Handball

MT Melsungen macht Ansage an die Liga: 33:30-Sieg bei den Löwen

Freie Bahn: Melsungens überragender Kreisläufer Marino Maric setzt sich gegen die Löwen-Abwehr durch.
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Freie Bahn: Melsungens überragender Kreisläufer Marino Maric setzt sich gegen die Löwen-Abwehr durch. FotoS: ALIBEK KÄSLER

Traumstart ins Handballjahr 2020: Handball-Bundesligist MT Melsungen hat das Bundesliga-Verfolgerduell bei den Rhein-Neckaer Löwen 33:30 (16:15) gewonnen.

Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Nach einem packenden Kampf haben die Handballer der MT Melsungen bei den Rhein-Neckar Löwen aufgetrumpft. Die Nordhessen gewannen das Bundesliga-Topspiel in der Mannheimer SAP-Arena 33:30 (16:15). Mit dem Traumstart machte die MT gleichzeitig eine Ansage an den Rest der Liga: Mit ihr ist zu rechnen in der zweiten Halbserie.

Das erste Spiel nach der Winterpause beziehungsweise nach der EM bedeutet ja auch: Wie finden die Mannschaften zurück in den Bundesliga-Alltag? Beide Klubs hatten mehrere Nationalspieler für das paneuropäische Turnier abgestellt. Haben die Wochen Spuren hinterlassen? Aber zunächst stand dann doch noch mal die EM im Blickpunkt. Der frisch gebackene Europameister Gedeon Guardiola von den Rhein-Neckar Löwen wurde geehrt. Die Gastgeber dachten auch an MT-Kreisläufer Marino Maric, der mit den Kroaten den zweiten Platz belegte. Aber genug davon. Nun zählt wieder Bundesliga. Und das Kerngeschäft begann auf beiden Seiten ein wenig holprig. Das sah noch gar nicht nach Top-Spiel aus. Im Angriff unterliefen den Mannschaften einige Fehler.

Für die Gäste aus Nordhessen lief es zunächst etwas besser. Nach Treffern von Tobias Reichmann, Julius Kühn und Maric führten die Melsunger 6:3 (12. Minute). Und sie hätten sogar noch weiter vorn liegen können. Im gebundenen Spiel fanden sie gute Lösungen und kamen zu Abschlüssen – einziges Problem: Im Kasten der Löwen stand Andreas Palicka, der reihenweise Würfe der MT-Profis entschärfte.

Und so holten die Badener auf, und nicht nur das: Guardiola markierte mit seinem Treffer zum 9:8 die erste Führung der Löwen (18.). Bis dahin machte die MT ihre Sache wirklich gut. Nun drohte allerdings die Partie, die zusehends an Unterhaltungswert gewann, in die andere Richtung zu kippen – Mads Mensah sorgte für das 11:9 (21.).

Aber die Melsunger gerieten nicht in Panik, standen weiterhin stabil in der Deckung, Nebojsa Simic im MT-Tor war zur Stelle, und im Angriff gingen sie nun wesentlich effektiver zu Werke. Timm Schneider trug sich in die Torschützenliste ein, Kapitän Finn Lemke traf, und endlich hatte auch Kai Häfner die nötige Präzision, sodass die Gäste mit einer 16:15-Führung in die Pause gingen.

Aus Melsunger Sicht ging es sogar noch besser weiter. Die MT legte einen Blitzstart in der zweiten Hälfte hin. Die Abwehr um Lemke und Maric zwang die Löwen immer wieder zu Fehlern, und nach dem Treffer des eingewechselten Dimitri Ignatow zum 17:22 lagen die Melsunger fünf Treffer vorn (35.), bei Lasse Mikkelsens 25:19 (41.) sogar sechs. Bahnte sich da etwa eine Überraschung an?

Ja! Weil Simic die Gastgeber verzweifeln ließ, und weil die MT konsequent weiterspielte und trotz des ohrenbetäubenden Lärms in der Arena nicht nervös wurde. Okay, die Gastgeber kamen noch einmal heran. Es wurde spannend. Packend. Eine mitreißende Schlussphase. Aber die MT hielt dem stand.

Löwen:Palicka (25 Gegentore/11 Paraden) Appelgren (8 GT/2 P.), - Schmid 4, Gensheimer 3/2, Kirkelokke 2, Lagarde 5, Tollbring 1, Abutovic 1, Mensah 6, Groetzki, Guardiola 2, Petersson2, Damm, Ganz, Kohlbacher 4

Melsungen:Simic (30 GT/13 P.), Sjöstrand (n.e.) - Maric 7, Kühn 3, Lemke 2, Reichmann 2, Ignatow 2, Kunkel 2, Mikkelsen 7/4, Schneider 3, Allendorf, Sidorowicz, K. Häfner 5, Salger, Pavlovic

SR:Brodbeck/Reich (Reutlingen/Metzingen) - Z: 7251

Siebenmeter: 2/2:4/4. Zeitstrafen: 4:8 Minuten

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