Handball-Bundesligist hofft auf Maric und Pavlovic

MT Melsungen: Zwei Leidgeplagte kehren zurück

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Arbeiten an der nötigen Fitness: Marino Maric (links) und Domagoj Pavlovic (hier beim MT-Partner BLU in Guxhagen). 

Sie verletzten sich in derselben Woche schwer. Nun besteht leise Hoffnung, dass Marino Maric und Domagoj Pavlovic von der MT Melsungen zum selben Zeitpunkt wieder ins Team zurückkehren werden.

Die beiden Kroaten hoffen darauf, im wichtigen Auswärtsspiel am Karsamstag ab 20.30 Uhr in der Uni-Halle in Wuppertal gegen den gastgebenden Bergischen HC wieder im Kader zu stehen. Mehr als vier Monate mussten die beiden MT-Akteur zuschauen.

Besser stehen die Chancen auf ein Comeback bei Maric, weil der 28-Jährige nach überstandenem Bizepssehnenabriss den ersten Härtetest bereits absolvierte. Im Freundschaftsspiel bei der HSG Wetzlar spielte der Kreisläufer in beiden Hälften jeweils 15 Minuten. „Das war mehr als eigentlich geplant“, sagt Trainer Heiko Grimm hocherfreut, „Marino ist auf einem sehr guten Weg.“ Maric bekam sowohl in der Abwehr als auch im Angriff Einsatzzeiten – und erzielte drei Treffer.

„Mir fehlt natürlich noch etwas Kondition. Ich bin aber sehr glücklich, dass ich wieder gespielt habe“, erklärt der Kreisläufer, „ich habe jetzt wieder ein richtig gutes Gefühl.“ Nach zwei Mittelfußbrüchen war es Marics dritte langwierige Verletzung in seiner Karriere.

Zugezogen hatte er sich den Sehnenabriss Ende November bei der Partie in Stuttgart – nur 48 Stunden nach dem Pokal-Aus in Kiel, wo Pavlovic mit einem Knöchelbruch kurz nach Spielbeginn ausgefallen war. „In den Nächten danach habe ich schlecht geschlafen. Das war viel Stress, der Kopf war leer, auch durch die Reisen“, meint Maric rückblickend. Soll sagen: Seine Verletzung hatte auch etwas mit der immensen Belastung zu tun.

Die Reha absolvierten die beiden Südosteuropäer mehr oder weniger zur selben Zeit. „Das war gut, so konnten wir uns gegenseitig anspornen“, stellt der 26-jährige Pavlovic fest. Mittlerweile kann der Rückraumstratege wieder fast in vollem Umfang mit den Kollegen trainieren. Ständige Begleiter waren neben Grimm und Co-Trainer Arjan Haenen vor allem auch Athletik-Coach Florian Sölter und Physiotherapeutin Jenny Bajerke. „Wir haben die Belastung nun immer weiter erhöht und dann geschaut, wie sein Fuß reagiert“, erläutert Grimm. Teilweise traten danach noch Schmerzen beim Nationalspieler auf – weswegen eine Prognose für das Wochenende sehr schwer wird.

„Es geht mir viel besser. Ich möchte gern gegen den Bergischen HC dabei sein“, sagt Pavlovic selbst. Allerdings macht ein Einsatz auch nur dann Sinn, wenn er seine Dynamik wieder voll entfalten kann. Ansonsten muss er sich wohl noch bis zum Heimspiel am Samstag, 27. April, gegen GWD Minden gedulden. Zumindest kann er aber am Karsamstag seinem Landsmann Maric kräftig die Daumen drücken – dem Kollegen, mit dem er in den vergangenen vier Monaten viel Zeit fernab der Melsunger Stadtsporthalle verbracht hat.

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