Vor dem Spiel

MT Melsungen muss gegen Leipzig auf Tobias Reichmann verzichten

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Fällt verletzt aus: MT-Rechtsaußen Tobias Reichmann.

Erneut ein Ausfall: Tobias Reichmann wird der MT Melsungen am Sonntag in Leipzig fehlen. Philipp Müller blickt mit gemischten Gefühlen auf die Partie der Handball-Bundesliga.

Schon verrückt. Angesichts des großen Verletzungspechs und der vielen Aufs und Abs in dieser Saison entsteht das Gefühl, die MT Melsungen würde irgendwo im Niemandsland der Handball-Bundesliga weilen. Doch der Eindruck täuscht. Die Nordhessen sind dick im Geschäft im Rennen um den fünften Tabellenplatz, der aller Voraussicht nach zur Teilnahme am Europapokal berechtigt. Nicht nur deshalb steht die Partie am Sonntag beim SC DHfK Leipzig (16 Uhr/Sky) unter besonderen Vorzeichen.

MT Melsungen gegen SC DHfK Leipzig: Das Fernduell

Der Kampf um den fünften Platz läuft auf ein Fernduell zwischen der MT und den Füchsen Berlin hinaus. Weil der direkte Konkurrent am Donnerstagabend gepatzt hat (siehe auch Artikel unten), hat die Mannschaft von Trainer Heiko Grimm bereits vor dem Anwurf in der Arena Leipzig den Sprung auf den fünften Rang geschafft. Dort stand sie zuletzt Anfang Dezember nach dem 15. Spieltag. Mit einem Sieg in Sachsen würden sich die Nordhessen einen kleinen Vorsprung von zwei Punkten erarbeiten.

Für Grimm sind solche Zahlenspielereien eher Nebensache: „Uns muss es nicht interessieren, was die Füchse machen. Wir versuchen, das Thema zu vermeiden“, sagt der MT-Trainer. Gleichwohl weiß er um die Chance, die sich ihm und seiner Mannschaft nun bietet.

Der Druck im Spiel gegen SC DHfK Leipzig

Die MT-Woche stand ja auch im Zeichen des Abschieds von den Müller-Zwillingen im Sommer. Nun wird Philipp direkt gegen seinen zukünftigen Klub antreten. Der Abwehr-Hüne gibt zu, dem Spiel mit gemischten Gefühlen entgegenzublicken. „Das ist eine unangenehme Situation. Natürlich will ich mich von meiner besten Seite zeigen“, sagt Müller. Und damit würde schon ein bisschen Druck einhergehen.

Zu Gast beim zukünftigen Klub: Philipp Müller. 

Unabhängig von seiner persönlichen Lage sieht der 34-Jährige seine Mannschaft in der Favoritenrolle. „Wir haben uns gefestigt. Die Abwehr steht gut. Auf die Torhüter ist Verlass. Unser Tempospiel funktioniert“, sagt Müller zu den aktuellen Stärken. Zudem befände sich Spielmacher Lasse Mikkelsen in bestechender Form. Auch Grimm bescheinigt seiner Mannschaft, die Sache nach den Ausfällen „überragend“ gemeistert zu haben.

Wobei Müller die Verletztenmisere gar nicht so beschäftigt: „Natürlich fehlen uns klasse Spieler. Aber wir haben immer noch jede Menge Qualität im Kader. Das darf man nicht vergessen.“ Er mahnt, sich gegen aggressiv deckende Leipziger nicht zu oft in Eins-gegen-Eins-Situationen aufzureiben.

Der Schock

Grimm muss abermals einen Schock verdauen. Rechtsaußen Tobias Reichmann hat sich im Training am Fuß verletzt und wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfallen. Die genaue Diagnose steht noch aus. Aber immerhin: Abgesehen den drei Langzeitverletzten Kühn, Maric und Pavlovic stehen dem MT-Trainer in Leipzig die restlichen Spieler zur Verfügung.

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