Handball-Bundesliga

MT Melsungen: Verdienter Sieg gegen den Angstgegner TVB Stuttgart

MT-Trainer: Roberto Garcia Parrondo.
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MT-Trainer: Roberto Garcia Parrondo.

Drei Tage nach der schwer verdaulichen Heimpleite gegen GWD Minden hat Handball-Bundesligist MT Melsungen eine Reaktion gezeigt.

Kassel - Er hat eine Reaktion gezeigt. Drei Tage nach der schwer verdaulichen Heimpleite gegen GWD Minden hat Handball-Bundesligist MT Melsungen gegen Angstgegner TVB Stuttgart 29:23 (13:15). Aus einer kämpferisch voll überzeugenden Mannschaft ragte Torwart Silvio Heinevetter heraus. Aber auch Elvar Örn Jonsson verdiente sich im Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo ein dickes Lob. Es war der erste Erfolg gegen den TVB seit dem 21. Dezember 2017.

Der Beginn war recht vielversprechend - eine deutliche Steigerung zum Auftritt am Mittwoch. Allerdings war das auch nicht sonderlich schwer. Da hatte die MT im ersten Abschnitt nicht wirklich am Spiel teilgenommen. Jetzt führte sie nach Toren von Timo Kastening (2), Elvar Örn Jonsson und Kai Häfner schnell 4:0 (6.). Zudem zeigte Torwart Silvio Heinevetter vor 2769 Zuschauern mit einigen spektakulären Paraden seine Klasse. Immer wieder gab es „Heine, Heine“-Sprechchöre.

Der Gast aus Süddeutschland brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Dann setzte der TVB immer mehr Akzente. Und zwang die Heimmannschaft zu Fehlern, die in der Offensive ohnehin nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Das nutzten die Stuttgarter aus. So glich der starke Viggo Kristjansson zum 9:9 aus (21.). In Unterzahl wohlgemerkt.

Was eine Schwäche der MT im ersten Abschnitt offenbarte. Mit einem Mann mehr produzierte sie einige kapitale Fehler, die dann auch nicht Heinevetter alle ausbügeln konnte. Kurz vor der Pause lag Melsungen 13:15 zurück - was nach dem ordentlichen Start nicht unbedingt zu erwarten war.

Jetzt galt es aus MT-Sicht, alle Kräfte zu mobilisieren, um rasch wieder Schwung aufzunehmen. Zwar humpelte Häfner in der 32. Minute vom Feld, die Gastgeber machten aber trotzdem mehr Druck. Insbesondere Julius Kühn zeichnete sich nun aus und stellte auf 18:16. Die Melsunger hatten vier Tore in Folge erzielt.

Aber wie schon in Hälfte eins machte die MT aus dieser Führung zu wenig. Im Gegenteil: Sie lag kurz darauf wieder zurück - wegen unerklärlicher technischer Fehler (18:19). Nun war klar: Es wird ganz eng mit dem erhofften Sieg. Parrondo vertraute nun im Rückraum auf Jonsson, Domagoj Pavlovic und Andre Gomes - allesamt Rechtshänder. Häfners Part in der Deckung an der Seite von Innenblocker Gleb Kalarash übernahm Alexander Petersson.

Mit einer aggressiven Abwehr gelang es, auf 22:19 zu stellen (45.). Torschütze: Gomes. Kämpferisch war Melsungen in dieser Phase nichts vorzuwerfen. Eine ganz andere Körpersprache als noch am Mittwoch. Nicht nur Jonsson gab alles, was er hat. Kastening besorgte das 23:19 (48.). Und Heinevetter (insgesamt 20 Paraden) war weiterhin ein fantastischer Rückhalt. Als er einen Siebenmeter von Patrick Zieker (56.) entschärfte, bog Melsungen auf die Siegerstraße ein. Die letzten Zweifel beseitigte Gomes mit dem 28:23. (Björn Mahr)

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