hatte er bei der Niederlage in Stuttgart Mitte des Monats einen Kurzeinsatz, danach traten die Krankheitssymptome aber erneut auf. Inzwischen spricht Lemkes Arzt von einer leichten Lungenentzündung. Seit Montag nimmt der Handballer Antibiotika.

Außerdem muss Trainer Heiko Grimm auf Michael Allendorf verzichten. Der MT-Linksaußen hat sich am Sonntag in Magdeburg eine Muskelverletzung in der Wade zugezogen. Dass die Partie in der Kasseler Rothenbach-Halle am zweiten Weihnachtsfeiertag keine gewöhnliche ist, verdeutlicht Lemke mit dieser Aussage: „Mit Balingen verbinden wir nichts Gutes.“ Was nichts mit dem Gegner, sondern nur mit den Eindrücken vom Hinspiel zu tun hat – 23:36 unterlagen die Melsunger bei den Galliern von der Alb. Der MT-Tiefpunkt schlechthin in dieser Saison. Mannschaft und Trainer sahen sich heftiger Kritik ausgesetzt.

Keine Frage, da ist noch eine Rechnung offen. „Die wollen wir begleichen“, sagt Grimm. Oder wie es Lemke ausdrückt: „Wir haben aus dem Hinspiel gegen Balingen einiges gutzumachen.“ Der 2,10 Meter große Hüne erinnert sich, dass es sich danach „kurzfristig zum Positiven entwickelt hat, langfristig fehlte uns dennoch die Stabilität“. Immerhin: Beim 25:26 in Magdeburg kam die MT ohne echte Schwächephase durch das Spiel.

Daran soll die Mannschaft anknüpfen. Grimm sah in der Getec-Arena ein Team, das füreinander gekämpft habe. „Das Miteinander hat mir gut gefallen. Da  war viel Leidenschaft. So müssen wir weitermachen“, fordert der Melsunger Trainer.

Und apropos Magdeburg: Wie berichtet, legt die MT Einspruch gegen die Wertung des Spiels ein. Aufreger ist eine Szene aus der 44. Minute. Die MT-Verantwortlichen haben sich die Videobilder mehrfach angeschaut, und es bestünde kein Zweifel, sagt Grimm: „Die Schiedsrichter haben die Aktion falsch bewertet und sanktioniert.“ Linksaußen Yves Kunkel hatte den Ball zurück ins Spiel gebracht. Nach Ansicht der Unparteiischen Ronald Immel und Christoph Klein soll Kunkel bereits gelaufen sein. Doch anstatt den Einwurf wiederholen zu lassen, bekam Magdeburg den Ball – und den Gegenzug nutzten die Gastgeber für ein Tor. Der MT-Anwalt prüft die Angelegenheit noch einmal, bis Freitag muss der Einspruch bei der Liga vorliegen.

Mit derlei juristischen Fragen beschäftigen sich die MT-Profis freilich nicht. Nun geht es darum, zwei Punkte zu holen und sich mit einer überzeugenden Leistung von den eigenen Fans zu verabschieden. Und egal, ob der Gegner Balingen oder Berlin heißt: „Spiele an den Feiertagen sind auch immer eine Frage des Willens“, sagt Grimm. Richtig ruhig und besinnlich wird es für die Handballer ohnehin nicht. Nur an Heiligabend hat die Mannschaft frei. Am Montag wurde trainiert, und auch am 25. steht eine Einheit auf dem Programm. Es gibt ja eine Rechnung zu begleichen.

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