Kunkel fehlt verletzt, Allendorf gefordert

Jetzt ist nichts mehr mit Ausruhen: MT Melsungen spielt innerhalb von acht Tagen gegen die drei Top-Klubs

Dürfte in Magdeburg in der Melsunger Startsieben stehen: Michael Allendorf.
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Dürfte in Magdeburg in der Startsieben stehen: Michael Allendorf.

Ein paar Tage zur Vorbereitung haben sie noch, die Handballer der MT Melsungen. Am Sonntag beginnt dann eine Woche, um die der nordhessische Bundesligist nicht gerade zu beneiden ist. Zuerst gastiert die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson beim SC Magdeburg. Dann empfängt sie kurz darauf die Meisterschaftsfavoriten THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt.

Kassel – Ein paar Tage zur Vorbereitung haben sie noch, die Handballer der MT Melsungen. Am Sonntag beginnt dann eine Woche, um die der nordhessische Bundesligist nicht gerade zu beneiden ist. Zuerst gastiert die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson beim SC Magdeburg (Sonntag, 13.30 Uhr, Sky). Dann empfängt sie kurz darauf die Meisterschaftsfavoriten THW Kiel (Donnerstag, 22. April, 19 Uhr) und SG Flensburg-Handewitt (Sonntag, 25. April, 13.30 Uhr). Das heißt: Die MT bekommt es innerhalb von acht Tagen mit den drei zurzeit vermeintlich besten Teams der höchsten deutschen Klasse zu tun.

Verletzter Linksaußen der MT: Yves Kunkel.

Kein Wunder also, dass Gudmundsson die Aufgaben „als Hammerprogramm“ einstuft: „Das werden drei intensive Spiele.“ Gudmundsson wäre aber nicht Gudmundsson, wenn er nicht betonen würde, dass der Fokus erst einmal nur der Partie in Magdeburg gelte. Zumal er in der Getec-Arena personell nicht aus dem Vollen schöpfen können wird. Linksaußen Yves Kunkel meldete sich für diese Woche mit Knieproblemen ab. Ob er gegen Kiel wieder zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten.

Jetzt ist Michael Allendorf gefordert. Der zweitdienstälteste MT-Profi stand in dieser Serie zumeist im Schatten Kunkels, fiel aber wiederholt auch verletzt aus. Trotz geringer Einsatzzeiten bislang weiß der 34-Jährige um seine Qualitäten: „Ich bin erfahren genug, dass ich meine Leistung bringen kann.“

Die Nordhessen werden voraussichtlich auch wieder einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader nehmen. Eine Option ist Ben Beekmann, der bereits im März beim Sieg gegen Nordhorn-Lingen sogar schon seine ersten beiden Bundesliga-Tore erzielte.

Seit gestern sind die Melsunger wieder im Training. Für das Wochenende hatten sie freibekommen. „Es war gut, dass wir noch einmal durchatmen konnten“, sagt Torjäger Julius Kühn.

Möglicherweise das letzte Mal, dass er und seine Kollegen sich etwas erholen konnten. Denn sollte die Runde trotz der Pandemie zu Ende gespielt werden können, ist bis Ende Juni kein freies Wochenende mehr in Sicht – auch wenn die Termine im Mai und Juni noch nicht endgültig feststehen.

Die MT hofft, dass sie vor der Länderspielpause Ende des Monats noch etwas Zählbares verbuchen kann – auch wenn Punktgewinne gegen die Topklubs schwer möglich sein werden. „Wir haben eine gute Chemie im Team“, sagt Rechtsaußen Timo Kastening. Das kann auch Kühn nur bestätigen: „Wir haben zurzeit eine geile Stimmung in der Mannschaft. Wir stellen uns deshalb auch die Frage: Wozu wären wir in der Lage, wenn mal alle in einem Spiel ihr Niveau erreichen würden und wir eben nicht diese Schwächephasen hätten?“ Zuletzt beim 35:31-Erfolg gegen Essen hatte es bei der MT in der ersten Hälfte nicht gepasst.

Die kommenden Tage will das Team dazu nutzen, an der 6:0-Deckungsformation zu feilen. Wegen der Ausfälle von Finn Lemke und Arnar Freyr Arnarsson hatte Gudmundsson zuletzt eine 5:1-Variante mit Felix Danner im Zentrum favorisiert. „Mit zwei funktionierenden Systemen sind wir jetzt flexibler aufgestellt“, stellt Allendorf erfreut fest.

Nachdem die Nordhessen Ende Februar den Magdeburgern nur knapp in eigener Halle unterlegen waren, hoffen sie nun auf eine weitere überzeugende Leistung am Sonntag. „Vielleicht ist es auch gut“, mutmaßt Allendorf, „wenn wir nicht den ganz großen Druck haben.“ Das gilt für das Gastspiel in Sachsen-Anhalt genauso wie für die anschließenden Heimspiele gegen Kiel und Flensburg. (Björn Mahr)

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