Nordhessens Handball-Bundesligist hat Simic an Bord

Reifen jetzt auch Melsunger Pokal-Träume? Am Dienstag geht es gegen Leipzig

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Zurzeit in hervorragender Verfassung: Melsungens Rückraumspieler Kai Häfner. 

Der Pokal rückt näher - der MT Melsungen fehlen noch zwei Siege. Heute geht es um 19 Uhr im Achtelfinale gegen SC DHfK Leipzig.

Noch zwei Siege bis Hamburg – den kürzesten Weg für Handball-Profiklubs zu einem Titel bietet immer noch der DHB-Pokal. 

„Es muss jedem bewusst sein, dass es ein Alles-oder-nichts-Spiel ist“, sagt Kai Häfner vor der Achtelfinal-Partie der MT Melsungen heute ab 19 Uhr beim SC DHfK Leipzig. 

Mit dem zusehends stärker werdenden Rückraumspieler hat sich die MT nicht nur viel Qualität, sondern möglicherweise auch einen Glücksbringer für den Pokal eingekauft. Häfner erreichte in den beiden vergangenen Spielzeiten mit der TSV Hannover-Burgdorf jeweils das Final Four in der Hamburger Barclaycard-Arena. Im Frühling 2017 scheiterten die Niedersachsen sogar erst im Endspiel an den Rhein-Neckar Löwen.

„Auf das Final Four hast du immer Lust“, betont der wurfgewaltige Neuzugang, der zuvor auch schon mal mit Frisch Auf Göppingen in der Runde der letzten Vier stand. Die MT schaffte es bislang dreimal nach Hamburg – im Halbfinale war jedoch jeweils Endstation. Nach den jüngsten Auftritten der Melsunger Mannschaft reifen bei den Fans Träume, dass ihr Team im Pokal-Wettbewerb mal wieder überwintert. Etwa 30 Anhänger wollen sich heute auf den Weg Richtung Arena Leipzig machen, um das Team bei der Mission Viertelfinal-Einzug lautstark zu unterstützen. Etwa 4000 Tickets setzte der Gastgeber im Vorfeld ab.

Die Melsunger Mannschaft reiste bereits am Montagnachmittag nach Sachsen. Die gute Nachricht: Trainer Heiko Grimm hatte alle Mann an Bord. Also auch Torwart Nebojsa Simic, der sich beim 31:26-Sieg am Donnerstag gegen die Rhein-Neckar Löwen am Zeigefinger verletzt hatte. Wie sich herausstellte, erlitt der Schlussmann nur eine leichte Prellung. Ansonsten hätte Johan Sjöstrand die Aufgabe übernehmen müssen.

„Wir brauchen den gleichen Teamgeist und den gleichen Willen wie gegen die Löwen“, sagt Grimm. Der Coach weiß um die Heimstärke der Leipziger. Von der Qualität der Sachsen war in der vergangenen Saison wenig zu sehen. „Vieles ist nur Kopfsache“, fügt Grimm hinzu. Er erwartet einen „unglaublich kampfstarken Gegner“. Sein Team müsse 60 Minuten voll dagegenhalten. Vor fast genau zwei Jahren scheiterte Melsungen durch eine 22:27-Heimpleite an den Sachsen.

„Leipzig wird gegen uns alles reinwerfen“, ist Yves Kunkel überzeugt. Der Linksaußen der Melsunger kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück – in der Saison 2017/18 trug der gebürtige Saarländer noch das Trikot des Sportclubs. Mit mehreren Leipzigern spielte Kunkel zusammen – von Philipp Weber über Maximilian Janke und Bastian Roscheck bis hin zu WM-Teilnehmer Franz Semper. Vor dieser Serie kamen interessante Spieler hinzu – wie der 25 Jahre alte kroatische Nationalspieler Marko Mamic (zuletzt Kielce) und Torwart-Talent Joel Birlehm (aus Lübbecke).

Ob Kunkel gegen die Ex-Kollegen in der Startformation stehen wird, entscheidet Grimm kurzfristig. Zuletzt durfte Michael Allendorf von Beginn an ran. „Wir haben noch unglaubliche viele Spiele“, sagt der Trainer, „wir müssen auf allen Positionen wechseln.“ Am kommenden Sonntag gastiert ab 16 Uhr schon die TSV Hannover-Burgdorf zum Bundesliga-Topspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle.

Weitere Achtelfinal-Spiele:Heute 19 Uhr: Berlin - Magdeburg. - Mittwoch, 19 Uhr: Rhein-Neckar Löwen - Göppingen, Lemgo Lippe - Bergischer HC. 19.15 Uhr: Hamm-Westfalen - Ludwigshafen. 20 Uhr: Wetzlar - Kiel. Donnerstag, 17 Uhr: Flensburg-Handewitt - Hannover-Burgdorf (live im Free-TV bei Sky Sport News HD).

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