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Trotz Kühn-Ausfall: MT Melsungen nimmt sich für Heimspiel gegen den HSV Hamburg viel vor

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Von: Björn Mahr

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Vor dem ersten Saison-Heimspiel: die MT-Profis (von links) Dimitri Ignatow, Kai Häfner und Ivan Martinovic.
Vor dem ersten Saison-Heimspiel: die MT-Profis (von links) Dimitri Ignatow, Kai Häfner und Ivan Martinovic. © Dieter Schachtschneider

Handball-Bundesligist MT Melsungen empfängt zum ersten Saison-Heimspiel am Donnerstag ab 19.05 Uhr den HSV Hamburg. Das muss Melsungen gegen HSV besser machen.

Kassel – Wie präsentiert sich Handball-Bundesligist MT Melsungen im ersten Saison-Heimspiel? Wie gut hat das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo die 25:36-Pleite bei den Rhein-Neckar Löwen verarbeitet? Und wie schwer wiegt der Ausfall von Julius Kühn? Antworten auf diese Fragen gibt es morgen ab 19.05 Uhr, wenn die Nordhessen in der Kasseler Rothenbach-Halle den HSV Hamburg zu Gast haben.

Kühn hatte sich bei der Partie in Mannheim einen Knöchelbruch zugezogen und wurde nach seiner Auswechslung hinter der Melsunger Bank behandelt. Er fällt zwei bis drei Monate aus. Fünf Dinge, die das MT-Team besser machen muss.

Julius Kühn Verletzter MT-Profi
Julius Kühn, verletzter MT-Profi © Fischer, Andreas

1. Noch enger zusammenrücken. Durch das Fehlen Kühns wird der Rückraum noch weiter geschwächt. Mit Elvar Örn Jonsson, der demnächst aber wieder langsam ins Mannschaftstraining einsteigen soll, und Domagoj Pavlovic fehlen der Aufbaureihe bereits wichtige Stützen. Das Team muss also noch enger zusammenrücken. Im linken Rückraum kann neben Andre Gomes auch Neuzugang Agustin Casado agieren. „Ich bin davon überzeugt, dass unser Trainer die Mannschaft gut vorbereiten wird“, sagt Sportdirektor Michael Allendorf.

2. Vertragsverlängerung als Motivationsschub nutzen. Torwart Nebojsa Simic ist ein absoluter Publikumsliebling. Viele Fans werden deshalb froh sein, dass er den Nordhessen langfristig erhalten bleibt. Der Montenegriner unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Diese Nachricht dürfte vor dem Spiel gegen den HSV auch die Kollegen zusätzlich motivieren.

„Ich bekomme viel Unterstützung von den Zuschauern, ich spüre die Energie, die sie mir geben“, sagt der 29-Jährige. Zwar blieben Melsunger Erfolge in der jüngeren Vergangenheit aus, Simic ist aber davon überzeugt, dass bessere Zeiten kommen werden: „Wir werden den Gegnern wieder mehr Furcht einflößen.“ Seit 2017 trägt Simic das Trikot der Melsunger. So gehört er zusammen mit Julius Kühn und Finn Lemke zu den dienstältesten Spielern im Kader. „Simo ist nicht nur ein top Torhüter und tadelloser Sportsmann, sondern außerhalb des Spielfeldes eine wichtige Integrationsfigur“, lobt Manager Axel Geerken den Schlussmann.

Nebojsa Simic Vertrag bei MT verlängert
Nebojsa Simic hat seinen Vertrag bei der MT verlängert. © Fischer, Andreas

3. Den Funken auf das Publikum überspringen lassen. Die Mannheimer SAP-Arena war beim Auftaktspiel der Löwen gegen die MT zwar nur zu einem Drittel gefüllt, die Gastgeber schafften es aber mit guten Aktionen in der Anfangsphase, die Fans von den Sitzen zu reißen. Dieses Ziel müssen auch die Melsunger bei ihrem ersten Heimauftritt verfolgen. „Ich weiß, wie toll die Stimmung in der Rothenbach-Halle sein kann“, sagt Rückkehrer Dimitri Ignatow, „es ist schön, dass wir zu Hause gleich auf einen guten Gegner treffen.“ Karten gibt es an der ab 17.30 Uhr geöffneten Tageskasse.

4. Auf Wiedergutmachung sinnen. Die Leistung gegen die Löwen war mehr als ernüchternd. „Wir müssen gegen Hamburg mit mehr Herz spielen“, betont der aus Hannover geholte Halbrechte Ivan Martinovic. Auch Ignatow erwartet von der Mannschaft einiges. „In der Abwehr hat man etwas von unserer Spielidee erkennen können. Aber im Angriff gelang wenig. Wir haben etwas gutzumachen“, stellt der Rechtsaußen fest. Allendorf fügt hinzu: „Ich erwarte, dass wir weniger Fehler machen. Ein Bundesligaspiel ist etwas anderes ist als ein Test in der Vorbereitung.“

5. Dem Gegner mit Respekt, aber nicht mit Angst begegnen. Für den 23-jährigen Ignatow wird das HSV-Spiel eine Premiere. Noch nie hat er in seiner Karriere gegen die Hanseaten gespielt. „Ich habe die Hamburger zu ihrer besten Zeit am Fernseher verfolgt. Das Team hat immer noch einen großen Namen“, ergänzt Ignatow voller Respekt. In der vergangenen Serie hatte die MT einige Probleme mit der Mannschaft von Coach Torsten Jansen.

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