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MT Melsungen im DHB-Pokal beim HC Erlangen: Auf ins erste Endspiel

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Von: Björn Mahr

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Der Kapitän in Aktion: Melsungens Kai Häfner (Mitte) bekommt es heute mit seinen Nationalmannschaftskollegen Tim Zechel (links) und Christoph Steinert zu tun.  
Der Kapitän in Aktion: Melsungens Kai Häfner (Mitte) bekommt es heute mit seinen Nationalmannschaftskollegen Tim Zechel (links) und Christoph Steinert zu tun.   © Alibek Käsler

Die Handballer des Bundesligisten stehen vor dem Pokalspiel heute ab 19.30 Uhr beim HC Erlangen arg unter Druck.

Kassel - In den vergangenen Tagen gab es im Lager des Handball-Bundesligisten MT Melsungen einiges zu feiern. Manager Axel Geerken wurde am Samstag 50, der polnische Torwart Adam Morawski zwei Tage später 28 Jahre alt. Zudem kehrten etliche MT-Profis mit beachtlichen Erfolgen von ihren Nationalmannschaften zurück. Noch am Sonntagabend führte Schlussmann Nebojsa Simic sein Team zu einem 36:25-Sieg in der EM-Qualifikation in Sarajevo bei Bosnien-Herzegowina.

Doch ob es eine gute Woche wird für die Melsunger – das müssen die beiden anstehenden Begegnungen zeigen. Heute ab 19.30 Uhr (kostenpflichtiger Livestream bei Sportdeutschland.tv) steht das Zweitrunden-Pokalspiel beim Liga-Konkurrenten HC Erlangen auf dem Programm. Am Sonntag ab 16.05 Uhr steigt in der Kasseler Rothenbach-Halle das Hessenderby gegen die HSG Wetzlar. Es warten auf die MT also zwei Aufgaben, in denen das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo nach einem überaus ernüchternden Saisonstart Wiedergutmachung betreiben kann. „Gegen Erlangen gibt es immer hitzige Duelle. Ich erwarte einen echten Pokalkampf“, stellt Kapitän Kai Häfner fest.

Die Bedeutung

Melsungens Sportdirektor Michael Allendorf spricht vor dem Gastspiel in Franken vom „ersten Endspiel“. Kein Wunder: Denn wenn sich die MT für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren möchte, dann dürfte ihr das nach den jüngsten Eindrücken lediglich über den DHB-Pokal gelingen. In der Bundesliga ist die Mannschaft bereits arg ins Hintertreffen geraten – trotz zuletzt überzeugender Leistungen gegen Berlin und in Magdeburg. „Bei uns stehen jetzt alle unter Druck“, betont Allendorf, „der Manager und der Sportdirektor genauso wie die Mannschaft und alle Trainer,“ Die Begegnungen der nächsten Runde werden am kommenden Freitag ab 11 Uhr ausgelost (live auf den HBL-Seiten bei Youtube und Facebook).

Melsunger Mittelmann: Elvar Örn Jonsson.
Melsunger Mittelmann: Elvar Örn Jonsson. © Andreas Fischer

Die Einstimmung

Seit Montagnachmittag bereitet sich die MT auf den Auftritt beim derzeitigen Bundesliga-Fünften Erlangen vor. Erst kurz zuvor waren die letzten Spieler von der Nationalmannschaft zurückgekehrt. „Es ist sehr kompliziert, weil die meisten Spieler noch am Sonntag im Einsatz waren“, sagt Parrondo. „Die Situation ist alles andere als optimal. Aber es betrifft nicht nur uns“, fügt Allendorf hinzu.

Schon nach der Übungseinheit gestern machten sich die Nordhessen auf den Weg ins Frankenland. „Wir wollen damit nach den vielen Reisen unserer Nationalspieler etwas Ruhe reinbringen“, erläutert der MT-Sportchef. Parrondo ergänzt: „Es ist gut, dass das Team mehr Zeit miteinander verbringt. Es gilt, den vollen Fokus für die Aufgabe zu finden.“

Die MT-Besetzung

Fest steht, dass Parrondo 16 Spieler aufbieten wird. Möglicherweise gibt Mittelmann Domagoj Pavlovic nach langer Verletzungspause sein Comeback. Es kann allerdings auch sein, dass er erst für das Derby eine Option ist. Sollte der Kroate schon einsatzbereit sein, hätten die Melsunger deutlich mehr Variationsmöglichkeiten im Rückraum. Für die MT und die halblinke Position kämen dann neben Pavlovic noch die vier Nationalspieler Andre Gomes, Aidenas Malasinskas, Agustin Casado und Elvar Örn Jonsson in Frage.

Jonsson kehrte Anfang des Monats zurück. „Ich fühle mich gut. Das Gefühl in der Schulter wird immer besser“, berichtet der Isländer.

Die Begegnung

„Es wird ein hartes Duell. Erlangen spielt einen guten, körperbetonten Handball“, warnt Jonsson. Leistungsmäßig zeigte der Trend bei der MT zuletzt nach oben. „Wenn wir das gleiche Niveau erreichen wie gegen Berlin und Magdeburg, dann haben wir eine Chance“, verdeutlicht Parrondo. „Schaffen wir es jedoch nicht, dieses Level zu erreichen, wird es sehr schwer.“ Auf geht’s ins erste Endspiel.

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