„Nicht mit Notizblock zum Training“

MT Melsungen: Linksaußen Michael Allendorf spricht vor Lübbecke-Spiel über seine Rolle bei der Trainersuche

Voller Fokus auf die Partie am Sonntag: Linksaußen Michael Allendorf.
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Voller Fokus auf die Partie am Sonntag: Linksaußen Michael Allendorf.

Eine ganz normale Woche war es für Michael Allendorf nicht. Da der Linksaußen des Handball-Bundesligisten MT Melsungen inzwischen auch als Assistent der Geschäftsleitung tätig ist und Manager Axel Geerken unterstützt, hat er jetzt während der laufenden Trainersuche alle Hände voll zu tun. Wir haben vor dem Heimspiel am Sonntag ab 16 Uhr (Sky) gegen den TuS N-Lübbecke mit dem 35-Jährigen über die vergangenen Tage gesprochen.

Kassel/Melsungen - Eine ganz normale Woche war es für Michael Allendorf nicht. Da der Linksaußen des Handball-Bundesligisten MT Melsungen inzwischen auch als Assistent der Geschäftsleitung tätig ist und Manager Axel Geerken unterstützt, hat er jetzt während der laufenden Trainersuche alle Hände voll zu tun. Wir haben vor dem Heimspiel am Sonntag ab 16 Uhr (Sky) gegen den TuS N-Lübbecke mit dem 35-Jährigen über die vergangenen Tage gesprochen. Zu der immer wahrscheinlicher werdenden Verpflichtung von Roberto Garcia Parrondo haben sich die MT-Verantwortlichen bislang noch nicht geäußert.

Michael Allendorf über …

die Trainersuche: „Ich hoffe, dass wir nächste Woche einen neuen Mann präsentieren können. Es ist jetzt das erste Mal, dass ich etwas näher dran bin. Alles sehr spannend, es steckt aber auch viel Arbeit darin. Allerdings ist die Trainerposition auch die wichtigste – da muss man sich ganz genau überlegen, was man vorhat. Ich habe in den vergangenen Tagen in der Zuarbeit für Axel Geerken viel in meinem Netzwerk telefoniert. Es geht schließlich darum, Informationen aus unterschiedlichen Quellen einzuholen und sich einen guten Überblick zu verschaffen.“

die Stimmung im Team: „Die Trennung von Coach Gudmundur Gudmundsson ist nicht meine erste Entlassung. Ich weiß also, wie sich das auf eine Mannschaft auswirkt. Und weil vorher schon einiges schlecht gelaufen war, ist die Stimmung jetzt entsprechend. Die Situation hat schon Spuren hinterlassen. Und der Druck auf das Team wird nun größer. Allerdings stehen wir ja nicht ohne Trainer da. Ari Haenen hat uns kurz vor Ende der letzten Saison schon einmal gut eingestellt.“

die Pendelei zwischen Trainingshalle und Geschäftsstelle: „Das ist gar nicht so spektakulär. Es sind auch nur etwa drei Kilometer Weg. Klar ist: Es gibt viel zu tun. Ich bin aber auch froh, dass ich die Chance bekommen habe, diese Aufgabe wahrzunehmen. Sobald ich jedoch in der Halle bin, bin ich nur noch Spieler. Ich habe dann auch keinen Notizblock dabei, und mein Laptop habe ich entweder in der Geschäftsstelle oder zu Hause. Zwar fragen mich meine Mannschaftskollegen schon mal, ob es etwas Neues gibt, aber das ist schon alles. Es wäre vielleicht etwas anderes, wenn es um Spielerverträge ginge.“

Hintergrund: Andre Gomes vor Debüt?

In den vergangenen Wochen war der portugiesische Neuzugang Andre Gomes verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt. Nun wächst die Hoffnung, dass Gomes beim Handball-Bundesligisten MT Melsungen in Kürze sein Debüt feiern kann. Vielleicht ist es schon am Sonntag soweit, wenn die Nordhessen ab 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle den Aufsteiger TuS N-Lübbecke empfangen. 

die Zeit mit der Familie: „Gab es in dieser Woche sehr wenig. (lacht) Ich muss wohl noch lernen, nachts das Handy auszuschalten. Denn selbst, wenn es um halb eins geklingelt hat, bin ich noch dran gegangen. Und das, obwohl ich wegen unserer Tochter bereits um sechs, halb sieben wieder aufstehe.“

den Start in eine Englische Woche: „Der Fokus liegt nur auf Sonntag. Jetzt müssen wir erfolgreich sein. Danach erwarten uns mit Magdeburg und Hannover zwei Teams von einem anderen Kaliber. Das sind zwei harte Nüsse, die wir dann zu knacken haben. Doch diese Spiele sind aktuell noch ganz weit weg.“

die Partie gegen Lübbecke: „Es wird nicht gleich alles perfekt laufen. Wir müssen nur die zu erwartende Verkrampfung rasch abschütteln und uns selbst ein gutes Gefühl verschaffen. Die Lübbecker haben gezeigt, dass sie sehr hart spielen. Wir dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen. Gegen Kiel und Berlin haben wir keinen begeisternden Handball geboten. Ich wünsche mir, dass uns die Fans noch eine Chance geben und wir beweisen können, wie gut wir spielen können. Ein Heimsieg könnte dann den Knoten zum Platzen bringen.“ (Björn Mahr)

Zur Person: Michael Allendorf

Michael Allendorf (35) ist der dienstälteste Profi im Team des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Zuvor spielte der gebürtige Heppenheimer für Wallau-Massenheim und Wetzlar in der ersten Liga. Seit einigen Monaten ist er nicht mehr nur Spieler, sondern assistiert auch der MT-Geschäftsleitung. Nach Ende dieser Saison will er seine Karriere beenden und wird eine Aufgabe im Managementbereich der Melsunger übernehmen. Allendorf ist verheiratet und hat ein Kind.

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