Handball

MT Melsungen: Ignatow geht für zwei Jahre nach Essen

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Verabschiedet sich im Sommer für zwei Jahre von der MT: Rechtsaußen Dim itri Ignatow. Foto: Dieter Schachtschneider

Rechtsaußen Dimitri Ignatow wird die MT Melsungen im Sommer für zwei Jahre verlassen, um beim Traditionsklub Tusem Essen Spielpraxis zu sammeln.

Dass Handball-Talent Dimitri Ignatow den Bundesligisten MT Melsungen im Sommer für zunächst zwei Jahre verlassen muss, steht schon länger fest. Nun ist auch klar, wo der 21-Jährige weitere Erfahrungen sammeln wird. Rechtsaußen Ignatow verstärkt den Traditionsklub Tusem Essen. Aktuell ist der Tusem noch Zweitligist. 

Sollte die Saison nach der Corona-Krise allerdings fortgesetzt werden und Essen den zweiten Platz behalten, wäre der Altmeister zurück im Oberhaus. Danach richtet sich auch, ob Ignatow ausgeliehen oder mit einem Zweitspielrecht ausgestattet wird. Wenn Essen und Melsungen in derselben Klasse antreten, ist nur eine Leihe möglich. Anderenfalls könnte das große deutsche Talent bei Bedarf bei der MT noch aushelfen – nämlich dann, wenn Tobias Reichmann (31) oder der zum 1. Juli verpflichtete Handballer des Jahres, Hannovers Timo Kastening (24), ausfallen sollten. Im Sommer 2022 soll Ignatow zur MT zurückkehren. Er hat bereits einen Vertrag bei den Melsungern bis 30. Juni 2024. 

„Unsere Rechtsaußenposition besetzen derzeit Reichmann und Ignatow besetzt wird. Der eine ein erfahrener Nationalspieler und Europameister, der andere ein hoffnungsvolles Talent mit ersten Meriten im Juniorenbereich. Parallel ergab sich für uns die Möglichkeit, mit Timo Kastening einen der besten Rechtsaußen in Deutschland zu gewinnen. Das versetzt uns in die Lage, Dimitri per Zweitspielrecht viel mehr Spielpraxis zu ermöglichen, als er dies in der Regel neben Tobias bekommen kann”, erläuterte MT-Vorstand Axel Geerken. 

Für den Tusem spielten früher auch zwei ehemalige Melsunger: Trainer Michael Roth sowie Torwart Mario Kelentric. Auch der aktuelle MT-Torjäger Julius Kühn trug bereits das Essener Trikot. „Ich habe es Julius sofort erzählt, als mein Wechsel feststand. Er hat mir gesagt, dass es eine gute Entscheidung sei“, erklärt Ignatow. Ein paar Tipps, wo es sich in Essen gut leben lässt, gab ihm Kühn auch schon. 

Eine Wohnung hat Ignatow bei seiner Stippvisite in der Großstadt im Ruhrpott aber noch nicht gefunden. Der 21-Jährige wird seine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann, die er in Guxhagen begonnen hat, in Essen fortsetzen. Freundin Kerstin wird zunächst in Nordhessen wohnen bleiben. Die meisten Tusem-Spieler sind Ignatow unbekannt. Zumindest kennt er Eloy Morante, der ebenfalls zur kommenden Spielzeit von Bayer Dormagen nach Essen wechseln wird. Beide waren Teamkollegen in der Junioren-Nationalmannschaft. Ignatow hatte immerhin schon zum zukünftigen Tusem-Coach Jamal Naji Kontakt, als dieser noch Trainer im Verband Mittelrhein war.

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