Spielmacher trifft mit MT am Sonntag auf Bergischen HC

Lob für MT Melsungens Mikkelsen: Er macht viel mit dem Kopf

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Verfügt über eine gute Übersicht: Melsungens Spielmacher Lasse Mikkelsen trifft mit der MT am morgigen Sonntag in der Kasseler Rothenbach-Halle auf den Bergischen HC. 

Handball-Bundesligist MT Melsungen erwartet am Sonntag den Bergischen HC. Dabei gilt Spielmacher Lasse Mikkelsen als Hoffnungsträger im Angriff. 

Als die Handballer der MT Melsungen vor einem Jahr arg vom Verletzungspech gebeutelt waren, bekam Lasse Mikkelsen mehr Einsatzzeiten, als es für einen Spielmacher bei einem neuen Klub eigentlich in dieser frühen Phase üblich ist. Speziell Torjäger Julius Kühn profitierte seinerzeit von den Anspielen des Dänen. Im Herbst 2018 ist die personelle Lage beim heimischen Bundesligisten zwar nicht annähernd so gespannt, aber der Druck auf das Team immens – und Mikkelsen ist jetzt so etwas wie der Hoffnungsträger für ein gutes Angriffsspiel der MT.

Beim Pokalerfolg am Dienstag in Wetzlar war der 30-Jährige ein kluger Stratege, nun soll er am Sonntag ab 16 Uhr im Heimspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den Bergischen HC der Offensive Schwung verleihen. Trainer Heiko Grimm hat dem 1,97 m großen Modellathleten die Verantwortung übertragen, Regie zu führen. „Lasse macht viel mit dem Kopf“, lobt der Coach die Übersicht des blonden Hünen, der in den internen Statistiken hervorragende Werte aufweist. Lediglich sechs technische Fehler unterliefen Mikkelsen bislang. Bei 37 Treffern der Melsunger gab das Nordlicht den entscheidenden Pass. „Er macht super Anspiele“, stellt Grimm fest, der während seiner aktiven Zeit etwa ab dem 24. Lebensjahr selbst auf der Mitte agierte.

In Wetzlar glänzte Mikkelsen über weite Strecken als Vorbereiter – er steuerte aber auch zwei Treffer bei. Domagoj Pavlovic und Timm Schneider, die beiden anderen etatmäßigen Spielmacher, wurden auf den Halbpositionen eingesetzt. „Ich bekomme viel Hilfe von den ihnen“, schätzt Mikkelsen den Austausch mit den Kollegen.

Die Rolle als Chef-Regisseur ist dem Nordlicht nicht fremd. Bevor er im Sommer 2017 zur MT kam, war Mikkelsen schon in seinem Heimatland in Skjern der Lenker und Denker. Nach seinem Wechsel nach Deutschland musste er sich erst einmal an die Härte in der Bundesliga gewöhnen. „Lasse könnte manchmal noch entschlossener zum Tor ziehen“, sagt Grimm. Zuletzt suchte der Trainer häufiger das Gespräch mit Mikkelsen.

In der deutschen höchsten Klasse zeigt sich in dieser Saison besonders, wie wertvoll ein umsichtiger Mittelmann ist. Der Höhenflug der Magdeburger ist eng mit dem Namen Marko Bezjak verbunden. Beim THW Kiel hat Domagoj Duvnjak das Sagen. Die Rhein-Neckar Löwen haben Andy Schmid. Und an den Erfolgen der Mindener ist maßgeblich Dalibor Doder beteiligt.

„Wir müssen mit Geduld spielen und brauchen mehr Pässe. In Wetzlar waren wir diszipliniert“, sagt Mikkelsen. Das oberste Ziel ist es, die Nebenleute Kühn und Landsmann Simon Birkefeldt in gute Wurfpositionen zu bringen. Dabei soll der 30-Jährige auch die Kreisläufer Felix Danner und Marino Maric falls möglich jederzeit ins Spiel einbinden.

Vor einem Jahr war für Mikkelsen noch vieles neu. Jetzt fühlt er sich mit seiner Frau Carina und den Kindern wohl in seiner Wahl-Heimat Melsungen. Die beiden Söhne Benjamin und Oliver besuchen mittlerweile den Kindergarten. „Ich möchte gern noch ein paar Jahre hier bleiben“, erklärt der schlaksige Däne. Sein Vertrag gilt bis zum Sommer 2020. Das ist allerdings Zukunftsmusik. Erst einmal geht es darum, das Offensivspiel der Melsunger weiter zu beleben.

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