Schnellcheck zum Spiel

MT in Eisenach mit Mühe zum dritten Sieg

Mit der MT in Eisenach erfolgreich: Linksaußen Michael Allendorf (links, hier gegen Branimir Koloper) beim Siebenmeter. Archivfoto: Mahr

Eisenach. Auch das dritte Saisonspiel ist gewonnen. Mit 30:27 (12:13) setzte sich die MT Melsungen in der Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach durch. 

Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit. Vorerst liegen die Nordhessen an der Tabellenspitze. Der Schnellcheck zum Spiel: 

Wie war das Spiel?

In den ersten zehn Minuten einer wie erwartet intensiven Begegnung stand vor allem ein Mann im Blickpunkt: Michael Allendorf. Der MT-Linkaußen bekam zwar bereits nach 60 Sekunden eine Zeitstrafe aufgebrummt, warf aber dann vier Melsunger Treffer in Folge zur 6:3-Führung der Gäste.

Doch den Hausherren – unterstützt von ihrem lautstarken Publikum – war anzumerken, dass sie sich besser verkaufen wollten als bei der 18:30-Packung im Pokal vor drei Wochen gegen die MT und blieben einigermaßen auf Schlagdistanz. Auch weil ihr Torwart Svetislav Verkic dem Melsunger Gegenüber Johan Sjöstrand kaum nachstand und einige wichtige Würfe entschärfte. Da zudem Verkic’ Kollege Jan-Steffen Redwitz Siebenmeter von Allendorf und Jeffrey Boomhouwer parierte und die Nordhessen bei einer wahren Zeitstrafenflut keine Ruhe in sein Spiel brachte, geriet das Team von MT-Coach Michael Roth, das in der Deckung nicht so sicher stand bis zur Pause sogar ins Hintertreffen.

Obwohl Allendorf nach einer unglücklichen Aktion verletzt ausschied (34.) und die Melsunger mit 13:16 zurücklagen, blieb es spannend. Nach vier Tore von Marino Maric in Folge, hieß es 19:18 für die Gäste. Doch dann konterte der ThSV: 21:19 (45.). Es ging hin und her. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Gegen Ende schien der Heimsieben etwas die Luft auszugehen. Erst nach Boomhouwers 28:25 (57.) bogen die Gäste auf die Siegerstraße ein. Das 30:27 von Michael Müller sicherte den Sieg.

War das Ergebnis gerecht?

Zwar haben die Eisenacher den Melsungern einen großartigen Kampf geliefert, in der entscheidenden Phase hatten Kapitän Michael Müller und seine Mitstreiter aber einiges mehr zu bieten und verdienten sich den knappen Erfolg.

Gab es einen Aufreger?

Nicht nur einen. Allein die unzähligen Hinausstellungen der Unparteiischen Fabian und Christian vom Dorff waren nicht nötig. Exemplarisch sei allerdings erwähnt, dass nach einem Fehlwurf von Momir Rnic auf der Anzeigentafel ein weiteres MT-Tor angezeigt wurde: 16:15 statt 16:14. Es dauerte Minuten, bis dieser Fehler von den Unparteiischen korrigiert wurde. Das gellende Pfeifkonzert der ThSV-Fans hat sie darin bestärkt, die Entscheidung zurückzunehmen.

Wie war die Atmosphäre in der Werner-Assmann-Halle?

Es wurde wieder heiß an der Katzenaue – nur, dass es diesmal – wie beim Pokalduell vor drei Wochen an gleicher Stätte – nicht den subtropischen Temperaturen unterm Dach geschuldet war, sondern dem guten Besuch. 2394 Zuschauer waren gekommen, um das hessisch-thüringische Derby zu sehen. Immerhin mehr als 100 Anhänger aus Nordhessen waren darunter. Sogar auf die neu geschaffene Tribüne auf der Gegengerade (Ticketpreis: zwischen 1 und 9 Euro!) mit erheblicher Sichtbehinderung hatten sich gut 30 Fans verirrt.

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