Das könnte der MT helfen

Der Endspurt kann beginnen: MT Melsungen heute ab 19 Uhr beim SC DHfK Leipzig zu Gast

Wieder fit: Melsungens Linksaußen Yves Kunkel.
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Wieder fit: Melsungens Linksaußen Yves Kunkel.

Es ist Zeit für den Endspurt. Nach der Länderspielpause wird es für die Handballer der MT Melsungen nun in der Bundesliga wieder ernst. Allerdings hat es das letzte Teilstück in sich: noch 14 Spiele bis zum 27. Juni. Los geht es heute um 19 Uhr beim SC DHfK Leipzig.

Kassel – Es ist Zeit für den Endspurt. Nach der Länderspielpause wird es für die Handballer der MT Melsungen nun in der Bundesliga wieder ernst. Allerdings hat es das letzte Teilstück in sich: noch 14 Spiele bis zum 27. Juni. Los geht es heute um 19 Uhr beim SC DHfK Leipzig. Bereits am Samstag erwarten die Nordhessen ab 20.30 Uhr in der Rothenbach-Halle Frisch Auf Göppingen.

Dass sie nach zuletzt drei Niederlagen am Stück wieder punkten – das ist die große Hoffnung der Melsunger. Das könnte dem Team helfen:

Kunkels Rückkehr: Einen Sieg verbuchte die MT im April: 35:31 gegen Essen. Linksaußen Yves Kunkel erinnert sich trotzdem nicht so gern an den Abend. Er hatte Schmerzen im rechten Knie. Es schwoll in der Nacht sogar noch an. Wieso, weshalb, warum – Kunkel konnte sich keinen Reim darauf machen: „Im Spiel habe ich nichts gespürt.“ Bei einem MRT-Termin kam dann heraus, dass er sich das vordere Kreuzband gezerrt hatte. Der 26-Jährige musste eine zweiwöchige Pause einlegen. Kunkel ist froh, dass es nicht länger gedauert hat: „Es hätten auch vier bis sechs Wochen sein können.“ Nun kehrt er pünktlich zum Gastspiel bei seinem Ex-Klub Leipzig ins Team zurück.

Melsunger Spielmacher: Domagoj Pavlovic.

Pavlovics Förderer: Während der Zeit beim kroatischen Nationalteam war nicht nur Chefcoach Hrvoje Horvat ein wichtiger Ansprechpartner für Domagoj Pavlovic. Auch von einer Handball-Legende erhielt der MT-Spielmacher Tipps. Denn kein Geringerer als der zweimalige Welthandballer Ivano Balic unterstützte nun erstmals wieder die kroatische Auswahl. „Ivano hat Visionen und viel mit uns geredet. Er macht das gut“, sagt Pavlovic rückblickend. Der 28-Jährige weiß zwar, dass auf ihn und seine Vereinskameraden nun schwere Wochen warten, geht die Aufgaben aber positiv an: „Mein Akku ist voll.“

MT-Kreisläufer: Arnar Freyr Arnarsson.

Arnarssons Reisen: Zu beneiden war Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson in der vergangenen Woche nicht. „Wir hatten sieben Flüge in sieben Tagen quer durch Europa. Das war hart“, sagt der isländische MT-Profi. Zwar lief es mit zwei Siegen gegen Israel und einer Niederlage in Litauen nicht optimal, aber einen EM-Startplatz sicherte er sich mit der Nationalmannschaft seines Heimatlandes, bei der ebenfalls Gudmundsson sein Trainer ist. „Die nächsten Wochen werden anstrengend“, sagt Arnarsson, „wir haben dennoch nur ein Ziel: jedes Spiel gewinnen.“ Allerdings sind fünf der nächsten sechs Partien Auswärtsspiele. Das heißt: viele Busfahrten. Doch Arnarsson ist ja Reisen gewöhnt.

Melsungens Rechtsaußen: Tobias Reichmann

Reichmanns Spielpraxis: Viel spielen durfte Tobias Reichmann in diesem Jahr noch nicht. Erst verletzte er sich bei der WM im Januar in Ägypten, dann stand er klar im Schatten des starken Timo Kastening. Im abschließenden EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft gegen Estland durfte er mal eine komplette Halbzeit auf der rechten Außenbahn agieren. „Das hat natürlich mal gut getan, länger als zwei Minuten auf dem Feld zu stehen. Da konnte ich ein bisschen Selbstvertrauen mitnehmen“, sagt der Linkshänder, der insgesamt fünf Treffer zum 35:20-Kantersieg gegen Estland beisteuerte. Zwar ist Kastening bei der MT gesetzt, aber falls der Ex-Hannoveraner eine Pause benötigt, steht Reichmann als guter Ersatz bereit. Der Endspurt kann also beginnen. (Björn Mahr)

Hintergrund: Hartes Programm

Acht Spiele in 25 Tagen – die MT erwartet im Mai ein hartes Programm. „Ich freue mich darauf. Es gibt uns die Möglichkeit, aus einer nicht so guten noch eine brauchbare Saison zu machen“, sagt Rechtsaußen Timo Kastening. Der Fokus liegt erst einmal nur auf der Partie heute beim SC DHfK. „Leipzig ist heimstark. Ich erwarte ein enges Spiel“, sagt MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson. Großen Respekt haben die Nordhessen vor den Rückraumstrategen Philipp Weber und Luca Witzke. „Meine Spieler machen körperlich einen guten Eindruck. Wir werden gut vorbereitet ins Spiel gehen“, betont Gudmundsson. Gestern Nachmittag reiste die MT in Bestbesetzung in die sächsische Großstadt. 

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