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Handball-Bundesligist MT Melsungen: Manager Axel Geerken im Interview über Motto und Ja zur Rothenbach-Halle

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Von: Björn Mahr

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Der Melsunger Manager inmitten der Ersatzspieler: Axel Geerken (Zweiter von rechts) mit (von links) Marino Maric, Alexander Petersson und Michael Allendorf.
Der Melsunger Manager inmitten der Ersatzspieler: Axel Geerken (Zweiter von rechts) mit (von links) Marino Maric, Alexander Petersson und Michael Allendorf. © Imago Images/Eibner

Fulle Power – damit wirbt Handball-Bundesligist MT Melsungen in dieser Saison. Wir haben mit MT-Manager Axel Geerken nicht nur über das neue Motto des Bundesligisten gesprochen, sondern auch über die Entscheidung des Klubs, bis mindestens 2027 in der Rothenbach-Halle die Heimspiele auszutragen.

Kassel – Fulle Power – damit wirbt Handball-Bundesligist MT Melsungen in dieser Saison. Wir haben mit MT-Manager Axel Geerken nicht nur über das neue Motto des Bundesligisten gesprochen, sondern auch über die Entscheidung des Klubs, bis mindestens 2027 in der Rothenbach-Halle die Heimspiele auszutragen.

Seit Beginn dieser Saison heißt es bei der MT „Fulle Power“. Wie kommt das neue Motto an?

Wir hatten ein paar Jahre lang „60 Minuten Vollgas“. Wenn es sportlich aber nicht lief, dann gab es auch Kritik an diesem Slogan. Jetzt war es einfach mal an der Zeit, mit unserem Agenturpartner „Vonübermorgen“ etwas Neues zu entwickeln. Ein Gedanke war, etwas zu finden, das unsere Identifikation mit der Region zum Ausdruck bringt und idealerweise den Spielort Kassel und den Stammsitz Melsungen verbindet. Das ist die Fulda, auf nordhessisch also die Fulle. Inzwischen mischt sich „Fulle Power!“ auch unter die Anfeuerungsrufe der Fans.

MT-Partner E.ON macht mit speziellen Öko-Tarifen den Melsunger Fans sogar ein gleichnamiges Angebot.

E.ON ist schon mehr als zehn Jahre ein zuverlässiger Partner von uns. Wir haben bereits zusammen das Schulprojekt „Trainieren mit Idolen“ entwickelt. Nun freuen wir uns, die Kooperation noch auszubauen. Das Energie-Angebot Fulle Power steht für eine hohe Identifikation mit dieser Region und passt hervorragend zur MT.

Setzen die Partnerschaft fort: MT-Manager Axel Geerken mit Juliane und Ralf Umbach, den Geschäftsführern der Messe Kassel.
Setzen die Partnerschaft fort: MT-Manager Axel Geerken mit Juliane und Ralf Umbach, den Geschäftsführern der Messe Kassel. © Alibek Käsler

Mussten Sie dem neuen Melsunger Trainer Roberto Garcia Parrondo erklären, was es mit Fulle Power auf sich hat?

In gewisser Weise schon. Solche Slogans kennt Roberto wahrscheinlich nicht aus seiner Zeit bei Vardar Skopje und auch nicht aus Ägypten. Er weiß aber, dass es eine schöne und wichtige Sache ist. Wie sehr Fulle Power schon zu seinem Wortschatz zählt, weiß ich nicht. Er konzentriert sich darauf, Deutsch zu lernen.

Wie fällt eine Zwischenbilanz seiner Arbeit bei der MT aus?

Absolut positiv. Eine Entwicklung ist erkennbar – trotz der vielen Fehler, die der Mannschaft zuletzt in Lemgo und bei den Rhein-Neckar Löwen unterlaufen sind. Mit Roberto ist ein neuer Wind eingekehrt. Dass er ein Kandidat für die Auszeichnung zum Welttrainer ist, unterstreicht seine große Qualität.

Jetzt ist klar, dass die MT auch mindestens bis zum Sommer 2027 nicht weit von der Fulda ihre Heimspiele austragen wird. Weshalb haben Sie dieses Angebot angenommen?

Es ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Die Gespräche mit der Messe Kassel haben schon während der letzten Saison begonnen. Wir sind von dieser Entscheidung absolut überzeugt.

Zur Person: Axel Geerken

Axel Geerken (49) ist seit fast zehn Jahren Manager des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Zuvor war er Geschäftsführer in Gummersbach und in Wetzlar. Als Profi stand der gebürtige Oldenburger bei Wetzlar, Kiel und Großwallstadt im Tor. Geerken ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes. 

Wie ernsthaft haben Sie sich mit einem Umzug in die Eissporthalle beschäftigt?

Es ist richtig, dass es Gespräche gab und wir uns damit beschäftigt haben. Grundsätzlich ist es auch ein charmanter Gedanke, dass die drei Topklubs einer Stadt alle zusammen an einem Standort, im Bereich des Auestadions, beheimatet sind. Wegen der größeren Flexibilität haben wir uns für die Rothenbach-Halle entschieden. Zudem steckt eine über 15 Jahre gewachsene Partnerschaft dahinter. Die Gespräche waren sehr konstruktiv.

Welche Möglichkeiten bietet die Rothenbach-Halle, den Zuschauern den Besuch vielleicht noch angenehmer zu gestalten?

Wir haben die Fans um ein Feedback gebeten. Durch die Rückmeldungen wissen wir, dass das Publikums-Catering besser werden muss. Daran wird bereits gearbeitet. Große Bedeutung hat für uns auch der VIP-Club, es ist ein elementarer Bereich, der bereits seinesgleichen sucht. Darin steckt viel Potenzial.

Am Sonntag findet mal wieder ein Länderspiel in der MT-Heimspielstätte statt. Wie groß ist die Vorfreude bei Ihnen auf dieses Ereignis?

Schon groß, weil es das Datum ist, an dem es in Deutschland kaum noch coronabedingte Einschränkungen geben soll. Wir hoffen auf eine möglichst volle Halle. Zumal der eine oder andere Melsunger Spieler dabei sein wird. Bei früheren Länderspielen waren wir der Gastgeber, jetzt liegt die Ausrichtung allein in den Händen des Deutschen Handballbundes. Wir unterstützen ihn allerdings dabei. Wir hoffen, dass es eine gute Veranstaltung wird, von deren Strahlkraft wir in den kommenden Wochen auch profitieren können. (Björn Mahr)

Hintergrund: Lange Partnerschaft

Seit mehr als zehn Jahren ist E.ON Sponsor des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Dabei unterstützt der Energieanbieter schon seit einiger Zeit das MT-Schulprojekt „Trainieren mit Idolen“. „Das ist ein Herzensprojekt für uns. Wir freuen uns, damit – sobald wie möglich – erneut viele Kinder und Jugendliche in den Schulen zu begeistern“, sagt Steffen Püschel aus dem Management von E.ON Energie Deutschland. Begleitend zu der Partnerschaft mit der MT bietet das Unternehmen für die Fans nun wahlweise einen Öko-Strom- oder Öko-Erdgastarif mit dem Namen „Fulle Power“ an. Bei Abschluss gibt es einen Gutschein für ein Auswärtstrikot der MT.

E.ON präsentiert in dieser Saison auch den Melsunger Rückraumspieler Alexander Petersson.

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