Melsunger Handballer wünscht sich nun vor allem Ruhe

Kreuzbandriss: So geht es MT-Profi Julius Kühn nach seiner Knie-OP

+
Nach der Rückkehr aus Straubing direkt zum Melsunger Mannschaftsarzt: Julius Kühn in der Kasseler Praxis von Dr. Gerd Rauch. 

Julius Kühn ist zurück in Kassel. Am Dienstag war der Bundesliga-Profi wegen eines Kreuzbandrisses im rechten Knie in Straubing von Knie-Spezialist Dr. Jürgen Eichhorn operiert worden.

Am Mittwoch reiste der Handball-Nationalspieler von der MT Melsungen aus Straubing in die Fuldastadt. „Die Operation ist gut verlaufen, ich habe derzeit keine Schmerzen. Ab jetzt geht es hoffentlich aufwärts“, ließ der 25-Jährige über Melsungens Pressesprecher Bernd Kaiser verlauten.

Direkt nach seiner Rückkehr ging es für Kühn zu Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch, der den Heilungsverlauf beim Melsunger Torjäger in den kommenden Wochen genau beobachten wird. Der Hüne bekommt nun in den nächsten Wochen Krankengymnastik und Lymphdrainage. „Ab der fünften, sechsten Woche soll Julius in die Reha“, erklärt Rauch. Der genaue Ablauf muss erst noch geklärt werden. Auf jeden Fall erwartet den Rekonvaleszenten eine halbjährige Pause.

Es ist durchaus zu erwarten, dass Kühn einen Teil der Reha-Maßnahmen bei Melsungens Physiotherapeutin Jenny Bajerke sowie MT-Partner Rehamed absolvieren wird. Spekulationen zufolge könnte sich Kühn aber auch für einige Wochen in die Hände von Klaus Eder begeben, vielen Sportinteressierten als Physio der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein Begriff. Bei ihm arbeitete unter anderen der frühere Melsunger Malte Schröder 2015 nach einem Kreuzbandriss an seinem Comeback.

Kühn hatte sich vor eineinhalb Wochen beim EM-Qualifikationsspiel im Kosovo bei einem Zweikampf schwer verletzt. Rauch bestätigte tags darauf die bittere Diagnose, die eine Teilnahme an der Heim-WM im Januar unmöglich macht.

Viel Zuspruch

Von Freunden, Mannschaftskollegen und Handball-Fans erhielt er seitdem viel Zuspruch. „Das ist absolut überwältigend“, sagte Kühn vergangene Woche. Bedenkenlos könnte er sich am kommenden Samstag (Anwurf 20.30 Uhr) in der Kasseler Rothenbach-Halle das Heimspiel der MT gegen die Eulen aus Ludwigshafen ansehen. Ob er dies allerdings machen wird, ist eher unwahrscheinlich. Kühn hatte bereits betont, dass er sich für die nächsten Wochen vor allem eines wünscht: viel Ruhe.

Voraussichtlich am Sonntag ab 17.10 Uhr (möglicherweise aber auch erst an einem der folgenden Sonntage) wird der Melsunger in der Sportreportage des ZDF zu sehen sein. Dann möchte der Sender einen achtminütigen Bericht des Mainzer Journalisten Claus Höfling zeigen, der Kühn im Ambulanten Herzzentrum in Kassel interviewt hat. 

Ende August unterzogen sich die MT-Handballer der einmal jährlich stattfindenden Untersuchung beim Kardiologen Dr. Karl-Friedrich Appel. Dabei unterstreicht Kühn den Wert dieses Herzchecks: „Als Leistungssportler haben wir einen kleinen Vorteil: Wir sind gut versorgt. Ich kann nur jedem Hobbysportler zu dieser Untersuchung raten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.