Kühn trifft in letzter Sekunde

MT kommt mit blauem Auge davon: 26:25-Sieg gegen Ludwigshafen

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Harte Arbeit: Melsungens Finn Lemke (links) bearbeitet Ludwigshafens Jannek Klein. Im Hintergrund: Timm Schneider.

Nach der Pflicht kommt die Kür – im Normalfall. Bei den Handballern der MT Melsungen war es in dieser Woche umgekehrt.

Zwei Tage nach dem 33:30-Pokaltriumph gegen Berlin musste das Team von Trainer Heiko Grimm in der Bundesliga gegen die Eulen aus Ludwigshafen ran – gegen einen Abstiegskandidaten. 

Die Bilanz der höchst unterschiedlichen Aufgaben liest sich insofern positiv, als es zwei Siege gab. Der 26:25 (11:11)-Erfolg gegen Ludwigshafen war aber sehr glücklich. Praktisch mit der Schlusssekunde gelang Torjäger Julius Kühn das 26:25. Der Treffer wurde fast so gefeiert wie ein Einzug ins Pokal-Halbfinale.

Um die immense Belastung auf mehrere Schultern zu verteilen, hatte Grimm einige personelle Umstellungen angedeutet. Auf der Mitte begann vor 3786 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle dann auch Domagoj Pavlovic anstelle von Lasse Mikkelsen. Ein Wechsel im Tor war nicht möglich, weil Johan Sjöstrand ausfiel. „Ich habe ein paar Probleme an der linken Schulter“, erklärte der Schwede. Am Mittwoch war er zur Behandlung bei Teamarzt Dr. Gerd Rauch. Besserung stellte sich aber noch nicht ein. So war Youngster Glenn Eggert als Alternative zu Nebojsa Simic dabei.

MT Melsungen: Optische Vorteile brachten keine komfortable Führung

Der Montenegriner hatte in der dritten Minute seine erste gute Szene – Glanzparade gegen den frei vor ihm auftauchenden Alexander Falk. Dass Julius Kühn im direkten Gegenzug das 3:1 erzielte, machte die Rettungstat Simics noch wertvoller (6.). Einziges Problem: Die optischen Vorteile der Melsunger führten nicht zu einem schnellen komfortablen Vorsprung. Eulen-Schlussmann Gorazd Skof parierte einige Bälle. Der Gast ging sogar durch Azat Valiullin 8:6 in Führung (19.).

Zwar hatten auch die Kurpfälzer ein Pokalspiel in den Knochen stecken, sie kämpften aber verbissen um ihre Chance. Den Hausherren fehlte erkennbar die geistige Frische. Grimm brachte bereits nach 25 Minuten auf Linksaußen Yves Kunkel für Michael Allendorf. Trotz einiger guter Aktionen von Kai Häfner reichte es bis zum Wechsel nur zu einem 11:11. Programmgemäß war das nicht.

MT-Fans halfen der Mannschaft

Die kleinen Melsunger Mutmacher zu Beginn des zweiten Durchgangs waren Tore von Kunkel und dem eingewechselten Dimitri Ignatow. Doch ehe sich die Gastgeber versahen, lagen sie mit 13:16 zurück (37.). Immer wieder wurden beste Gelegenheiten ausgelassen. Zudem kam die Deckung bei weitem nicht an das Niveau vom Dienstag heran.

Jetzt musste eine Energie- und Willensleistung her. Wie es gehen kann, wurde beim 17:18 durch Ignatow nach Konter über den Ex-Ludwigshafener Stefan Salger und Kapitän Finn Lemke deutlich. Liebend gern hätte Grimm seinen Rückraumakteuren Mikkelsen, Kühn und Häfner Verschnaufpausen gegeben. Doch der Spielstand, ein überragender Skof sowie aggressive Eulen ließen dies nicht zu. Mikkelsen animierte die Zuschauer, mehr Stimmung zu machen. Und die Fans halfen. Marino Maric glich zum 22:22 und 23:23 aus, und Mikkelsen verwandelte den Siebenmeter zum 24:23 (57.). Nun war wieder alles möglich: Sieg, Unentschieden – und immer auch noch eine Niederlage.

MT Melsungen gegen Ludwigshafen - die Bilder

Handball Bundesliga - MT Melsungen gegen Ludwigshafen
 © Dieter Schachtschneider
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15 Sekunden vor Schluss glich Max Neuhaus für den Außenseiter zum 25:25 aus. Der MT blieb noch ein Angriff. Ein Freiwurf. Ein Ball für Kühn. Und der Nationalspieler wuchtete ihn über Skof unter die Latte. Der Rest war Jubel in Rot und Weiß.

Nach dem Pokal-Viertelfinale ist vor dem Final Four. Mit dem Erreichen des Viererturniers in der Hamburger Arena fiebern die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen nun der Auslosung der Vorschlussrunde entgegen.

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