Auftakt in heiße Wochen

MT Melsungen am Samstag in Coburg: Jetzt geht es Schlag auf Schlag

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So war es im Hinspiel: Die Melsunger, hier Kapitän Michael Müller (links), fanden nie wirklich ihren Rhythmus. In dieser Szene wartet Kreisläufer Felix Danner (hart bedrängt vom Coburger Tom Wetzel) vergeblich auf das Zuspiel. 

Kassel/Coburg. Es kann für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen in den nächsten Wochen in der Tabelle noch ein Stück weiter nach oben gehen. 

Dazu muss aber am Samstag ab 19 Uhr beim Tabellenletzten HSC 2000 Coburg ein Sieg her – doch aufgemerkt: Der Aufsteiger aus Oberfranken wurde in dieser Serie bereits einmal zum Stolperstein für die Nordhessen.

Coburg – das Trauma

Immer wenn es bei den Melsungern in dieser Saison nicht rund lief, fiel sofort ein Name: HSC Coburg. Die völlig unerwartete 20:25-Heimniederlage des Europacup-Teilnehmers am ersten Spieltag sorgte für erhebliche Verunsicherung im MT-Team. „Als wir Kiel zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte geschlagen haben, wurde darüber weniger geredet als in dieser Saison über Coburg“, sagt Trainer Michael Roth. Und Rechtsaußen Arjan Haenen ergänzt: „In Verbindung mit diesem Gegner hast du gleich ein schlechtes Gefühl.“

Coburg – Der Startpunkt in die heiße Phase

Die Saison endet für die Melsunger am 10. Juni mit der Partie bei den Rhein-Neckar Löwen. Bis dahin geht es mehr oder weniger Schlag auf Schlag. Wenn die MT das Viertelfinale im EHF-Pokal gegen St. Raphael Var zu ihren Gunsten entscheidet, dann hat sie auf jeden Fall noch zwölf Pflichtspiele zu bestreiten. Kommenden Mittwoch gastieren schon die Füchse Berlin ab 20.15 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle.

„Das wird anstrengend, aber es sind ja auch einige schöne Aufgaben dabei“, freut sich Haenen auf die kommenden Wochen. Da er zusammen mit Vereinskollege Jeffrey Boomhouwer Anfang Mai noch mit der Auswahl seines Heimatlandes Niederlande in der EM-Qualifikation zweimal gegen Lettland antreten muss, ist sein Programm sogar noch üppiger.

Die MT muss zwar in Coburg neben Gabor Langhans auch noch Kreisläufer Marino Maric ersetzen, der Kroate trainiert aber nach langer Verletzungspause wieder mit der Mannschaft. Möglicherweise steht er im Europacup-Rückspiel am Samstag, 29. April, ab 20 Uhr gegen St. Raphael erstmals wieder im Kader.

Coburg – Die Gefahr

„Es geht nicht um Revanchegelüste“, stellt Roth klar, „wir werden auf keinen Fall überheblich in dieses Spiel gehen.“ Was nicht nur mit dem Hinspiel zu tun hat: Denn für den HSC 2000 ist die Partie gegen Melsungen vielleicht schon die letzte Chance, den Anschluss ans rettende Ufer herzustellen. „Coburg gibt in jedem Spiel in der Abwehr Vollgas, da kämpft jeder um jeden Ball“, warnt Haenen. Die Hausherren müssen wohl nur auf den verletzten Florian Billek verzichten.

Zudem wird das Spiel in der Arena von einem jungen Schiedsrichter-Duo geleitet, mit dem die MT noch keine Erfahrungen gemacht hat: Julian Köppl und Denis Regner (Büdesheim/Nieder-Olm). Darauf muss sich eine Bundesliga-Mannschaft auch erst einstellen.

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