Handball live bei Radio HNA

MT Melsungen ist heute zu Gast in Göppingen - Allendorf wieder dabei

Blickt seiner Rückkehr entgegen: Melsungens Linksaußen Michael Allendorf. Foto:  Fischer

Kassel. Die MT Melsungen bestreitet heute ab 20.15 Uhr ein wichtiges Spiel in Göppingen. Für Michael Allendorf ist diese Partie etwas Besonderes.

Der Linksaußen kehrt nach langer Leidenszeit zurück.

Über die Bedeutung dieses Spiels muss nicht viel diskutiert werden. Wenn die MT Melsungen am Mittwochabend bei Frisch Auf Göppingen antritt, geht es für beide Teams um die Qualifikation für den Europapokal. Der nordhessische Handball-Bundesligist will den vierten Platz festigen, die Schwaben müssen gewinnen, um den Kontakt zu den internationalen Rängen zu wahren. Für Michael Allendorf sind diese Rechenspiele erst mal zweitrangig. „Ich freue mich einfach, wieder zu spielen“, sagt Melsungens Linksaußen.

Wir berichten bei Radio HNA live und in voller Länge von der Partie.

Zwischenstände der Partie finden Sie auf www.kassel-live.de.

Denn in der Göppinger EWS-Arena endet seine Leidenszeit. Um 20.15 Uhr ist Anwurf, und es sieht gut aus, dass der 29-Jährige erstmals seit dem 27. Dezember wieder ein Handballspiel bestreitet. „Ich habe endlich keine Schmerzen mehr. Im Grunde hätte ich schon am Sonntag gegen Balingen spielen können“, sagt Allendorf. Da hat ihn Trainer Michael Roth geschont, zumal Ersatzmann Jeffrey Boomhouwer einen prima Job gemacht hat.

„Handball ist meine Leidenschaft - und die hat mir tierisch gefehlt.“

Nun feiert Allendorf gegen Göppingen seine Rückkehr. Dass diese Partie für ihn kein stinknormales Bundesligaspiel ist, liegt auf der Hand. „Handball ist meine Leidenschaft - und die hat mir tierisch gefehlt“, sagt Allendorf. In den vergangenen Wochen habe er zwar Sport getrieben, aber eben nicht unter Wettkampfbedingungen. Viel Radfahren, viel Reha, viel Fitness, aber alles ohne Ball. Allendorf sagt: „Ich bin Handballprofi und kein Radprofi.“ Immerhin: Das Strampeln durch den Kasseler Bergpark bis hinauf zum Herkules habe seiner Kondition nicht geschadet.

Trotzdem hätte der Linksaußen gern auf die Radtouren verzichtet. Doch am 30. Dezember - er weiß den Tag ganz genau - passierte das, was ihn zu allem Übel auch noch die Teilnahme an der Europameisterschaft kostete. Im rechten Oberschenkel riss die Sehne und gleichzeitig ein Muskel. Erst prognostizierten die Ärzte eine Pause von sechs Wochen, dann acht, am Ende fiel er dreieinhalb Monate aus.

Dabei stand Allendorf Ende Februar vor dem Spiel gegen Wetzlar bereits in den Startlöchern. „Alles sah gut aus. Doch im ersten Training nach dem Derby ist der Muskel wieder gerissen.“ Von da an hat er es ruhiger angehen lassen. Lieber länger pausieren, als den nächsten Rückschlag zu kassieren. Er wollte wieder ein gutes Gefühl haben. „Wenn ich mich noch mal verletzt hätte, wäre die Saison womöglich gelaufen gewesen.“

Die gute Nachricht für ihn und die MT: Sie ist es nicht. Im Gegenteil. Heute ist Allendorf direkt gefordert. Als Spitze in der 5:1-Deckung soll er mithelfen, den starken Göppinger Rückraum zu entschärfen. Und das ist dringend nötig, wenn die Melsunger Handballer ihr eigenes Vorhaben umsetzen wollen. Allendorf verrät: „Wir haben uns für den Rest der Saison vorgenommen, kein Spiel mehr zu verlieren.“ Der Linksaußen hat ein weiteres Ziel: bloß keine weitere Leidenszeit. Dann kann das Rad auch mal länger stehen bleiben.

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