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MT Melsungen nach Remis gegen SG Flensburg-Handewitt: Aidenas Malasinskas: Ich bin eben ein cooler Typ

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Glücklich: Die Melsunger Agustin Casado (links) und Aidenas Malasinskas freuen sich über den Punktgewinn gegen Flensburg.
Glücklich: Die Melsunger Agustin Casado (links) und Aidenas Malasinskas freuen sich über den Punktgewinn gegen Flensburg. © Andreas Fischer

Handball-Bundesligist MT Melsungen kann Punktgewinn gegen die SG Flensburg-Handewitt nur kurz genießen. Am Donnerstag geht es zum SC DHfK Leipzig.

Kassel - Er warf das letzte Tor des Spiels. Aber als Aidenas Malasinskas vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen nach dem Siebenmeter-Treffer zum 25:25-Endstand gegen die SG Flensburg-Handewitt gefragt wurde, holte der Litauer ganz weit aus.

So lobte er erst einmal die MT-Fans: „Es war eine großartige Atmosphäre in der Halle.“ Er freute sich über die überzeugende Leistung der gesamten Melsunger Mannschaft: „Wir haben bis zum Ende gekämpft.“ Er betonte die Schwere der Aufgabe: „Ich bin froh über diesen Punkt. Wir hätten auch verlieren können.“ Erst dann kam er auf die entscheidende Szene des Spiels zu sprechen – das tat er mit dem ihm eigenen Humor: „Ich bin eben ein cooler Typ.“ Mit einem raffinierten Aufsetzer überwand er den eingewechselten SG-Schlussmann Kevin Möller und sicherte den Gastgebern den verdienten Punkt.

Nachdem er sein drittes und wichtigestes Tor an diesem Nachmittag erzielt hatte, lief er umgehend ins eigene Feld zurück. Da Gleb Kalarash den Wurf des Ex-Melsungers Johannes Golla vom Mittelkreis abblockte, fielen die MT-Profis Elvar Örn Jonsson, Arnar Freyr Arnarsson, Agustin Casado und weitere Kollegen dem Sommer-Neuzugang Malasinskas um den Hals. Als der erste Jubel im Melsunger Lager abgeebbt war, zog der starke Kapitän Kai Häfner das Team auf dem Feld zusammen. „Ich habe den Jungs da gesagt: Heute dürft Ihr genießen. Es war ein sehr gutes Spiel. Da war alles drin.“

Starker Auftritt: MT-Kapitän Kai Häfner.
Starker Auftritt: MT-Kapitän Kai Häfner. © Fischer, Andreas

Häfner war vor erstmals mehr als 4300 Zuschauern mit sieben Treffern bester Werfer des Nachmittags. Mehrfach gelang ihm der Ausgleich. „Gefühlt war jedes Tor heute wichtig“, sagte der deutsche Nationalspieler. Kein Wunder, denn die Gäste, die sich eine Woche auf diese Aufgabe vorbereitet hatten, übten mächtig Druck aus – über Göran Sögard, über Lasse Möller und in der Schlussphase über Aaron Mensing. Nach Ablauf der Schlusssirene feierten nur die Melsunger.

„Man kann nicht davon ausgehen, hierher zu kommen und zwei Punkte zu holen. Dafür ist Melsungen zu gut und zu stabil. Wenn man nicht die ganz breite Brust hat, dann wird es in einem solchen Hexenkessel schwer, die Geduld zu behalten“, erklärte Flensburgs Coach Maik Machulla. Es sei ärgerlich, dass sein Team nach der 24:22-Führung nicht gewonnen habe. So flogen die Norddeutschen gestern enttäuscht von Frankfurt aus nach Reykjavik, wo sie heute Abend in der European League auf den Hauptstadt-Klub Valur treffen.

Etwas anders war die Stimmungslage bei seinem Gegenüber Roberto Garcia Parrondo. „Es war eine gute Show. Es war ein sehr attraktives Match, nicht für die Trainer, aber für alle anderen. Der Punkt ist wichtig.“ Seit sieben Pflichtspielen ist die MT nun mittlerweile ungeschlagen, zog im Pokal ins Achtelfinale und holte 11:1 Zähler in der Liga. Bereits am Donnerstag wartet ab 19.05 Uhr beim SC DHfK Leipzig die nächste harte Prüfung. Das nächste Heimspiel steht am Sonntag, 4. Dezember, ab 16.05 Uhr gegen den Bergischen HC auf dem Programm. „Wir können jetzt nicht automatisch davon ausgehen, dass wieder so viele Zuschauer kommen. Aber die Mannschaft hätte es verdient“, sagte MT-Vorstand Axel Geerken. Und das sagte er nicht nur mit Blick auf die nächste exzellente Vorstellung von Torwart Nebojsa Simic, der 15 Würfe parierte. Sondern auch wegen einer starken Abwehr um Kalarash, Arnarsson und Co.

Nicht zu vergessen: Aidenas Malasinskas. „Du brauchst einen Spieler wie ihn mit dieser Erfahrung“, lobte Parrondo den 36-Jährigen. Einen coolen Typen eben. (Björn Mahr und Maximilian Bülau)

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